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Polizei, Kriminalit?t

201119-3.

19.11.2020 - 13:02:24

Polizei Hamburg / 201119-3. Festnahme eines mutma?lichen ...

Hamburg - Tatzeit: 18.11.2020, ab 14:45 Uhr; Tatort: Hamburg-Harburg

Trickbetr?ger hatten es am Mittwochnachmittag auf einen ?lteren Mann aus Harburg abgesehen. Die Vollendung der Tat wurde durch eine aufmerksame Bankangestellte vereitelt. Ein festgenommener Tatverd?chtiger muss sich jetzt vor dem Haftrichter verantworten.

Der 84-j?hrige Gesch?digte erhielt am Mittwochnachmittag einen Anruf eines angeblichen Arztes Dr. Fleischhauer vom UKE auf seinem Festnetztelefon. Dieser behauptete, der Sohn des 84-J?hrigen sei an Corona erkrankt und befinde sich mit akuten Beschwerden im Krankenhaus. F?r die Behandlung w?rden dringend drei Spritzen aus Amerika im Wert von 24.000 Euro ben?tigt. Nachdem der Gesch?digte mitgeteilt hatte, nicht so viel Geld aufbringen zu k?nnen, erfragte der angebliche Arzt das Vorhandensein weiterer Wertgegenst?nde wie Gold, Schmuck und M?nzen. Letztlich hatte der Gesch?digte in Aussicht gestellt, 12.000 Euro von der Bank holen zu k?nnen. Auf Aufforderung des angeblichen Arztes fuhr der Mann schlie?lich mit einem Taxi zu einer Bank in die Innenstadt. Die Festnetzverbindung sollte bis zu seiner R?ckkehr durchg?ngig bestehen bleiben.

Bei der beabsichtigen Geldabhebung ahnte eine aufmerksame Bankmitarbeiterin allerdings den sich anbahnenden Betrugsversuch und alarmierte die Polizei.

Fahnder der f?r solche Trickbetrugsdelikte zust?ndigen Fachdienststelle (LKA 433) ?bernahmen sofort die Ermittlungen und instruierten den 84-J?hrigen hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise. Er fuhr daraufhin mit dem Taxi zur?ck nach Harburg. Dort angekommen beobachteten die Fahnder, dass in unmittelbarer N?he der Wohnanschrift bereits ein Auto mit polnischen Kennzeichen vorfuhr.

Nachdem die Telefonverbindung zwischenzeitlich kurz unterbrochen war, meldete sich der angebliche Arzt wenige Minuten sp?ter erneut. Er k?ndigte nun an, ein angeblicher Christian werde kommen und das Geld abholen. Aus dem verd?chtigen Auto stieg daraufhin ein Mann aus, der sich zur Anschrift des Gesch?digten begab und von ihm einen Umschlag ?bernahm.

Er hatte dann aber offenbar geahnt, dass er bereits im Visier der Polizei stand und fl?chtete daraufhin zun?chst durch einen Hinterausgang. Im Rahmen eingeleiteter Fahndungsma?nahmen wurde er aber auf dem r?ckw?rtigen Parkplatz eines Discounters in der Bremer Stra?e gestellt und vorl?ufig festgenommen. Bei ihm handelt es sich um einen 40-j?hrigen Mann ukrainischer Staatsangeh?rigkeit.

Die Ermittler lie?en ihn erkennungsdienstlich behandeln und f?hrten ihn anschlie?end einem Haftrichter zu. Das von ihm genutzte Auto, einen Mitsubishi Pajero, stellten sie sicher.

Die weiteren Ermittlungen, insbesondere auch zu Komplizen und Hinterm?nnern, dauern an.

Hinweise und Tipps der Polizei:

F?lle wie dieser kommen immer wieder vor. Die T?ter sind geschult und gehen ?u?erst geschickt vor. Immer wieder entstehen dabei massive, zum Teil existenzbedrohende Sch?den. Die Anrufer geben meist vor, Polizeibeamte zu sein oder ein Verwandter, welcher sich in einer Notlage befindet und dringend Geld ben?tigt. ?ltere Mitb?rger werden am Telefon ?berrumpelt oder in lange Telefonate verwickelt bis die T?ter ihr Ziel erreicht haben. Oft werden Geld oder Wertsachen ?bergeben, obwohl die Gesch?digten dabei ein mulmiges Gef?hl haben.

- Die Polizei r?t: Gesundes Misstrauen ist keine Unh?flichkeit!

- Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer immer dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.

- Seien Sie auch misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte oder Bekannte wissen kann.

- Lassen Sie sich auch bei einem angeblichen Notfall nicht unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu ?berpr?fen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen schon lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt best?tigen.

- Sprechen Sie nicht ?ber Ihre pers?nlichen oder finanziellen Verh?ltnisse und ?bergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.

- Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangeh?rigen oder anderen Ihnen nahe stehenden Personen.

- Legen Sie beim geringsten Zweifel auf, rufen Sie die Polizei unter 110 oder Ihre ?rtliche Polizeidienststelle an.

- Lassen Sie sich nicht mit vollem Namen im Telefonbuch eintragen, denn die T?ter suchen gezielt nach altmodisch klingenden Vornamen.

- Auch Verwandte, Freunde und Nachbarn k?nnen helfen, solche Taten zu verhindern: Sprechen Sie schon im Vorfeld ?ber die M?glichkeit solcher Anrufe und wie man darauf reagieren sollte.

- Gro?e Geldbetr?ge oder Wertsachen sollte nicht zu Hause aufbewahrt werden.

- Sprechen Sie ungew?hnliche Beobachtungen an oder rufen Sie die Polizei.

Abb.

R?ckfragen der Medien bitte an:

Polizei Hamburg Presse- und ?ffentlichkeitsarbeit Florian Abbenseth Telefon: +49 40 4286-56213 E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de www.polizei.hamburg

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