Polizei, Kriminalität

181202-3.

02.12.2018 - 16:56:14

Polizei Hamburg / 181202-3. Polizeieinsatz anlässlich des .... Polizeieinsatz anlässlich des Fußballspiels FC St.

Hamburg - Zeit: 01.12.2018 Ort: Millerntorstadion und Umgebung

Gestern kam es zur Begegnung zwischen dem FV St. Pauli und der SG Dynamo Dresden. Im Rahmen des hiermit einhergehenden Polizeieinsatzes kam es nach den bisherigen Erkenntnissen insbesondere zu folgenden Sachverhalten:

In der Vorspielphase kam es im Gästebereich des Stadions bereits zu ersten Sachbeschädigungen im Sanitärbereich.

Die erste Halbzeit verlief ohne polizeiliche Vorkommnisse.

In der Halbzeitpause kam es in der Nordtribüne zwischen den Gäste- und Heimfans zu massivem, gegenseitigem Becherbewurf.

Etwa zu Beginn der zweiten Halbzeit erlitt eine Person im Heim-Bereich der Nordtribüne offenbar einen Herzinfarkt. Rettungskräfte führten Reanimationsmaßnahmen durch und transportierten den Erkrankten schließlich in ein Krankhaus. Der tagesaktuelle Gesundheitszustand ist nicht bekannt.

Etwa zeitgleich versuchten drei Dresdner Fans offenbar vergeblich, eine St.-Pauli-Flagge zu entfernen. Dazu überkletterten sie auch Absperrgitter. Beim Einschreiten durch die Ordner kam es zu Körperverletzungen zum Nachteil des Sicherheitspersonals.

Gegen 14:25 Uhr versuchten circa 50 vermummte Personen, aus dem Gästebereich der Nordtribüne über den Umlauf in die benachbarten Blöcke zu stürmen. Möglicherweise ging hier eine Provokation voraus. Die Vermummten wurden durch Polizei und Ordner im Umlauf gestoppt. Hierbei kam es zum Einsatz von Zwangsmitteln. Auch erfolgten Sachbeschädigungen an Toilettenanlagen und Verkaufsständen. Die Einsatzkräfte konnten ein Eindringen in die Heim-Bereiche verhindern.

Im weiteren Verlauf versuchten Dresdner Fans erneut, den Gästeblock zu verlassen. Teile der Fans begaben sich an den Zaun zum Spielfeld und öffneten auch eine Sicherheitstür. Um ein weiteres Vordingen zu verhindern, war erneut ein starker Zwangsmitteleinsatz durch die Polizeibeamten erforderlich.

Etwa 50 bis 80 Dresdner Fans war es zwischenzeitlich gelungen, den Gästeblock in Richtung des unteren Umlaufs der Nordtribüne zu verlassen. Hier kam es zu weiteren massiven Ausschreitungen, die sich ausschließlich gegen die eingesetzten Beamten richteten. Unter anderem wurde herausgerissenes Inventar gegen die Beamten eingesetzt. Die Polizeibeamten schritten und Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock ein.

30 bis 40 St.-Pauli-Fans verließen zwischenzeitlich das Stadion und versuchten, über die Budapester Straße den Gästeeingang zu erreichen. Polizeibeamte verhinderten dies.

Als sich die Personen zurück zum Stadion begaben, trafen sie im Bereich des Schwimmbads auf eine Personengruppe, die sie offenbar für Dresdner Fans hielten und sogleich attackierten. Polizeibeamte setzten Zwangsmittel ein und versuchten, die Personengruppen zu trennen. Hierbei wurden auch die Polizeibeamten angegriffen. Fünf Polizeibeamte wurden leicht verletzt. Nach der Trennung stellte sich heraus, dass beide Personengruppen offenbar Anhänger des FC St. Pauli waren.

Teile der Personen stürmten zurück ins Stadion und überwanden dabei auch die äußere Umzäunung. Teilweise wurde versucht, in Richtung des Gästebereichs vorzudringen, was die Polizeibeamten aber verhinderten.

Nach dem Abpfiff kam es gegen 15:20 Uhr am U-Bahnhof Feldstraße zu einem Flaschenwurf auf eine berittene Polizeibeamtin. Die Tat hatte offenbar keinen Fußballbezug, der Tatverdächtige konnte vorläufig festgenommen werden.

In zwei Fällen wurden Strafanzeigen wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen bislang unbekannte Tatverdächtige gefertigt. Ein Gäste-Fan soll im Stadion einen sogenannten "Hitler-Gruß" gezeigt haben. Während der Abreise soll am Hauptbahnhof aus einer Gruppe Dresdner Fans heraus "Sieg Heil" gerufen worden sein.

Nach den bisherigen Erkenntnissen wurden sechs Polizeibeamte und drei Ordner verletzt. Im Rahmen der massiven Ausschreitungen erlitten durch den polizeilichen Einsatz von Pfefferspray etwa 25 Zuschauer Augenreizungen.

Die Polizei war mit rund 450 Beamten im Einsatz.

Abb.

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