Bahn, Verkehr

Tag eins nach den Ferien in Nordrhein-Westfalen, Tag eins der Mammutbaustelle auf einer bundesweit wichtigen Bahnstrecke im Rheinland.

09.04.2018 - 13:10:05

Strecke Köln-Düsseldorf - Bauarbeiten und Panne im Rheinland behindern Bahnverkehr. Die Züge, die noch rollen, sind jetzt oft deutlich voller.

Köln/Düsseldorf - Für Bahnfahrer zwischen Köln und Düsseldorf hat eine anstrengende Zeit begonnen. Am frühen Montagmorgen wurden die Fernbahngleise der bundesweit wichtigen Nord-Süd-Strecke für sechs Wochen komplett gesperrt.

Der Bahnverkehr im Kölner Hauptbahnhof wurde am Montag außerdem durch einen Schaden im Hauptstellwerk für rund eine Stunde weitgehend lahmgelegt. Nach Angaben eines Bahnsprechers konnten in dieser Zeit so gut wie keine Züge ein- oder ausfahren. Durch Stromschwankungen sei ein Bauteil im Hauptstellwerk beschädigt worden, das Signale und Weichen im Bahnhof steuere. Nur wenige Züge verkehrten.

Nachdem die Bahn Ersatz für das defekte Bauteil beschafft hatte, rollte der Verkehr gegen 12 Uhr wieder an. Die Bahn rechnete damit, dass es durch den Ausfall noch bis in den Nachmittag hinein zu Verspätungen kommen würde.

Zwischen den beiden größten Städten Nordrhein-Westfalens stehen den Zügen ohnehin nur noch die S-Bahngleise zur Verfügung. Der Grund sind umfangreiche Sanierungsarbeiten, die bis zum 19. Mai dauern sollen. Auf den Fernverkehr hat die Sperrung große Auswirkungen: So fährt die Hälfte der täglich 160 Fernzüge den Düsseldorfer Hauptbahnhof in dieser Zeit nicht mehr an. Im Nahverkehr empfiehlt die Bahn den Berufspendlern Umleitungen über Neuss.

«Natürlich ist es in vielen Zügen nun etwas voller», sagte ein Bahnsprecher am Montagmorgen. Hinzu komme das Ferienende in NRW. «Man merkt wieder den richtigen Berufsverkehr.» Die Bahn zeigte sich mit dem Start der Mammutbaustelle dennoch zufrieden. «Der Verkehr läuft relativ gut, die Umleitungen funktionieren», sagte der Sprecher. Es gebe zwar zahlreiche Ausfälle, mit diesen war aber gerechnet worden.

Der Start in die Woche dürfte etliche Reisende dennoch Nerven gekostet haben. «Es ist zum Kotzen», schimpfte am Kölner Hauptbahnhof ein Lehrer, der zu seinen Schülern nach Düsseldorf will. Auch er habe sich vorbereitet, sei eine halbe Stunde früher aufgestanden und habe extra ein Mietauto genommen. «Mit der Straßenbahn hätte ich ja noch früher aufstehen müssen.» Er hatte auf einen Regionalexpress gesetzt, der aufgrund einer Signalstörung ausgefallen war. «Meine Schüler werden wohl warten müssen.» Eine 32-jährige sagte, dass sie nun auf die S-Bahn ausweichen wolle. «Eine halbe Stunde früher muss ich dafür aufstehen. Ein eigenes Auto habe ich nicht.»

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Zugverkehr rollt wieder an - Entschärfung von Weltkriegsbombe in Berlin geglückt. Das teilte die Polizei mit. Sprengmeistern gelang es innerhalb kurzer Zeit, den Zünder des Blindgängers vom Sprengkörper zu entfernen und unschädlich zu machen. Berlin - Die in der Berliner Innenstadt nahe dem Hauptbahnhof entdeckte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft worden. (Politik, 20.04.2018 - 13:58) weiterlesen...

Zu viele überfüllte Züge - Bahn erwägt weiteren Ausbau der ICE-Flotte. Das soll so bleiben, wenn einmal doppelt so viele Menschen mit ICE und Intercity fahren, wie es der Bund anstrebt. Die Bahn macht dazu einen Plan. Noch müssen Züge selten wegen Überfüllung geräumt werden. (Wirtschaft, 20.04.2018 - 13:46) weiterlesen...

Verkehrsausschuss - Bahnchef: Stuttgart 21 mit heutigem Wissen nicht gebaut. «Mit dem Wissen von heute würde man das Projekt nicht mehr bauen», sagte Vorstandschef Richard Lutz im Verkehrsausschuss des Bundestags, wie die «Rhein-Neckar-Zeitung» berichtete. Berlin/Stuttgart - Die Deutsche Bahn würde das Projekt Stuttgart 21 aus heutiger Sicht nicht noch einmal angehen. (Wirtschaft, 20.04.2018 - 12:29) weiterlesen...

Mehr als 50 Verletzte bei Zugunglück in Salzburg. Schwere Verletzungen gab es nicht, teilten die Einsatzkräfte mit. Zwei Nachtzüge waren nach Angaben der Österreichischen Bundesbahnen zusammengestoßen. Eine Rangierlok sollte Waggons des Nachtzugs aus Venedig mit Waggons eines sogenannten Nightjets aus Zürich koppeln, als es zu der Kollision kam. Ob ein technisches Problem oder menschliches Versagen den Aufprall verursachte, ist noch nicht klar. Salzburg - Mehr als 50 Fahrgäste sind am frühen Morgen bei einem Zugunglück am Salzburger Hauptbahnhof verletzt worden. (Politik, 20.04.2018 - 10:32) weiterlesen...

Bericht: Bis zu 40 Verletzte bei Zugunglück in Salzburg. Betroffen seien 35 bis 40 Menschen, Schwerverletzte gebe es aber nicht, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Bahn- und Polizeisprecher. Zwei Personenzüge seien zusammengestoßen, schrieb der Sender Antenne Salzburg auf Twitter. Wie es weiter hieß, war ein Triebwagen auf einen sogenannten Railjet aufgefahren, der von Zürich nach Wien unterwegs war. Über die Unglücksursache könne man zurzeit noch keine Angaben machen, hieß es. Salzburg - Bei einem Zugunglück am Hauptbahnhof von Salzburg sind am Morgen nach Medienberichten Dutzende Menschen verletzt worden. (Politik, 20.04.2018 - 07:48) weiterlesen...

DDR-Diesellok. Die sogenannte «Zigarre» wurde 1967 gebaut und steht nun vor einem Salonwagen des ehemaligen DDR-Regierungszuges. Eine 78 Tonnen schwere DDR-Diesellok ins Eisenbahnmuseum in Gadebusch gehoben. (Media, 20.04.2018 - 07:06) weiterlesen...