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Time to End the Cage Age: ?berw?ltigende Unterst?tzung f?r ein Ende der K?fighaltung in der Landwirtschaft im EU-Parlament

15.04.2021 - 20:42:23

Time to End the Cage Age: ?berw?ltigende Unterst?tzung f?r ein Ende der K?fighaltung in der Landwirtschaft im EU-Parlament. Berlin - Am heutigen Vormittag (15. April 2021) fand die ?ffentliche Anh?rung der Europ?ischen B?rgerinitiative (EBI) "End the Cage Age" im Europ?ischen Parlament statt - sie erhielt ?berw?ltigenden Zuspruch. In der dreist?ndigen Sitzung begr??ten die drei anwesenden EU-Kommissarinnen und -Kommissar die Initiative. Zahlreiche ...

Berlin - Am heutigen Vormittag (15. April 2021) fand die ?ffentliche Anh?rung der Europ?ischen B?rgerinitiative (EBI) "End the Cage Age" im Europ?ischen Parlament statt - sie erhielt ?berw?ltigenden Zuspruch. In der dreist?ndigen Sitzung begr??ten die drei anwesenden EU-Kommissarinnen und -Kommissar die Initiative. Zahlreiche Mitglieder des Europ?ischen Parlaments (MEP) ?u?erten sich positiv zum Thema.

"End the Cage Age" fordert die Abschaffung der K?fighaltung von Tieren in der EU-Landwirtschaft. Mit der heutigen Anh?rung passierte die Initiative einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur offiziellen Antwort der Europ?ischen Kommission, die in den n?chsten drei Monaten erwartet wird.

"Die EU behauptet, eine F?hrungsrolle im Tierschutz einzunehmen. Gleichzeitig verdammt sie jedes Jahr mehr als 300 Millionen landwirtschaftlich genutzte Tiere dazu, in K?figen zu leiden. Das ist r?ckst?ndig, grausam und komplett unn?tig im Angesicht der Tatsache, dass k?figfreie Systeme nicht nur existieren, sondern in manchen Teilen der EU bereits in Gebrauch sind", kommentiert Diana von Webel, Leitung Kommunikation & Politik der Albert Schweitzer Stiftung f?r unsere Mitwelt. Die Stiftung unterst?tzt die EBI seit Beginn.

"Einige Mitgliedstaaten und Unternehmen haben K?fige bereits f?r diese oder jene Tierart abgeschafft. Es gibt also M?glichkeiten und Wege. Jetzt ist es an der Zeit, dass der Rest der EU nachzieht. Und zwar f?r alle Tiere. In ?bereinstimmung mit den Ambitionen des Europ?ischen Gr?nen Deals und der 'Farm to Fork'-Strategie fordern wir die Europ?ische Kommission konkret auf, durch eine Revision der Richtlinie von 1998 ?ber den Schutz landwirtschaftlich genutzter Tiere die Abschaffung der K?fighaltung auf den Weg zu bringen", so von Webel weiter.

Norbert Lins, der Vorsitzende des Ausschusses f?r Landwirtschaft und l?ndliche Entwicklung (EVP, Deutschland), stellte am Ende der Anh?rung fest, dass die meisten Sprecherinnen und Sprecher die Initiative begr??en und dass nun die Kommission am Zug sei.

Noch zwei Tage vor der Anh?rung, am 13. April, hatten EU-B?rgerinnen und -B?rger sowie Nichtregierungsorganisationen "End the Cage Age" erneut mit vereinten Kr?ften auf Twitter Nachdruck verliehen und die EU-Abgeordneten ermutigt, die EBI in der Anh?rung zu unterst?tzen. Insgesamt wurden 35.000 Tweets mit einer potenziellen Gesamtreichweite von ?ber 3,7 Millionen Views abgesetzt. Ein weiterer Beleg f?r die breite Unterst?tzung der EBI in der Bev?lkerung.

Die "End the Cage Age"-Petition wurde am 11. September 2018 gestartet und genau ein Jahr sp?ter beendet. Mit 1,4 Millionen verifizierten Unterst?tzerinnen und Unterst?tzern aus der gesamten EU ist sie die erste erfolgreiche EBI f?r den Tierschutz in der Landwirtschaft.

Weitere Statements

Bo Algers, Veterin?r und Professor Emeritus der Schwedischen Universit?t f?r Agrarwissenschaften, sagte: "Die EU-Gesetzgebung f?r landwirtschaftlich genutzte Tiere ist unglaublich ?berholt. Seit 1998, dem Jahr, in dem die EU ihre Richtlinie ?ber den Schutz der landwirtschaftlichen Nutztiere verabschiedete, haben wir eine Vielzahl neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse gewonnen, weshalb wir heute viel besser verstehen, wie physische, physiologische und psychologische Faktoren das Wohlergehen der Tiere beeinflussen. Einer gro?en Bandbreite von speziesspezifischen ethologischen Bed?rfnissen kann in K?figen keine Rechnung getragen werden, egal ob diese K?fige ausgestaltet sind oder nicht. Es ist mittlerweile absolut klar, dass es Tieren in K?figen nicht gut gehen kann, da diese sie physisch und im Verhalten unweigerlich einschr?nken. Unabh?ngig davon, wie gut das Management ist."

