Konflikte, Katar

Wolfenbüttel - Inmitten der Krise um Katar trifft sich Bundesaußenminister Sigmar Gabriel heute in Wolfenbüttel mit seinem Amtskollegen aus dem Golfstaat.

09.06.2017 - 07:27:20

Inmitten der Krise - Gabriel trifft katarischen Außenminister Al-Thani

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Scheich Mohammed Al-Thani sollen nach Angaben des Auswärtigen Amtes aktuelle regionale und internationale Fragen sowie die bilateralen Beziehungen stehen.

Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und andere arabische Staaten hatten am Montag alle Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die Grenzen sind geschlossen, der Flugverkehr ist eingestellt.

Heute haben Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrain Sanktionen gegen das Emirat verhängt. 59 Personen und 12 Organisationen mit angeblichen Verbindungen zu Katar wurden auf eine «Terrorliste» gesetzt. Sie alle würden von dem Golf-Emirat finanziert oder seien dort ansässig und hätten Kontakte zu Terroristen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der vier Länder, die in der Nacht verbreitet wurde. Für die betroffenen Personen und Organisationen bedeutet der Eintrag auf der «Terrorliste» vor allem Kontensperren und erschwerte Auslandsgeschäfte.

Die vier Staaten begründeten den Schritt mit ihrer «Entschlossenheit, den Terrorismus zu bekämpfen, seine Finanzierungsquellen auszutrocknen und extremistische Ideologien zu bekämpfen». Verwiesen wurde auf «anhaltende Verstöße der Behörden in Doha gegen die von ihnen unterzeichneten Verpflichtungen und Abkommen».

Saudi-Arabien, Bahrain, die VAE, Ägypten und der Jemen hatten am Montag alle Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die nationalen Fluggesellschaften stoppten den Luftverkehr. Zudem schlossen die Nachbarländer die Grenzen. Die Staaten warfen Katar vor, Terroristen zu unterstützen.Es handelt sich um die schwerste diplomatische Krise am Golf seit Jahren. Die Länder werfen dem Emirat die Unterstützung von Terrororganisationen wie dem Islamischen Staat (IS) vor. Zudem stoßen sie sich an den Beziehungen Katars zum Iran.

Die Bundesregierung hält die harten Maßnahmen nicht für zielführend. Sie ruft die beteiligten Staaten zum Dialog und Abbau der diplomatischen Spannungen auf.

@ dpa.de

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