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Urteile, Demonstrationen

Tausende beim Demonstrieren, die Polizei im Großeinsatz: Die Straßen in Berlins Innenstadt werden zur Stunde durch Proteste gegen den Corona-Kurs der Regierung geprägt.

29.08.2020 - 12:22:11

Gericht kippt Verbot - Bisher etwa 18.000 Teilnehmer bei Demo gegen Corona-Politik

  • Gesperrt - Foto: Christophe Gateau/dpa

    Die Stra?e vor dem Brandenburger Tor ist am fr?hen Morgen gesperrt. Foto: Christophe Gateau/dpa

  • Demonstrationszug - Foto: Paul Zinken/dpa

    Teilnehmer sammeln sich in der Friedrichstra?e zu einer Demonstration gegen die Corona-Ma?nahmen. Foto: Paul Zinken/dpa

  • Gro?einsatz - Foto: Kay Nietfeld/dpa

    Vor dem Brandenburger Tor sind seit dem fr?hen Samstagmorgen bereits zahlreiche Polizisten im Einsatz. Foto: Kay Nietfeld/dpa

  • Reichskriegsflagge auf dem R?cken - Foto: Kay Nietfeld/dpa

    Demonstranten mit deutschen Fahnen ?ber den Schultern sammeln sich zu einer Protestkundgebung gegen die Corona-Ma?nahmen. Foto: Kay Nietfeld/dpa

  • Verschw?rungstheorie - Foto: Kay Nietfeld/dpa

    Ein Teilnehmer h?lt ein Plakat von Bill Gates und dem Schriftzug Gekauft! vor einer Demonstration gegen die Corona-Ma?nahmen. Foto: Kay Nietfeld/dpa

  • Gegendemonstranten - Foto: Christophe Gateau/dpa

    Gegendemonstranten einer Kundgebung gegen die Corona-Ma?nahmen sammeln sich und halten ein Banner "Masken auf Nazis raus". Foto: Christophe Gateau/dpa

Gesperrt - Foto: Christophe Gateau/dpaDemonstrationszug - Foto: Paul Zinken/dpaGro?einsatz - Foto: Kay Nietfeld/dpaReichskriegsflagge auf dem R?cken - Foto: Kay Nietfeld/dpaVerschw?rungstheorie - Foto: Kay Nietfeld/dpaGegendemonstranten - Foto: Christophe Gateau/dpa

Berlin - Aus Protest gegen die Corona-Politik haben sich in Berlin-Mitte nach Schätzungen der Polizei fast 18.000 Menschen versammelt. Es gebe aber noch Zustrom zu einem geplanten Demonstrationszug, sagte eine Sprecherin am Mittag.

Die Polizei teilte per Twitter zudem mit, dass die Demo-Teilnehmer mehrfach vergeblich aufgefordert wurden, die Mindestabstände zum Schutz vor Corona-Infektionen einzuhalten. Daher wurde vom Einsatzleiter das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes «zur Auflage» gemacht.

Die Sprecherin der Polizei sagte auch, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden und dann auch keine Masken getragen werden, wäre es «das letzte Mittel», den Demonstrationszug nicht starten zu lassen und die Versammlung aufzulösen.

Die Demonstranten auf der Friedrichstraße und Unter den Linden hatten Fahnen, teils aus mehreren Bundesländern. Die Polizei sperrte Zugänge mit Gittern ab. Auf großen Schildern war unter anderem zu lesen: «Wir sind das Volk». Auf anderen Transparenten wurde der Rücktritt der Bundesregierung gefordert sowie ein Ende der Schutzauflagen wegen der Corona-Pandemie.

Um die Demonstration und eine anschließende Kundgebung hatte es eine juristische Auseinandersetzung gegeben. Die Polizei verbot die Versammlungen und verwies vor allem auf den Gesundheitsschutz für die Bevölkerung. Gerichte hoben die Verbote jedoch auf.

Veranstalter der Initiative Querdenken 711 hatten zu der Kundgebung am Samstag aufgerufen und erwarteten rund 22.000 Teilnehmer auf der Straße des 17. Juni nahe dem Brandenburger Tor. Zuvor ist ein längerer Demonstrationszug durch Berlin-Mitte geplant.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) rief die Demonstranten dazu auf, den Infektionsschutz nicht zu vernachlässigen. An der Pandemie-Situation habe der Gerichtsbeschluss nichts geändert, sagte der Innensenator. «Ich erwarte deshalb von den Menschen, die in Berlin demonstrieren, dass sie alles für den Infektionsschutz tun. Und dass sie es friedlich tun», teilte er mit. «Denn große Sorge bereitet mir nach wie vor die europaweite Mobilisierung unter Rechtsextremisten, die unabhängig von der Verbotsdiskussion im Vorfeld stattgefunden hat. Ich appelliere an alle, sich gewaltfrei in Berlin zu versammeln.»

© dpa-infocom, dpa:200829-99-351774/8

@ dpa.de