MEP Eleonora Evi, Vize-Pr?sidentin der "Animal Welfare Intergroup" und Co-Vorsitzende der Arbeitsgruppe zur Abschaffung der K?fighaltung, sagte: "Die heutige ?ffentliche Anh?rung war ein weiterer grundlegender Schritt auf dem Weg zum Ziel eines k?figfreien Europas. Gemeinsam mit vielen gleichgesinnten Abgeordneten des Europ?ischen Parlaments haben wir den ?ber 300 Millionen Tieren eine Stimme gegeben, die jedes Jahr allein in der EU ihr ganzes oder einen erheblichen Teil ihres Lebens in K?figen verbringen. Die enorme Unterst?tzung, die diese Europ?ische B?rgerinitiative in ganz Europa erhalten hat, kann von der Europ?ischen Kommission nicht ignoriert werden, die so schnell wie m?glich einen Gesetzesvorschlag vorlegen muss, um die unn?tige Grausamkeit der K?fighaltung zu beenden und die landwirtschaftlichen Praktiken in der EU n?her an die Erwartungen unserer B?rgerinnen und B?rger heranzuf?hren und sie mehr mit der Natur und dem Schutz der ?ffentlichen Gesundheit in Einklang zu bringen."

MEP Anja Hazekamp, Pr?sidentin der "Animal Welfare Intergroup" und Co-Vorsitzende der Arbeitsgruppe zur Abschaffung der K?fighaltung, sagte: "Hunderte Millionen Tiere in Europa sind zu landwirtschaftlichen Zwecken in K?figen eingesperrt. Diese Tiere haben keine Chance, ihr nat?rliches Verhalten auszu?ben, und die Bedingungen, unter denen diese Tiere gehalten werden, sind so schlecht, dass ihr Leben zu einer einzigen gro?en Qual wird. K?fige sind grausam, aber auch veraltet und unn?tig. Es ist ein Meilenstein, dass sich mehr als 1,4 Millionen B?rger f?r diese Tiere eingesetzt haben, um dem 'K?figzeitalter' ein Ende zu setzen. Wir erwarten nun von der Europ?ischen Kommission und den Mitgliedstaaten den Beweis, dass sie diesen Aufruf und die Europ?ische B?rgerinitiative als demokratisches Instrument ernst nehmen. Ein Gesetzesvorschlag zum Verbot der K?fighaltung in der Landwirtschaft muss unverz?glich vorgelegt werden."

Vera Jourov?, Vizepr?sidentin der EU-Kommission, verantwortlich f?r Werte und Transparenz, sagte w?hrend der Anh?rung: "Die Initiative k?mpft f?r ein Anliegen, das in der aktuellen ?ffentlichen Debatte einen hohen Stellenwert einnimmt: den Tierschutz f?r Nutztiere zu verbessern und in eine nachhaltige Landwirtschaft zu investieren. Das sind berechtigte Ziele, die die Kommission in ihren politischen Ambitionen zur Gestaltung fairer, gesunder und umweltfreundlicher Lebensmittelsysteme aufgegriffen hat und die ihren Weg in die im Mai letzten Jahres verabschiedete 'Farm to Fork'-Strategie gefunden haben."

Stella Kyriakides, Kommissarin f?r Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, sagte w?hrend der Anh?rung: "Wir ergreifen konkrete Ma?nahmen, denn, wie ich bereits wiederholt erkl?rt habe, stehen Tierschutz und Tiergesundheit ganz oben auf unserer Agenda." Sie f?gte hinzu: "Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass wir mehr tun m?ssen, und wir m?ssen nach Besserem streben. Und wir sind absolut entschlossen, dies zu tun. Die Europ?ische B?rgerinitiative ist eine Erinnerung daran, die zur richtigen Zeit kommt. Sie ist auch ein hervorragendes Beispiel f?r die Demokratie in ihrer besten Form."

Janusz Wojciechowski, EU-Kommissar f?r Landwirtschaft und l?ndliche Entwicklung, sagte w?hrend der Anh?rung, dass EU-Agrarsubventionen und Konjunkturmittel "teilweise auch f?r den Ausstieg aus der K?fighaltung und die Einf?hrung alternativer Methoden verwendet werden k?nnen", und f?gte hinzu: "Sie haben die volle Unterst?tzung der Europ?ischen Kommission bei der Umsetzung dieser Transformation."

Ruud Zanders, Landwirt, sagte: "Ich bin auf dem intensiven Gefl?gelbetrieb meiner Eltern aufgewachsen, der 2007 bankrott ging. Das hat bei mir dazu gef?hrt, dass ich unser Produktionsmodell ?berdacht habe. Mit 'Kipster' haben wir uns aufgemacht, die tier- und menschenfreundlichste Gefl?gelfarm dieses Planeten zu entwerfen. Das hat sich f?r uns als 'Goldenes Ei' entpuppt: Unser Unternehmen ist profitabel und skalierbar. Wir wollen nicht lediglich auf ein Konsumenten-Bed?rfnis reagieren, sondern den Wandel antizipieren und gar ein Vorbild daf?r sein, dass bessere Wege in der Landwirtschaft existieren und umsetzbar sind."

Links

- Weitere Informationen zu "End the Cage Age": https://www.endthecageage.eu - Das Programm der Anh?rung: https://ots.de/Nv93Pb - Eine Aufzeichnung der Anh?rung: https://ots.de/coI0ic - Weitere Informationen ?ber K?fighaltung in der EU: https://ots.de/KOARe9

?ber die Albert Schweitzer Stiftung f?r unsere Mitwelt

Die Albert Schweitzer Stiftung setzt sich gegen Massentierhaltung und f?r die vegane Lebensweise ein. Daf?r nutzt sie juristische Mittel und wirkt auf wichtige Akteure aus Wirtschaft und Politik ein, um Tierschutzstandards zu erh?hen, den Verbrauch von Tierprodukten zu reduzieren und das pflanzliche Lebensmittelangebot zu verbessern. Interessierten bietet sie fundierte Informationen und zeigt Alternativen auf. Mehr erfahren Sie auf https://albert-schweitzer-stiftung.de .

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Diana von Webel Albert Schweitzer Stiftung f?r unsere Mitwelt +49 30 400 54 68-15 mailto:presse@albert-schweitzer-stiftung.de

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