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Militär, Nato

US-Präsident Donald Trump strebt einen schnellen Abzug aus Afghanistan an.

14.02.2019 - 10:22:06

Ministertreffen in Brüssel - Nato berät über Zukunft des Afghanistan-Einsatzes. Lässt sich das Ziel über die laufenden Verhandlungen mit den radikalislamischen Taliban erreichen? Bei der Nato wird es heute kritische Frage geben.

Brüssel - Zum Ende eines zweitägigen Treffens in Brüssel beraten die Verteidigungsminister der Nato-Staaten heute über die laufenden Bündniseinsätze.

Ein Schwerpunkt der Gespräche dürften dabei die US-amerikanischen Bemühungen werden, die radikalislamischen Taliban zu einer politischen Beilegung des Afghanistan-Konflikts zu bewegen. Dies soll den Weg für einen amerikanischen Truppenabzug ebnen, der wiederum erhebliche Konsequenzen für den Ausbildungseinsatz der Nato in Afghanistan haben dürfte.

Laut offiziellen Angaben des Bündnisses waren die USA zuletzt mit 8475 Soldaten an der Resolute Support Mission (RSM) beteiligt. Sie stellten damit rund die Hälfte der aktuell 16.919 Kräfte.

In der Nato werden die US-Pläne für Afghanistan zum Teil sehr kritisch gesehen. Dort wird unter anderem befürchtet, dass es im Fall eines schnellen Truppenabzugs wieder zu Rückschritten bei Demokratie und Menschenrechten kommen könnte.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wollte am Mittwoch nicht über einen möglicherweise bevorstehenden Teilabzug amerikanischer Soldaten spekulieren. «Es gibt bislang keine Entscheidung über irgendeine Art von Rückzug», sagte er. Zugleich verwies er darauf, dass die Nato voll hinter den US-Bemühungen für eine friedliche Lösung des Konflikts mit den Taliban stehe. «Wir wollen natürlich nicht für immer in Afghanistan bleiben», sagte er. Ziel der Nato sei es lediglich, den Terrorismus in dem Land zu bekämpfen und dafür afghanische Sicherheitskräfte auszubilden und zu beraten.

Weitere Themen des Ministertreffens werden die Nato-Einsätze im Irak und im Kosovo sowie die Koordinierung mit der EU sein. Zudem soll es ein von Großbritannien organisiertes Arbeitsfrühstück mit Vertretern der Ukraine geben.

@ dpa.de

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