International, USA

US-Präsident Trump setzt seinen Besuch in Saudi-Arabien fort.

21.05.2017 - 11:46:05

US-Präsident in Saudi-Arabien - Spannung vor Trump-Grundsatzrede zum Islam. Bereits gestern hatte er mit Riad einen milliardenschweren Verkauf von Rüstungsgütern vereinbart. Damit will er in den USA Jobs schaffen.

  • Trump in Saudi-Arabien - Foto: Donald Trump bei der Willkommenszeremonie im Murabba-Palast in Riad. Foto: Evan Vucci

    Donald Trump bei der Willkommenszeremonie im Murabba-Palast in Riad. Foto: Evan Vucci

  • Präsident und Kronprinz - Foto: Evan Vucci

    Der US-Präsident wird vom stellvertretenden saudi-arabischen Kronprinz und Verteidigungsminister Mohammed bin Salman begrüßt. Beide Länder habne sich auf ein Waffengeschäft mit einem Volumen über 110 Milliarden Dollar geeinigt. Foto: Evan Vucci

  • Treffen in Riad - Foto: Evan Vucci

    Donald Trump und Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi während eines Treffens in Saudi-Arabien. Foto: Evan Vucci

  • Willkommenszeremonie - Foto: Saudi Press Agency

    US-Präsident Donald Trump mit einem traditionellen Schwert bei einer Willkommenszeremonie im Murabba-Palast in Riad. Foto: Saudi Press Agency

Trump in Saudi-Arabien - Foto: Donald Trump bei der Willkommenszeremonie im Murabba-Palast in Riad. Foto: Evan VucciPräsident und Kronprinz - Foto: Evan VucciTreffen in Riad - Foto: Evan VucciWillkommenszeremonie - Foto: Saudi Press Agency

Riad - US-Präsident Donald Trump hat auch am zweiten Tag seines Besuchs in Saudi-Arabien Waffengeschäfte in den Mittelpunkt seiner Treffen mit arabischen Staatsführern gestellt.

Zugleich bemüht er sich darum, die Beziehungen zwischen Washington und der arabischen Welt zu stärken. Er nahm eine Einladung des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi an, das Land am Nil bald zu besuchen. Mit den Golfstaaten unterzeichneten die USA ein Abkommen zur Überwachung der Finanzströme von Terrorgruppen, wie der TV-Sender Al-Arabija meldete.

Vor dem Gespräch mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, erklärte Trump am Morgen nach Angaben von mitreisenden Journalisten: «Eine der Sachen, über die wir diskutieren werden, ist der Kauf von jeder Menge wunderschöner militärischer Ausrüstung, weil das niemand macht wie die Vereinigten Staaten.» Für die USA bedeute das «Jobs», für die Region «großartige Sicherheit», sagte Trump weiter.

Die USA und Saudi-Arabien hatten bereits gestern - dem ersten Tag von Trumps Besuch in Riad - ein gigantisches Waffengeschäft in Höhe von rund 110 Milliarden Dollar (knapp 100 Milliarden Euro) abgeschlossen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll Saudi-Arabien sogar Waffen im Wert von etwa 350 Milliarden Dollar aus den USA kaufen.

Trump geht es dabei nach eigener Aussage um die Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA. US-Außenminister Rex Tillerson bezeichnete den Waffendeal als «eine starke Botschaft an unseren gemeinsamen Feind» Iran. Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen in der Region.

Unter Trumps Vorgänger Barack hatten sich die traditionell engen Beziehungen von Saudi-Arabien und den anderen Golfstaaten zu den USA deutlich abgekühlt. Die arabischen Länder lehnten Obamas Annäherung an den Iran und das Atomabkommen mit Teheran vehement ab. Trump hingegen hat sich mehrfach kritisch zur iranischen Führung geäußert.

Am Sonntag traf Trump zunächst den König des Golfstaats Bahrain, Hamad bin Isa al-Chalifa. Trump sagte dem Monarchen nach Angaben von mitreisenden Journalisten, es habe in der Vergangenheit einige kleine Belastungen bei den bilateralen Beziehungen gegeben, diese gehörten unter der neuen Administration nun der Vergangenheit an.

Beim Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Al-Sisi lobte Trump die Sicherheit in Ägypten, die «sehr stark» zu sein scheine. Al-Sisi rühmte Trump als «einzigartige Persönlichkeit, die in der Lage ist, das Unmögliche zu tun». Ägyptens autokratischer Staatschef und Trump pflegen seit dessen Amtsantritt enge Beziehungen.

Nach einem Treffen mit den Golf-Kooperationsrat (GCC) wird Trump am Nachmittag an einem US-islamischen Gipfel mit Dutzenden Staatschefs teilnehmen, auf dem Trump auch eine mit Spannung erwartete Grundsatzrede zum Islam halten wird. Zugleich will er nach US-Medienberichten die Führer arabischer Staaten aufrufen, sich dem Kampf gegen den Terrorismus anzuschließen sowie dem Einfluss des Irans in der Region entgegenzutreten.

Der US-Präsident war in der Vergangenheit wiederholt mit anti- islamischen Äußerungen aufgefallen. Das Treffen in Riad soll deshalb auch als Neustart der Beziehungen zur islamischen Welt dienen.

@ dpa.de

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