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Geschichte, Deutsche Einheit

Zum Tag der Deutschen Einheit werden die Feierlichkeiten coronabedingt klein gehalten.

03.10.2021 - 04:42:06

Nationalfeiertag - Merkels «große Schlussrede» zum Tag der Deutschen Einheit. In Halle hält Kanzlerin Merkel nach der desaströsen Wahlniederlage ihrer Partei eine letzte große Rede.

Halle - Zum 31. Jahrestag der Deutschen Einheit steht der zentrale Festakt in Halle (Saale) in diesem Jahr erneut im Zeichen der Corona-Pandemie.

Corona trübt die Stimmung

Wegen der Hygiene- und Abstandsregeln können die Feierlichkeiten bei weitem nicht in der Dimension wie vor Pandemiebeginn gefeiert werden. Nur 180 Gäste sind daher beim ökumenischen Gottesdienst in der Pauluskirche und 340 Gäste beim Festakt in der Georg-Friedrich-Händel-Halle dabei. Darunter sind unter anderem die Spitzen des Staates. Auch die beiden Kanzlerschaftsanwärter Olaf Scholz (SPD) und Armin Laschet (CDU) haben zugesagt.

Höhepunkt des Festaktes wird eine 20-minütige Ansprache der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sein. Der Gastgeber der Feierlichkeiten, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), hatte die Rede vor wenigen Tagen als «letzte große Schlussrede der Kanzlerin» bezeichnet. «Ein historischer Akt», der sicher auch internationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen werde. Neben Merkel wird auch Haseloff bei dem Festakt sprechen. Die ARD überträgt den Gottesdienst live, das ZDF den Festakt.

Großes Fest nicht verantwortbar

Für die Bevölkerung bleibt wegen der Pandemie das bis 2019 übliche große Bürgerfest wie schon 2020 in Potsdam aus. Ein großes Fest sei zum aktuellen Zeitpunkt nach Ansicht der Organisatoren nicht verantwortbar. Begleitet werden die Festlichkeiten stattdessen von einer dreiwöchigen Ausstellung in der Innenstadt - der EinheitsEXPO. Auf ihr präsentieren sich die Länder und Verfassungsorgane in verglasten Schiffscontainern. Mit diesem Konzept sollen die Besucherströme zeitlich und räumlich entzerrt werden.

Die Polizei will mit rund 2600 Beamten zur Einheitsfeier im Einsatz sein. Mehrere Demonstrationen sind bereits angemeldet. Ein Bündnis gegen Rechts hatte außerdem darauf hingewiesen, dass rechte Gruppierungen vor den Feierlichkeiten bereits ihre Anhänger mobilisierten. Die Polizei beobachte nach eigener Aussage unter anderem solche Kanäle entsprechend, wollte aber über einen möglichen Großeinsatz am Sonntag nicht spekulieren.

© dpa-infocom, dpa:211003-99-458185/4

@ dpa.de