Polizei, Kriminalität

170705-1. G20: Polizeieinsätze in Hamburg-Altona

05.07.2017 - 15:26:42

Polizei Hamburg / 170705-1. G20: Polizeieinsätze in Hamburg-Altona

Hamburg - Zeit: 04.07.2017 Ort: Hamburg-Altona

Im Rahmen der Polizeieinsätze anlässlich der gestrigen Versammlungen, die teilweise bis in die Nacht andauerten, wurden insgesamt fünf Personen vorläufig festgenommen. Vier Polizeibeamte und eine 50-jährige Unbeteiligte wurden im Rahmen der Versammlungen verletzt.

Beim Grünen Jäger: Bei der am 04.07.2017, ab 11:00 Uhr angemeldeten Eilversammlung mit dem Tenor "Neue Todesfälle im Mittelmeer" in der Straße Beim Grünen Jäger nahmen in der Spitze 450-500 Personen teil. Es wurde zur Unterstützung bei den im Aufbau befindlichen Camps aufgerufen. Um 22:15 Uhr waren im Bereich Beim Grünen Jäger ca. 1000 Personen auf der Fahrbahn, die von der Polizei in der Folge geräumt wurde.

Gählerstraße/Thadenstraße: Emil-Wendt-Park: Um 19:23 Uhr stellte die Polizei fest, dass in der Gählerstraße/Thadenstraße, im Emil-Wendt-Park Wurfzelte aufgebaut wurden. In der Spitze befanden sich 12 kleine Zelte und ca. 180 Personen vor Ort. Eine Person meldete sich bei der Polizei als Verantwortlicher, der jedoch keine Versammlung anmelden wollte. Nach Lautsprecherdurchsage stellten die Polizeibeamten um 21:14 Uhr die Zelte sicher. Zu dem Zeitpunkt befanden sich ca. 250 Personen im Park. Um 21:41 Uhr wurde im Park dazu aufgerufen, im Rahmen einer Spontandemonstration zum deutschen Schauspielhaus zu gehen. Die vor Ort befindlichen Personen gingen geschlossen in Richtung der St. Johanniskirche. In der Spitze befanden sich ca. 300 Personen im Park. Um 22:28 Uhr wurden hierzu keine Personen mehr im Park festgestellt. Im Laufe des Einsatzes kam es zum Einsatz von Pfefferspray durch Polizeibeamte.

Alma-Wartenberg-Platz: In der Versammlung mit dem Tenor "TechNOG20" hielten sich ab 21:13 Uhr in der Spitze ca. 700 Personen auf. Aus der Versammlung heraus wurden um 20.41 Uhr drei Flaschen in Richtung der eingesetzten Polizeibeamten geworfen. Zwei Flaschen trafen ein Polizeifahrzeug, ohne dass Schäden entstanden. Eine Flasche traf eine 50-jährige Unbeteiligte, die eine Kopfplatzwunde erlitt. Im Zusammenhang mit diesen Flaschenwürfen konnte um 20:45 Uhr ein 23-jähriger Österreicher vorläufig festgenommen werden. Der Tatverdächtige wurde der GroßGeSa zugeführt, erkennungsdienstlich behandelt und dem Haftrichter zugeführt.

Um 22:37 Uhr wurde am Neuen Kamp vermutlich eine Bierflasche gegen die Seitenscheibe eines Funkstreifenwagens geworfen, wobei die Scheibe beschädigt wurde.

Durch einen Zeugenhinweis konnte der mutmaßliche Täter, ein 44-jähriger Deutscher, kurz darauf vorläufig festgenommen werden. Der 44-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen, da keine Haftgründe vorlagen und erhielt ein Aufenthaltsverbot bis zum 09.07.2017 für den Bereich rund um die Messehallen.

