International, Klima

Zwei Jahre nach Abschluss des Pariser Klimaabkommens lädt Frankreichs Präsident Macron zu einem Gipfel.

12.12.2017 - 06:48:07

Klimagipfel in Paris - Berlin will mehr Einsatz der Finanzbranche beim Klimaschutz. Finanzfragen stehen im Mittelpunkt. Die deutsche Umweltministerin Hendricks fordert ein Mitziehen der Banken.

  • Verkehr in Moskau - Foto: Pavel Golovkin

    Kein Zustand auf Dauer: Verkehrsstau auf einer großen Straße in Moskau, im Hintergrund qualmen große Kraftwerke. Foto: Pavel Golovkin

  • Riesiges Solarkraftwerk - Foto: Abdeljalil Bounhar

    Strom aus Wüstensonne: Das gigantische Solarkraftwerk Noor 3 in der Nähe von Ouarzazate in Marokko. Foto: Abdeljalil Bounhar

  • Smog in Neu Delhi - Foto: Dichter Smog in Neu Delhi: Die Millionenmetropole muss immer öfter zu Notmaßnahmen wie Fahrverboten greifen. Foto: Harish Tyagi

    Dichter Smog in Neu Delhi: Die Millionenmetropole muss immer öfter zu Notmaßnahmen wie Fahrverboten greifen. Foto: Harish Tyagi

  • Solarkraft-Komplex in Marokko - Foto: Teresa Dapp

    So könnte es gehen Bei Ouarzazate in Marokko entsteht der größte Solarkraft-Komplex der Welt. Foto: Teresa Dapp

  • Hilfeschrei - Foto: Hilfeschrei: Mohamed Nasheed, Staatsoberhaupt der Malediven, bei der weltweit ersten Unterwasser-Kabinettssitzung einer Regierung. Foto: epa

    Hilfeschrei: Mohamed Nasheed, Staatsoberhaupt der Malediven, bei der weltweit ersten Unterwasser-Kabinettssitzung einer Regierung. Foto: epa

  • Smog in Delhi - Foto: Autos, Motorräder und Rikschas in Neu-Delhi: Nicht nur der Verkehr sorgt in der indischen Hauptstadt für krass überhöhte Schadstoffwerte. Foto: ND-KK

    Autos, Motorräder und Rikschas in Neu-Delhi: Nicht nur der Verkehr sorgt in der indischen Hauptstadt für krass überhöhte Schadstoffwerte. Foto: ND-KK

  • Dürre und Hunger in Kenia - Foto: Stephen Morrison

    Dürre und Hunger in Kenia: Experten sehen auch im Klimawandel Gründe für die Flüchtlingsströme. Foto: Stephen Morrison

  • Eisbär - Foto: David Goldman

    Wie lange hält das Eis noch? Ein Eisbär in der Meerenge Victoria Strait im nördlichen Kanada. Foto: David Goldman

  • Abholzung im Regenwald - Foto: Werner Rudhart

    Abholzung im brasilianischen Regenwald. Foto: Werner Rudhart

  • Flut in Tuvalu - Foto: Kyodo

    Kinder spielen auf einem vom Meerwasser überflutetem Platz in Funafuti, der Hauptstadt des pazifischen Inselstaats Tuvalu. Foto: Kyodo

  • Hilfeschrei - Foto: Hilfeschrei: Mohamed Nasheed, Staatsoberhaupt der Malediven, bei der weltweit ersten Unterwasser-Kabinettssitzung einer Regierung. Foto: epa

    Hilfeschrei: Mohamed Nasheed, Staatsoberhaupt der Malediven, bei der weltweit ersten Unterwasser-Kabinettssitzung einer Regierung. Foto: epa

