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Verteidigung, Nato

US-Präsident Trump will Tausende Soldaten aus Deutschland abziehen.

29.07.2020 - 15:34:07

Angekündigter Truppenabzug - USA wollen mehr noch mehr Soldaten aus Deutschland abziehen. Nun erläutert US-Verteidigungsminister Mark Esper Einzelheiten zu dem Plan, der Regionen in Bayern und der Eifel hart treffen würde.

Berlin - Die Zahl der US-Soldaten in Deutschland soll um fast 12 000 verringert werden - und damit deutlich stärker als bislang bekannt.

Rund 6400 Soldaten sollen in die USA zurückgeholt werden, weitere 5400 sollen in andere europäische Länder verlegt werden, wie Verteidigungsminister Mark Esper am Mittwoch in Washington erklärte. Bislang hatte die US-Regierung von einem Abzug von rund 10 000 der etwa 36 000 Soldaten in Deutschland gesprochen.

Zuvor hatte der SWR berichtet, dass von dem Abzug mehrere Standorte in Bayern und Rheinland-Pfalz betroffen sein ürden. Demnach handelt es sich unter anderem um den Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem in der Eifel sowie die Standorte Vilseck und Grafenwöhr in Bayern.

In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F-16-Kampfjet-Staffel mit gut 20 Flugzeugen. Zur Air Base gehören rund 4000 US-Soldaten. Die Angehörigen eingerechnet leben und arbeiten fast 11.000 Menschen auf dem Stützpunkt. Der Flugplatz ist Arbeitgeber für weit mehr als 800 Deutsche.

Der US-Flugplatz gilt als strategisch wichtiger Luftwaffenstützpunkt der amerikanischen Streitkräfte in Europa. Das Geschwader unterstützt weltweit Einsätze der US-Luftwaffe und der Nato, vom Irak über Bosnien bis Afghanistan.

Der bayerische Standort Grafenwöhr in der Oberpfalz gilt als einer der größten US-Truppen-Standorte in Europa. Laut Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) sind in der 6500-Einwohner-Stadt sowie am benachbarten Standort Vilseck mehr als 10.000 Soldaten stationiert. Für die Region sei das ein enormer Wirtschaftsfaktor. So seien etwa 3000 Einheimische bei der US-Armee und deren Vertragspartnern beschäftigt.

US-Präsident Donald Trump hatte den Teilabzug im Juni angekündigt und ihn mit den aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands begründet. Führende Demokraten im US-Kongress wollen den Truppenabzug per Gesetz stoppen. Aber auch in Trumps Republikanischer Partei gibt es Skeptiker.

© dpa-infocom, dpa:200729-99-960680/5

@ dpa.de

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