Demonstrationen, Rassismus

«Unteilbar» - unter diesem Motto demonstrieren Tausende auf Berlins Straßen für eine solidarische Gesellschaft.

13.10.2018 - 15:13:21

40.000 Teilnehmern angemeldet - Kundgebung gegen Rassismus in Berlin. Sie haben prominente Unterstützer aus Politik und Kultur. An den Teilnehmern gibt es aber auch Kritik.

  • Bündnis «Unteilbar» - Foto: Paul Zinken

    «Für eine offene und freie Gesellschaft - Solidarität statt Ausgrenzung» ist das Motto des von mehreren Prominenten unterstützten Bündnisses «Unteilbar». Foto: Paul Zinken

  • Demo gegen Rassismus in Berlin - Foto: Paul Zinken

    Teilnehmer der Kundgebung gegen Rassismus ziehen am Roten Rathaus vorbei. Foto: Paul Zinken

Bündnis «Unteilbar» - Foto: Paul ZinkenDemo gegen Rassismus in Berlin - Foto: Paul Zinken

Berlin - In Berlin protestieren heute tausende Menschen gegen Rassismus und Ausgrenzung. An die Auftaktkundgebung schließt sich eine Demonstration an, die über die Leipziger Straße, den Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor und dann zur Siegessäule führen soll.

Für den Ausklang sind Auftritte prominenter Musiker wie Herbert Grönemeyer geplant. Die Veranstaltung ist mit 40.000 Teilnehmern angemeldet.

Unter dem Motto «Für eine offene und freie Gesellschaft - Solidarität statt Ausgrenzung» hatte das Bündnis «Unteilbar» zu dem Protest aufgerufen. Er richtet sich gegen rechte Hetze, Diskriminierung, das Flüchtlingssterben auf dem Mittelmeer und Kürzungen im Sozialsystem.

Viele Teilnehmer haben Transparente, Plakate und Luftballons dabei. Unter anderem ist zu lesen «Nein zur Hetze gegen Muslime» und «Rassismus ist keine Alternative». Ein riesiges Transparent trägt die Aufschrift «Solidarität mit den Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt». Etliche Organisationen und Parteien sind mit eigenen Wagen vertreten, so das gesellschaftliche Bündnis Attac, die Grünen und die Linke.

Zahlreiche Organisationen, Verbände und Parteien unterstützen den Aufruf. Darunter sind Prominente wie der Schauspieler Benno Fürmann, der Fernsehmoderator Jan Böhmermann und die Band Die Ärzte. Aufseiten der Linken nehmen unter anderem die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher teil.

Außenminister Heiko Maas nannte es ein großartiges Signal, dass so viele auf die Straße gehen. «Wir lassen uns nicht spalten - von rechten Populisten schon gar nicht», sagte Maas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag).

Dagegen unterstützt die Berliner CDU die Demonstration ausdrücklich nicht. Zur Begründung wies ihr Generalsekretär Stefan Evers darauf hin, dass der Anmelder ein Anwalt der «Roten Hilfe» sei, einer Organisation, die «linksextremistische Verbrecher» unterstütze. Zudem werde die Aktion «von vielen anderen dubiosen Organisationen» mitgetragen.

@ dpa.de