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Neue Osnabr?cker Zeitung

Zugriff auf Adresslisten der Post: Niedersachsens Gesundheitsministerin r?umt Fehler bei Impfanschreiben ein

26.01.2021 - 03:07:27

Zugriff auf Adresslisten der Post: Niedersachsens Gesundheitsministerin r?umt Fehler bei Impfanschreiben ein. Osnabr?ck - Zugriff auf Adresslisten der Post: Niedersachsens Gesundheitsministerin r?umt Fehler bei Impfanschreiben ein Carola Reimann (SPD): "Das werden wir sicher nicht noch einmal machen" - Ministerin denkt aber nicht an Konsequenzen: "Wer nicht mit Kritik umgehen kann, sollte besser nicht in die Politik ...

Osnabr?ck - Zugriff auf Adresslisten der Post: Niedersachsens Gesundheitsministerin r?umt Fehler bei Impfanschreiben ein

Carola Reimann (SPD): "Das werden wir sicher nicht noch einmal machen" - Ministerin denkt aber nicht an Konsequenzen: "Wer nicht mit Kritik umgehen kann, sollte besser nicht in die Politik gehen"

Hannover. Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann denkt trotz des Vorwurfs, sie versage im Kampf gegen die Corona-Pandemie, nicht daran hinzuwerfen. "Wer nicht mit Kritik umgehen kann, sollte besser nicht in die Politik gehen, das geh?rt zum Gesch?ft", sagte die SPD-Politikerin im Interview mit der "Neuen Osnabr?cker Zeitung" (NOZ). Gleichzeitig ging die Ministerin, in deren Haus der Corona-Krisenstab der Landesregierung angesiedelt ist, in die Offensive. "Mich st?rt aber schon, dass manche Dinge nur wenig wahrgenommen werden. Wir stehen in Niedersachsen sowohl bei der Zahl der Neuinfektionen als auch mit Blick auf die Todeszahlen noch vergleichsweise gut da. Auch bei den t?glichen Impfungen und der Quote von geimpften Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeheimen liegen wir im Vergleich der L?nder regelm??ig in der Spitzengruppe", erkl?rte die 53-J?hrige, die sich zu Beginn der Impfkampagne daf?r rechtfertigen musste, dass Niedersachsen das bundesweite Schlusslicht bei der Impfquote gebildet hatte.

Die Spitzenpolitikerin musste sich nach dem verpatzten Impfstart in Niedersachsen zudem daf?r verantworten, dass das Land f?r die Impfanschreiben an die ?ber 80-J?hrigen auf eine unvollst?ndige Adressdatei der Deutschen Post zur?ckgegriffen hatte. Kostenpunkt ohne Porto: fast 30.000 Euro. Allerdings wurden auch bereits Verstorbene angeschrieben und erhielten B?rger Post, die noch gar nicht impfberechtigt sind. Reimann r?umte ein, dass das nicht optimal gelaufen sei, und sagte mit Blick auf die noch ausstehenden Impfbriefe an ?ber 70- und ?ber 60-J?hrige: "Das werden wir sicher nicht noch einmal machen."

Gleichzeitig k?ndigte die Ministerin eine Nachbesserung in der Impfstrategie des Landes an. So sollen die Impfzentren in Niedersachsen, die noch vergleichsweise viele Alten- und Pflegeheime in ihrem Einzugsgebiet haben, die noch nicht von den mobilen Teams aufgesucht wurden, in den n?chsten Wochen bevorzugt mit Impfstoff beliefert werden. Generell werde das Land aber an seinem Verteilmechanismus f?r den Corona-Impfstoff festhalten. "Die Einwohnerzahl ist der transparenteste und gerechteste Schl?ssel", bekr?ftigte Reimann.

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