Um 22:53 Uhr beendete der Veranstalter die Versammlung und die Teilnehmer wurden aufgefordert, den Ort zu verlassen. Von den Teilnehmern wurde mehrfach "Ganz Hamburg hasst die Polizei" und "Fuck the Police" skandiert. Die aufgebaute Musikanlage wurde letztlich von den Teilnehmern abgebaut und die Versammlungsteilnehmer entfernten sich in Kleinstgruppen.

Gegen 21:42 Uhr gingen ca. 100 Personen als nicht angemeldete Versammlung aus Richtung der Wohlers Allee in Richtung Sternbrücke und nutzten hierbei die Fahrbahn. Es wurden Parolen wie "BRD Bullenstaat, wir haben Dich zum kotzen satt" skandiert. Gegen 22:00 Uhr gingen die Personen in der Stresemannstraße auf der Fahrbahn in Richtung des Polizeikommissariats 16. Es war ein reger Zulauf zu verzeichnen. Die Polizei stoppte die Versammlung in der Stresemannstraße, die sich in der Folge in diverse Kleingruppen auflöste.

Im Anschluss hielten sich in der Spitze ca. 1200 Personen im Kreuzungsbereich Neuer Pferdemarkt auf, ohne dass ein Versammlungscharakter erkennbar war. Einzelne Gruppen traten auf die Fahrbahn und ließen sich von der Polizei räumen.

Um 22:28 Uhr kam es aus einer Personengruppe heraus zu Flaschenwürfen, bei denen in der Budapester Straße ein Funkstreifenwagen beschädigt wurde. Im Rahmen der daraufhin angeordneten Räumung der Fahrbahn im Bereich Neuer Pferdemarkt setzte die Polizei Wasserwerfer ein.

Um 23:06 Uhr kam es zu einem Wasserwerfereinsatz, weil dieser von einer Personengruppe im Bereich Neuer Pferdemarkt angegangen wurde.

Es befanden sich weiterhin viele Personen auf der Fahrbahn, die diese nicht verlassen wollten. Es wurde der Auftrag zur Räumung erteilt. Durch Lautsprecherdurchsagen wurden die Teilnehmer aufgefordert, die Straße zu verlassen. Um 23:27 Uhr begann die Räumung der Straße . Bei der Räumung kam es vereinzelt zu Bewurf mit Flaschen von Polizeikräften.

Der Wasserwerfer setzte sog. "Wasserregen" gegen die Teilnehmer ein. Die Personen wurden von Polizeibeamten abgedrängt. Hierzu setzten die Beamten auch ihre Mehrzweckeinsatzstöcke ein.

In diesem Zusammenhang wurde in der Budapester Straße/ Neuer Pferdemarkt ein 32-Jähriger vorläufig festgenommen, der im Verdacht steht, Flaschen auf Polizeibeamte geworfen zu haben. Der 32-Jährige wurde ebenfalls nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen, da keine Haftgründe vorlagen und er erhielt ebenfalls ein Aufenthaltsverbot bis zum 09.07.2017 für den Bereich rund um die Messehallen.

Ferner kam er es um 23:45 Uhr im Bereich Schanzenstraße/Bartelsstraße zur vorläufigen Festnahme einer 32-jährigen Deutschen, die eine Flasche geworfen, jedoch keinen Treffer erzielt haben soll. Die 32-Jährige wurde nach erfolgter Identitätsfeststellung vor Ort entlassen.

Gegen 23:52 Uhr wurde ein 41-jähriger Deutscher vorläufig festgenommen, der Beim Grünen Jäger mit Flaschen auf Polizeibeamte geworfen haben soll. Für den 41-Jährigen wurde bis zum 09.07.2017 ein Aufenthaltsverbot für das Gebiet rund um die Messehallen ausgesprochen.

Im Rahmen der Versammlungen wurden insgesamt vier Polizeibeamte leicht verletzt. Drei von ihnen erlitten ein Knalltrauma, ein Beamter wurde durch einen Flaschenwurf am Oberschenkel verletzt.

Uh.

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