Konflikte, Nahost

Tausende Palästinenser protestieren den zweiten Freitag in Folge im Grenzgebiet zu Israel.

07.04.2018 - 08:50:05

Unruhen eskalieren - Neun Tote und 1354 Verletzte bei Protesten an Gaza-Grenze. Sie setzen entlang der Grenze Autoreifen in Brand, um israelischen Scharfschützen die Sicht zu versperren.

  • Proteste an israelischer Grenze im Gazastreifen - Foto: Wissam Nassar

    Eine Wande aus Rauch in Dschabaliya: Bei neuen massiven Protesten an der Grenze zu Israel hat es weitere Tote gegeben. Foto: Wissam Nassar

  • Tränengas - Foto: Mohammed Talatene

    Palästinenser gehen vor einem israelischen Angriff mit Tränengas in Deckung. Foto: Mohammed Talatene

  • Autoreifen - Foto: Mohammed Talatene

    Autoreifen werden zu einer brennenden Barrikade geschafft: Die Palästinenser setzen entlang der Grenze Reifen in Brand, um israelischen Scharfschützen die Sicht zu versperren. Foto: Mohammed Talatene

  • Kampfpause - Foto: Mohammed Talatene

    Ein Palästinenser ruht sich während der Proteste an der Grenze zu Israel aus - lässt aber seinen Molotow-Cocktail nicht los. Foto: Mohammed Talatene

  • Israelische Grenze - Foto: Ein palästinensischer Demonstrant versucht, eine Barriere aus Stacheldraht durchzuschneiden. Foto:  Ashraf Amra/APA Images via ZUMA Wire

    Ein palästinensischer Demonstrant versucht, eine Barriere aus Stacheldraht durchzuschneiden. Foto:  Ashraf Amra/APA Images via ZUMA Wire

  • Aufmarsch - Foto: Israelische Soldaten positionieren sich vor einer Gruppe von Palästinensern. Foto: Ilia Yefimovich

    Israelische Soldaten positionieren sich vor einer Gruppe von Palästinensern. Foto: Ilia Yefimovich

  • Israelische Grenze - Foto: Ilia Yefimovich

    Gewalttätige Unruhen als Zeitvertreib: Israelische Jugendliche lachen, während sie Zusammenstöße zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Soldaten beobachten. Foto: Ilia Yefimovich

  • Schwarze Wand - Foto: Verschleierte Palästinenserin bei den Zusammenstößen. Die radikalislamische Hamas hatte vor einer Woche den «Marsch der Rückkehr» gestartet, insgesamt sollen die Proteste sechs Wochen andauern. Anlass ist der 70. Jahrestag der Gründung Israels. Foto: Moha

    Verschleierte Palästinenserin bei den Zusammenstößen. Die radikalislamische Hamas hatte vor einer Woche den «Marsch der Rückkehr» gestartet, insgesamt sollen die Proteste sechs Wochen andauern. Anlass ist der 70. Jahrestag der Gründung Israels. Foto: Moha

  • Beobachter - Foto: Ilia Yefimovich

    Israelische Soldaten beobachten bei Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Soldaten im Gazastreifen die palästinensische Seite. Foto: Ilia Yefimovich

Proteste an israelischer Grenze im Gazastreifen - Foto: Wissam NassarTränengas - Foto: Mohammed TalateneAutoreifen - Foto: Mohammed TalateneKampfpause - Foto: Mohammed TalateneIsraelische Grenze - Foto: Ein palästinensischer Demonstrant versucht, eine Barriere aus Stacheldraht durchzuschneiden. Foto:  Ashraf Amra/APA Images via ZUMA WireAufmarsch - Foto: Israelische Soldaten positionieren sich vor einer Gruppe von Palästinensern. Foto: Ilia YefimovichIsraelische Grenze - Foto: Ilia YefimovichSchwarze Wand - Foto: Verschleierte Palästinenserin bei den Zusammenstößen. Die radikalislamische Hamas hatte vor einer Woche den «Marsch der Rückkehr» gestartet, insgesamt sollen die Proteste sechs Wochen andauern. Anlass ist der 70. Jahrestag der Gründung Israels. Foto: MohaBeobachter - Foto: Ilia Yefimovich

Gaza - Die Zahl der bei den massiven Protesten an der Grenze zu Israel getöteten Palästinenser ist auf neun gestiegen. 1354 weitere Menschen seien am Vortag bei den Konfrontationen im Grenzbereich des Gazasteifens verletzt worden.

Das teilte ein Sprecher des palästinensischen Gesundheitsministeriums mit. Unter den Toten seien auch ein 16-Jähriger und ein palästinensischer Journalist, hieß es in der Mitteilung. Auch Frauen und Kinder seien verletzt worden. 491 Menschen erlitten den Angaben zufolge Schussverletzungen, viele andere klagten über Beschwerden nach dem Einsatz von Tränengas. Auch unter den Verletzten sollen palästinensische Journalisten sein.

Insgesamt kamen seit Karfreitag beim mindestens 31 Palästinenser ums Leben, mehr als 2800 wurden verletzt. Israelische Soldaten schossen nach Armeeangaben gezielt auf palästinensische Rädelsführer. Viele der Getöteten waren nach israelischen Angaben militante Palästinenser.

Nach Angaben der israelischen Armee waren am Freitag rund 20 000 Palästinenser an Protesten und Ausschreitungen entlang der Grenze beteiligt. Sie setzten an vielen Orten Autoreifen in Brand. Es habe zahlreiche Versuche gegeben, im Schutz der Rauchschwaden den Grenzzaun zu beschädigen und Sprengsätze zu legen, teilte die Armee mit.

Die radikalislamische Hamas hatte vor einer Woche den «Marsch der Rückkehr» gestartet, insgesamt sollen die Proteste sechs Wochen andauern. Anlass ist der 70. Jahrestag der Gründung Israels. Die Palästinenser sehen sie als Katastrophe an, weil 1948 Hunderttausende Palästinenser fliehen mussten oder vertrieben wurden.

@ dpa.de

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