Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Gesundheit, Krankheiten

US-Präsident Trump wird vorgeworfen, durch öffentliche Auftritte ohne Maske ein schlechtes Beispiel in der Pandemie abzugeben.

21.07.2020 - 17:42:11

Kritik an Corona-Maßnahmen - Nach schlechten Umfragewerten: Trump wirbt für Mundschutz. Zugleich wächst die Kritik an seinem Umgang mit der Krise. Nun inszeniert der Präsident sich selber mit Maske - und spricht von «Patriotismus».

Washington Trumps Vorgehen noch gutgeheißen, 45 Prozent hatten es abgelehnt.

Trump hatte im April Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC verkündet, nach denen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen wird. Er hatte aber umgehend deutlich gemacht, dass er selber keine Maske tragen werde. Trump und das Weiße Haus begründen das damit, dass der Präsident regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde.

In den USA werden weiterhin jeden Tag Zehntausende Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Der bisherige Rekord wurde am vergangenen Donnerstag erreicht, als Forscher der Johns-Hopkins-Universität (JHU) mit mehr als 77 000 Neuansteckungen registrierten. Seit Beginn der Pandemie verzeichnete die JHU-Statistik insgesamt mehr als 3,8 Millionen Fälle, mehr als 140 000 Menschen kamen infolge einer Infektion ums Leben.

Trump teilte am Dienstag auf Twitter mit Blick auf die Pandemie dennoch mit: «Im Vergleich zu den meisten anderen Ländern, die sehr leiden, geht es uns sehr gut.» Er warf den «Fake-News»-Medien vor, das nicht zu berichten. In einem weiteren Tweet schrieb er, bei der Suche nach einem Impfstoff und nach Medikamenten zur Behandlung einer Covid-19-Erkrankung würden große Fortschritte gemacht.

Vor dem Hintergrund sinkender Umfragewerte will Trump nach knapp drei Monaten seine Pressekonferenzen in der Corona-Krise wieder aufnehmen. Nach Angaben des Weißen Hauses wollte er am Dienstag (17.00 Uhr Ortszeit/23.00 Uhr MESZ) wieder vor die Medien treten. «Wir hatten sehr erfolgreiche Briefings», sagte Trump am Montag. Rekordzahlen an Zuschauern hätten seine Auftritte im Fernsehen verfolgt.

Die Rückkehr zu den Briefings hatte sich bereits angedeutet: Trump-Beraterin Kellyanne Conway hatte schlechte Umfragewerte darauf zurückgeführt, dass der Präsident nicht mehr bei Briefings der Corona-Arbeitsgruppe im Weißen Haus auftritt. Es sei kein Zufall, dass die Werte besser gewesen seien, als Trump selber die Coronavirus-Problematik angesprochen habe, hatte Conway am Freitag vor Reportern gesagt. «Die Menschen wollen vom Präsidenten der Vereinigten Staaten hören. Es muss nicht täglich sein, es muss nicht für zwei Stunden sein, aber aus meiner Sicht muss es sein.»

Bis Ende April war Trump über Wochen hinweg fast täglich bei den Pressekonferenzen der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses aufgetreten. Teilweise dauerten die Briefings mehr als zwei Stunden und drehten sich nicht nur um die Pandemie. Manche Aussagen brachten dem Präsidenten Kritik ein - etwa eine Überlegung im April, ob es im Kampf gegen das Virus helfen könnte, Menschen Desinfektionsmittel zu spritzen. Offensichtlich verärgert über den Gegenwind erklärte Trump kurz darauf, dass sich der Aufwand der Pressekonferenzen aus seiner Sicht nicht mehr lohne.

Zuletzt fanden Corona-Briefings des Weißen Hauses nur noch selten und ohne Trump statt. Nun soll es laut Trump um Fortschritte bei der Suche nach einem Impfstoff, um Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen und um «das China-Virus» gehen. Außerdem sollten sich führende Vertreter der Pharma-Industrie dort äußern.

© dpa-infocom, dpa:200721-99-865253/4

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Kein großer Wurf - Schultreffen im Kanzleramt ohne große Beschlüsse. Bei einem Treffen im Kanzleramt wurde nun über Schritte zur Digitalisierung der Schulen beraten. Am Ende standen zwar ein paar beeindruckende Zahlen - aber neu waren diese nicht. Die Corona-Krise zwingt die Länder zu mehr Zusammenarbeit in Bildungsfragen. (Politik, 22.09.2020 - 05:10) weiterlesen...

Lehrer werden ausgestattet - «Schulgipfel» vereinbart schnelle Anschaffung von Laptops. Bei einem Treffen im Kanzleramt wurde dafür eine weitere Finanzzusage gemacht. Konkrete Beschlüsse gab es ansonsten nicht. Bund und Länder wollen die Schuldigitalisierung unter dem Eindruck der Corona-Krise vorantreiben. (Politik, 21.09.2020 - 23:40) weiterlesen...

Kritik am Krisenmanagent - Corona-Anstieg: Tschechischer Gesundheitsminister tritt ab. Dennoch stehen in zwei Wochen Regional- und Ergänzungswahlen zum Senat an. Nun muss der Gesundheitsminister gehen - ein Bauernopfer, meint die Opposition. Tschechien steckt mitten in einer Corona-Infektionswelle. (Politik, 21.09.2020 - 19:26) weiterlesen...

Hotspot München - Söders Corona-Strategie - Erst Primus, jetzt Sorgenkind?. Nun sind die Corona-Zahlen in Bayern und speziell in München aber bundesweit mit am höchsten - während in der Stadt die «WirtshausWiesn» gefeiert wird. Söder muss nun eilig nachsteuern. Markus Söder geriert sich gerne als erfolgreicher Vorkämpfer gegen das Coronavirus. (Politik, 21.09.2020 - 18:36) weiterlesen...

Schule während der Pandemie - Lüften und Digitales - Schulgipfel berät über Corona-Lage. Auch Schulen wurden wegen Ansteckungsfällen schon wieder geschlossen. Vor einem Treffen zur Lage der Schulen im Kanzleramt betonen aber alle Beteiligten: Flächendeckende Schließungen soll es nicht mehr geben. Die Corona-Zahlen steigen an. (Politik, 21.09.2020 - 17:20) weiterlesen...

Bayern-Sevilla in Budapest - Europäischer Supercup - Söder warnt vor «Fußball-Ischgl». Einige Fans lassen sich für den Trip testen, andere stornieren die Risiko-Reise. Der Club hält den Tross klein. Ein Gesundheitsexperte hegt einen Wunsch. Das Supercup-Finale des FC Bayern in Budapest ruft bei Ministerpräsident Söder «Bauchschmerzen» hervor. (Sport, 21.09.2020 - 16:34) weiterlesen...