Verkehr in Moskau - Foto: Pavel GolovkinRiesiges Solarkraftwerk - Foto: Abdeljalil BounharSmog in Neu Delhi - Foto: Dichter Smog in Neu Delhi: Die Millionenmetropole muss immer öfter zu Notmaßnahmen wie Fahrverboten greifen. Foto: Harish TyagiSolarkraft-Komplex in Marokko - Foto: Teresa DappHilfeschrei - Foto: Hilfeschrei: Mohamed Nasheed, Staatsoberhaupt der Malediven, bei der weltweit ersten Unterwasser-Kabinettssitzung einer Regierung. Foto: epaSmog in Delhi - Foto: Autos, Motorräder und Rikschas in Neu-Delhi: Nicht nur der Verkehr sorgt in der indischen Hauptstadt für krass überhöhte Schadstoffwerte. Foto: ND-KKDürre und Hunger in Kenia - Foto: Stephen MorrisonEisbär - Foto: David GoldmanAbholzung im Regenwald - Foto: Werner RudhartFlut in Tuvalu - Foto: KyodoHilfeschrei - Foto: Hilfeschrei: Mohamed Nasheed, Staatsoberhaupt der Malediven, bei der weltweit ersten Unterwasser-Kabinettssitzung einer Regierung. Foto: epa

Paris - Beim Pariser Klimagipfel pocht Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf ein verstärktes Engagement der Finanzbranche beim Klimaschutz.

«Es geht um alle Investitionen weltweit, die in klimafreundliche Bahnen gelenkt werden müssen», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Zwei Jahre nach der Einigung auf das Pariser Klimaabkommen empfängt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Dienstag mehr als 50 Staats- und Regierungschefs zum «One Planet Summit». Das Treffen mit rund 4000 Teilnehmern auf einer Seine-Insel westlich der französischen Hauptstadt wird vor allem Finanzfragen des Klimaschutzes debattieren.

Dazu werden mehrere Ankündigungen erwartet, beispielsweise zu mehr Investitionen in erneuerbare Energien. Das eintägige Treffen wird von rund 2900 Polizisten geschützt werden. «Wir lehnen die Klimaerwärmung ab», sagte Macron am Montagabend. «Man kann produzieren (und) Jobs schaffen, es anders machen, wenn man es entscheidet.»

Hendricks sagte: «Anders als bei klassischen Klimaverhandlungen stehen in Paris nicht nur Staaten, sondern auch Unternehmen und Banken im Fokus.» Sie vertritt Deutschland bei der Konferenz. Der Gipfel zeige, dass das Pariser Abkommen in den Köpfen der Wirtschafts- und Finanzwelt angekommen sei. «Seine Umsetzung ist unaufhaltsam ? trotz des angekündigten Ausstiegs der USA.»

Im Pariser Klimaabkommen hatte sich die Weltgemeinschaft im Dezember 2015 das Ziel gesetzt, den durch Treibhausgase verursachten Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad zu beschränken. US-Präsident Donald Trump kündigte im Sommer den Ausstieg an und sorgte damit weltweit für Widerspruch - er ist in Paris nicht dabei.

Am Vorabend des Gipfels äußerte sich Macron derweil überzeugt, dass Trump früher oder später seine Absage an das Pariser Klimaabkommen zurücknehmen wird. Neuverhandlungen über bessere Bedingungen für die USA lehnte er am Montag in einem Interview des US-Senders CBS aber kategorisch ab.

Macron wies darauf hin, dass es bei Neuverhandlungen mehr als 190 beteiligte Länder gäbe. «Es tut mir leid, ich bin nicht bereit, mit so vielen Leuten am Tisch neu zu verhandeln. Wenn du einen Vertrag unterzeichnet hast, musst du ihn respektieren», sagte Macron.

Die USA seien ein großartiges Land, so der Präsident. «Sie haben den Pariser Vertrag unterzeichnet. Es ist extrem aggressiv, allein zu entscheiden, einfach auszusteigen, und es geht nicht an, die anderen zu Neuverhandlungen zu drängen, weil einer beschlossen hat, den Saal zu verlassen. Es tut mir leid, das zu sagen. So geht es nicht.»

Es handle sich um eine große geschichtliche Verantwortung, sagte Macron, «und ich bin ziemlich sicher, dass mein Freund Präsident Trump seine Meinung in den kommenden Monaten oder Jahren ändern wird. Ich hoffe es.»

Frankreich stellt unterdessen 18 internationalen Umweltwissenschaftlern Forschungsmöglichkeiten zur Verfügung, wie Macron am Montagabend in Paris ankündigte. Die meisten der ausgezeichneten Wissenschaftler arbeiten bisher in den USA.

Bereits vor dem Gipfel forderten mehr als 50 internationale Unternehmen mehr Engagement gegen den Klimawandel. Unter ihnen sind Adidas, Unilever, H&M, Michelin, Philips, Puma oder Virgin.

@ dpa.de

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