Konflikte, Kurden-Konflikt

Washington - Am Sonntagabend noch drohte US-Präsident Donald Trump der Türkei mit «wirtschaftlicher Zerstörung» - keine 24 Stunden später will er die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Ankara ausbauen.

15.01.2019 - 07:06:05

Nach Drohung - Kehrtwende: Jetzt strebt Trump mehr Geschäfte mit Türkei an

  • Trump und Erdogan - Foto: US-Präsident Donald Trump (l.) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

    US-Präsident Donald Trump (l.) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

  • Türkischer Panzer - Foto: Ein Panzer der türkischen Armee auf dem Weg nach Afrin in Syrien. Foto: XinHua

    Ein Panzer der türkischen Armee auf dem Weg nach Afrin in Syrien. Foto: XinHua

  • Nahe Manbidsch - Foto: DHA

    Soldaten der Freien Syrischen Armee, die von der Türkei unterstützt wird, sammeln sich in der Nähe der nordsyrischen Stadt Manbidsch mit ihren Fahrzeugen. Foto: DHA

  • US-Militär in Syrien - Foto: Susannah George/AP

    Die USA hatten vor ihrem angekündigten Truppenabzug aus Syrien von der Türkei Garantien für die in Syrien kämpfenden Kurden gefordert. Foto: Susannah George/AP

  • US-Truppen in Syrien - Foto: Arab 24 network/AP

    US-Truppen mit gepanzerten Fahrzeugen gehen in den Außenbezirken der Stadt Manbidsch in Stellung. Foto: Arab 24 network/AP

  • Konflikt in Syrien - Foto: Hussein Malla/AP

    Fahrzeuge der US-Armee in der Nähe von Manbidsch: Nach der Ankündigung des US-Truppenabzugs aus Syrien warnten die Kurden vor einem Wiedererstarken der IS-Terrormiliz. Foto: Hussein Malla/AP

  • Syrien-Einsatz - Foto: Steve McLeod/US Marine Corps

    US-Marinesoldat im Syrien-Einsatz: Mit seiner Entscheidung für einen Truppenabzug war US-Präsident Trump auf Kritik und Unverständnis in der eigenen Partei gestoßen. Foto: Steve McLeod/US Marine Corps

  • Syrische Soldaten - Foto: Ammar Safarjalani/Xinhua

    Syrische Soldaten in Ost-Ghuta: Die Entwicklung zeigt, wie sich nach dem angekündigten Truppenabzug der USA die Allianzen in Syrien neu sortieren. Foto: Ammar Safarjalani/Xinhua

  • US-Militär in Syrien - Foto: Susannah George/AP

    US-Soldaten schauen von ihrer Basis in Syrien zur türkischen Grenze hinüber. Foto: Susannah George/AP

Trump und Erdogan - Foto: US-Präsident Donald Trump (l.) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Foto: Bernd von Jutrczenka/ArchivTürkischer Panzer - Foto: Ein Panzer der türkischen Armee auf dem Weg nach Afrin in Syrien. Foto: XinHuaNahe Manbidsch - Foto: DHAUS-Militär in Syrien - Foto: Susannah George/APUS-Truppen in Syrien - Foto: Arab 24 network/APKonflikt in Syrien - Foto: Hussein Malla/APSyrien-Einsatz - Foto: Steve McLeod/US Marine CorpsSyrische Soldaten - Foto: Ammar Safarjalani/XinhuaUS-Militär in Syrien - Foto: Susannah George/AP

Am Montagabend (Ortszeit) twitterte Trump nach einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, man habe auch über die wirtschaftliche Entwicklung beider Länder gesprochen - «großes Potenzial für einen deutlichen Ausbau!» Tags zuvor hatte er der Türkei im Falle eines Angriffs auf Kurden in Syrien allerdings noch mit «wirtschaftlicher Zerstörung» gedroht und damit scharfe Kritik in Ankara ausgelöst.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte am Montag betont, sein Land werde sich Drohungen nicht beugen. Erdogan hatte im abgelaufenen Jahr eine Offensive gegen die kurdischen Kämpfer der YPG in Nordsyrien angekündigt - einem wichtigen Verbündeten der USA im Kampf gegen den Islamischen Staat. Dennoch hatte Trump vor Weihnachten verkündet, er werde die US-Truppen aus Syrien abziehen. Das hatte erhebliche Sorgen über das Schicksal der Kurden auch in Trumps eigener Regierung und bei seinen Republikanern hervorgerufen.

In dem Telefonat am Montag betonte Trump nach Angaben des Weißen Hauses, den USA sei es wichtig, dass die Türkei die Kurden und die von der YPG kontrollierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) nicht «schlecht behandelt». In der Mitteilung von Erdogans Büro zu dem Telefonat war von diesem Teil des Gesprächs nicht die Rede. Trump twitterte, man habe auch über eine Sicherheitszone von 32 Kilometern gesprochen. Er führte erneut nicht aus, was er damit genau meinte.

@ dpa.de