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Gesundheit, Krankheiten

Wie hat sich das Coronavirus im vergangenen FrĂŒhjahr in Europa ausgebreitet? Haben die Grenzschließungen Mitte MĂ€rz etwas genutzt? Forscher haben eine eindeutige Antwort.

14.02.2021 - 05:18:09

Corona-Pandemie - Studie: Grenzschließungen Anfang 2020 kamen zu spĂ€t

Basel - Die Grenzschließungen in Europa vor rund einem Jahr kamen einer Studie zufolge zu spĂ€t, um das Coronavirus nachhaltig aufzuhalten.

Bereits am 8. MĂ€rz 2020 habe es in Europa etwa genauso viele lokale Ansteckungen mit dem Virus gegeben wie durch Reisende aus dem Ausland eingeschleppt wurden, berichten Forscher um die Mathematikerin und Biostatistikerin Tanja Stadler von der ETH ZĂŒrich im Fachmagazin «PNAS». Die EU schloss die Grenzen erst am 17. MĂ€rz.

Die Forscher hatten die Ausbreitung des Erregers anhand sequenzierter Virus-Genome nachvollzogen. «Wenn man die Grenzen mit dem Ziel geschlossen hat, das Virus nicht reinzulassen: DafĂŒr war es zu spĂ€t», sagte Stadler der Deutschen Presse-Agentur. Bei Infektionsgeschehen, wie es am 8. MĂ€rz bereits vorhanden war, sei eine Grenzschließung nur noch verbunden mit einer drastischen EinschrĂ€nkung der Kontakte im Land sinnvoll. Dann trage die Reduzierung der Kontakte aus dem Ausland etwas dazu bei, die Ausbreitung zu bremsen.

Stadler hat mit Kolleginnen und Kollegen die Ausbreitung von Sars-CoV-2 in Europa anhand entzifferter Virus-Genome aus 19 europĂ€ischen LĂ€ndern und der Provinz Hubei in China untersucht. Sie arbeitet im ETH-Departement fĂŒr Biosysteme, das in Basel angesiedelt ist.

Aus der Aufarbeitung könnten SchlĂŒsse fĂŒr eine mögliche neue Pandemie gezogen werden, so Stadler. «HĂ€tte man frĂŒher anerkannt, welche GefĂ€hrlichkeit die Pandemie hat, hĂ€tte man den Infektionsherd austrocknen mĂŒssen. Aus epidemiologischer Sicht wĂ€re eine frĂŒhe Abschottung des Ausgangsortes der Pandemie in der chinesischen Provinz Hubei zentral gewesen», sagte die Forscherin. «Es ist extrem wichtig, am Anfang schnell zu handeln, um zu verhindern, dass ein Virus global zirkulieren kann. Aber im Nachhinein weiß man immer mehr.»

In Deutschland sei die erste bekannte Infektionskette - nach der Ansteckung von Mitarbeitern der Firma Webasto in Oberbayern bei einer chinesischen Kollegin - Ende Januar unterbrochen worden. Diese Linie sei wahrscheinlich ausgelaufen und komplett beendet. Es seien aber weitere Infektionen nach Deutschland gebracht worden, aus China und aus Italien, wo der erste große Ausbruch in Europa passierte.

In Italien hĂ€tten die Ansteckungen vor Ort etwa Mitte Februar begonnen. «Ende Februar fing die lokale Zirkulation in Deutschland an», sagte Stadler. Die Virusvariante, die bis zum spĂ€ten FrĂŒhjahr in Europa grassierte, habe sich wahrscheinlich großteils von Hubei aus ĂŒber Italien ausgebreitet.

© dpa-infocom, dpa:210214-99-432813/2

@ dpa.de

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