Parteien, AKK

Vor der Wahl des oder der neuen CDU-Vorsitzenden beim Parteitag in Hamburg hat Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer für einen fairen Umgang in der Partei plädiert.

05.12.2018 - 12:18:42

AKK plädiert vor CDU-Parteitag für fairen Umgang

"Ich will nicht nur am Freitag zur Parteivorsitzenden gewählt werden, ich will mir nach der Wahl im Spiegel noch ins Gesicht schauen können. Es geht hier um eine Frage des anständigen menschlichen Umgangs miteinander", sagte sie am Mittwoch dem Fernsehsender Phoenix.

Kramp-Karrenbauer gilt neben Friedrich Merz als aussichtsreiche Kandidatin für den Parteivorsitz und steht für einen Politikstil, der Angela Merkel ähnlich ist. Sie selbst sieht das anders: "Ich habe mein eigenes Profil und meine eigene Biografie, darin unterscheide ich mich auch von Angela Merkel. Ich habe sehr deutlich gesagt, dass dort, wo die Unterschiede liegen, diese erkennbar sind." Da werde sie auch keine gesteuerte und bewusste Harmonie suchen. "Aber auf der anderen Seite werde ich mich auch nicht künstlich von Punkten distanzieren, die ich politisch mit Angela Merkel teile." Die CDU müsse sich durch konstruktive Kontroversen wieder profilieren und ihr eigenes Gewicht wieder stärker erkennen. Das funktioniere "nicht, indem wir uns so sehr von anderen abgrenzen, sondern indem wir politische Vorschläge machen, die so überzeugend sind, dass andere ihren Weg wieder zu uns finden", so Kramp-Karrenbauer. Ein wichtiges Thema im kommenden Jahr sei für sie Europa. Es sei wichtig, dass man als CDU die Vorstellungen und Vision von Europa noch einmal deutlich mache. "Nicht noch mehr Institutionen und Bürokratie in Brüssel, sondern mehr Ideen in der Zusammenarbeit der europäischen Staaten untereinander. Europa gehört in den Wesenskern der CDU hinein." Kramp-Karrenbauer kündigte außerdem an, im Falle einer Niederlage am Freitag das Amt der Generalsekretärin nicht fortführen zu wollen, der Partei bei Bedarf aber weiter zur Verfügung zu stehen: "Ich möchte die Delegierten davon überzeugen, mich zur Parteivorsitzenden zu wählen. Das ist der Plan A und einen Plan B gibt es nicht."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Grüne wollen eine sozial-ökologische Marktwirtschaft Die Grünen setzen auf mehr Wettbewerb und auf eine sozial-ökologische Marktwirtschaft, um Herausforderungen der Zukunft wie die Klimakrise, das Artensterben und die Digitalisierung zu meistern. (Politik, 23.03.2019 - 17:41) weiterlesen...

CDU-Arbeitnehmerflügel kritisiert JU-Chef Kuban Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Christlich Demokratischem Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, hat die Kritik des neuen Chefs der Jungen Union (JU), Tilman Kuban, an Kanzlerin Merkel scharf zurückgewiesen. (Politik, 23.03.2019 - 14:53) weiterlesen...

Berliner JU-Chef unterstützt Grütters Der Vorsitzende der Jungen Union Berlin, Christoph Brzezinski, hat sich im Machtkampf der CDU in der Hauptstadt auf die Seite von CDU-Landeschefin Monika Grütters geschlagen. (Politik, 22.03.2019 - 14:15) weiterlesen...

Kramp-Karrenbauer: CDU muss beim Klimaschutz offensiver werden Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat ein größeres Engagement ihrer Partei in der Klimapolitik angekündigt: "Es ist richtig, dass die CDU beim Klimaschutz offensiver werden muss", sagte sie der "Zeit". (Politik, 20.03.2019 - 13:31) weiterlesen...

Wagenknecht wirft parteiinternen Gegnern Niedertracht vor Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat eingeräumt, dass auch ihre parteiinternen Widersacher zu ihrem Rückzug von der Fraktionsspitze beigetragen haben. (Politik, 20.03.2019 - 10:21) weiterlesen...

Bütikofer: Orbán darf nicht ungeschoren davonkommen Der Grünen-Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer misst der Entscheidung der Europäischen Volkspartei (EVP) über den Verbleib oder Rauswurf der nach rechts gerückten Fidesz-Partei von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán eine Bedeutung weit über die Parteienfamilie der Christdemokraten und Konservativen hinaus zu. (Politik, 20.03.2019 - 08:37) weiterlesen...