Konflikte, Saudi-Arabien

Steht in der Krise um das isolierte Golfemirat Katar eine neue Eskalation bevor? Die Außenminister mehrerer arabischer Staaten werden diese Frage heute beantworten.

05.07.2017 - 13:44:07

Eskalation? - Gabriel glaubt nicht an eine schnelle Lösung der Katar-Krise. Laut Außenminister Gabriel ist keine schnelle Lösung in Sicht.

  • Gabriel in Abu Dhabi - Foto: Gregor Fischer

    Außenminister Sigmar Gabriel (l) und der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Zayed Al Nayan, sprechen während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Abu Dhabi. Foto: Gregor Fischer

  • Gabriel in Doha - Foto: Gregor Fischer

    Der Geschäftsführer von Qatar Airways, Al Baker (l-r), der Generalsekretär des Außenministeriums, Al-Hamadi, und der deutsche Botschafter in Katar, Muzel, begrüßen Außenminister Gabriel in Doha. Foto: Gregor Fischer

  • Doha - Foto: Yoan Valat

    Die Skyline der katarischen Hauptstadt Doha. Foto: Yoan Valat

  • Gabriel in Katar - Foto: Gregor Fischer

    Sigmar Gabriel (2.v.l.) und Katars Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani in Doha (Katar). Foto: Gregor Fischer

  • Gabriel in Kuwait - Foto: Michael Gottschalk

    Sigmar Gabriel (l) bei einem Treffen mit dem Emir von Kuwait, Scheich Sabah, während seines Besuchs in Kuwait-Stadt (Kuwait). Foto: Michael Gottschalk

Gabriel in Abu Dhabi - Foto: Gregor FischerGabriel in Doha - Foto: Gregor FischerDoha - Foto: Yoan ValatGabriel in Katar - Foto: Gregor FischerGabriel in Kuwait - Foto: Michael Gottschalk

Kuwait-Stadt - Außenminister Sigmar Gabriel erwartet am Ende seiner dreitägigen Reise durch die Golfregion nicht, dass die Katar-Krise schnell gelöst wird.

Er sei aber «vorsichtig optimistisch, dass es gelingen kann, in den nächsten Wochen diesen Konflikt zumindest mal in geordnete Bahnen zu bekommen», sagte Gabriel in Kuwait, wo er die wichtigsten Vermittler in der Krise traf: den Emir, den Außenminister und einen Sondergesandten.

Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Ägypten haben vor vier Wochen eine Blockade gegen Katar verhängt. Sie werfen dem kleinen, aber reichen Emirat unter anderem vor, Terrorgruppen zu finanzieren und haben einen Katalog mit 13 Forderungen vorgelegt. Darin verlangten sie von Katar unter anderem, seinen TV-Kanal Al-Dschasira zu schließen und die Beziehungen zum schiitischen Iran einzuschränken. Auch die türkischen Soldaten sollen das Land verlassen.

Katar reagierte mit Ablauf eines Ultimatums in der Nacht zu Mittwoch mit einer Erklärung darauf. Der Inhalt war am Mittag allerdings noch nicht bekannt. Da sich Katar aber wiederholt ablehnend zu den weitreichenden Forderungen äußerte, wird kein Einlenken des Emirats erwartet. Am Nachmittag wollten die vier Blockadestaaten in Kairo darüber beraten. Neue Sanktionen gegen Katar sind möglich.

«Es kann auch nochmal schwierige Phasen geben», sagte Gabriel. «Niemand weiß, wie jetzt die vier Länder, die die Sanktionen gegen Katar erhoben haben, reagieren. Es kann auch sein, dass es jetzt noch mal ein paar Tage schwierig wird.» Trotzdem sei durch die Vermittlung Kuwaits, die von den USA, Deutschland und der EU unterstützt werde, «sehr viel schon erreicht».

Am Freitag will Gabriel am Rande des G20-Gipfels mit US-Außenminister Rex Tillerson und der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini über die Katar-Krise beraten. «Das ist ein Kernkonflikt, der uns als Außenminister zurzeit sehr beschäftigt», sagte er. Der Außenminister hatte in den letzten drei Tagen auch die Blockade-Staaten Saudi-Arabien und VAE sowie das isolierte Katar besucht.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!