Ihr Broker

  • Sonderkonditionen
  • Mehrfach reguliert
  • Sehr finanzstark
  • Reguliert in CYPERN & Australien

Mehr Erfahren >>

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

trading-house Börsenakademie

Gemeinsam erfolgreich

MARKETS.COM
Parteien, SPD

Wie soll die SPD ihre Führungsfrage klären? Immer deutlicher zeichnet sich ein monatelanges Schaulaufen ab.

13.06.2019 - 08:10:05

Nach Nahles-Rücktritt - 22.000 SPD-Mitglieder beteiligen sich an Umfrage zum Vorsitz

Berlin - Bei der SPD haben sich bis kurz vor Einsendeschluss mehr als 22.000 Mitglieder an einer parteiinternen Online-Umfrage zur Bestimmung des künftigen Parteivorsitzes beteiligt. Das sagte Generalsekretär Lars Klingbeil der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

«Es zeichnet sich ab, dass in der Partei ein großer Wunsch besteht, die Mitglieder stark zu beteiligen», sagte Klingbeil. «Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Das reicht von Regionalkonferenzen über die Briefwahl.»

Er wolle aber nichts vorwegnehmen, so Klingbeil. «Wir werden in den kommenden Tagen im Willy-Brandt-Haus die Vorschläge auswerten.» Klar sei: «Am Ende steht ein Parteitag.»

Nach dem Rücktritt von Parteichefin Andrea Nahles waren die Mitglieder aufgefordert worden, bis zu einschließlich diesem Donnerstag ihre Ideen zum Verfahren an die Parteizentrale zu schicken. «Viele Mitglieder beteiligen sich, weil sie die Umbruchphase als Chance begreifen», sagte Klingbeil. «Das zeigt, die SPD ist sehr lebendig.»

Viele hätten sich auch im persönlichen Gespräch, auf Twitter oder Instagram geäußert. «Da geht es um die Frage der Doppelspitze, da geht es um Verfahren, um die Parteibasis breit zu beteiligen, da sind vielleicht auch schon konkrete Personalvorschläge dabei», sagte Klingbeil.

Die SPD sei handlungsfähig. «Wir haben drei Vorsitzende, die die Partei organisieren und vorantreiben, wir haben einen Fraktionsvorsitzenden, der sofort die Führung übernommen hat.» Die drei Vize-Vorsitzenden Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel führen die krisengeplagte Partei derzeit kommissarisch, der Abgeordnete Rolf Mützenich die Fraktion.

Klingbeil sagte: «Vor der Partei liegt eine spannende Phase, weil wir die Türen jetzt öffnen.» Eine breite Beteiligung biete die Chance, dass sich die Mitglieder mit den Bewerbern stärker identifizieren. An das bevorstehende Kandidatenrennen habe er den Anspruch eines fairen Wettbewerbs. «Es sollte darum gehen, unterschiedliche Charaktere zu zeigen, mit unterschiedlichen politischen und programmatischen Schwerpunkten - und dann zu gucken: Wer berührt die Seele der Partei am stärksten?»

Klar sei, dass man eine Auswahl nur dann habe, wenn mindestens zwei Personen antreten. «Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass wir am Ende nicht genügend qualifizierte und kompetente Bewerberinnen und Bewerber haben werden», sagte Klingbeil. «Aber zuerst geht es für mich darum, das Verfahren zu beschließen.» Das werde der Vorstand wie angekündigt am 24. Juni tun. «Und dann können sich alle, die ein Interesse an einer Kandidatur haben, melden.» Mehrere mögliche Anwärter wie Schwesig, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil oder Finanzminister Olaf Scholz hatten bereits gesagt, dass sie keine Wechselpläne haben.

«Wenn wir uns am 24. für eine breite Mitgliederbeteiligung entscheiden, braucht das auch Zeit», sagte Klingbeil weiter. Dann müssten die Kandidatinnen und Kandidaten in der Partei unterwegs sein und sich vorstellen. «Wenn wir ein transparentes Verfahren wählen, gibt es gute Gründe, den Parteitag im Dezember zu belassen.» Im Gespräch war auch ein Vorziehen des für Dezember geplanten Konvents, bei dem auch eine Halbzeitbilanz der großen Koalition gezogen werden soll.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Mattheis: Verfahren zur Nahles-Nachfolge für SPD existenziell Die SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis hält das bevorstehende Verfahren zur Bestimmung einer neuen Parteispitze für existenziell für die Sozialdemokratie. (Politik, 25.06.2019 - 13:31) weiterlesen...

Schwierige Kandidatensuche - Schwan sinniert über SPD-Doppelspitze mit Juso-Chef Kühnert Berlin - Die SPD-Politikerin Gesine Schwan kann sich nach eigenen Worten nicht vorstellen, dass Juso-Chef Kevin Kühnert Interesse hat, Teil einer Doppelspitze der Sozialdemokraten zu sein - schließt das aber im Prinzip nicht aus. (Politik, 25.06.2019 - 13:26) weiterlesen...

Kandidatensuche - Schwan bezweifelt Interesse Kühnerts an SPD-Doppelspitze Berlin - Die SPD-Politikerin Gesine Schwan kann sich nach eigenen Worten nicht vorstellen, dass Juso-Chef Kevin Kühnert Interesse hat, Teil einer Doppelspitze der Sozialdemokraten zu sein. (Politik, 25.06.2019 - 11:24) weiterlesen...

SPD will Doppelspitze ermöglichen. Der neue Parteivorsitz soll nach einer Mitgliederbefragung auf einem Parteitag Anfang Dezember gewählt werden, wie die kommissarischen Parteichefs Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel mitteilten. Schäfer-Gümbel sagte, dass sich erstmals auch Teams um den Vorsitz bewerben könnten. Aber auch Einzelkandidaturen werde es geben können. Eine Neuwahl war notwendig geworden, nachdem Andrea Nahles Anfang des Monats als Partei-und Fraktionschefin zurückgetreten war. Berlin - An der Spitze der SPD soll künftig auch eine Doppelspitze stehen können. (Politik, 24.06.2019 - 16:48) weiterlesen...

SPD kann künftig von Doppelspitze geleitet werden Der SPD-Parteivorstand hat am Montag das Verfahren zur Wahl des neuen Vorsitzes beschlossen. (Politik, 24.06.2019 - 16:28) weiterlesen...

SPD will Doppelspitze ermöglichen. Der neue Parteivorsitz soll nach einer Mitgliederbefragung auf einem Parteitag Anfang Dezember gewählt werden, wie die kommissarischen Parteichefs Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel am Montag mitteilten. Berlin - An der Spitze der SPD soll künftig auch eine Doppelspitze stehen können. (Politik, 24.06.2019 - 16:20) weiterlesen...