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EU, Parlament

Start am 1. November - EU-Parlamentspräsident: Von der Leyen soll Tempo machen

17.07.2019 - 14:54:06

Start am 1. November - EU-Parlamentspräsident: Von der Leyen soll Tempo machen. Ursula von der Leyen soll zum 1. November EU-Kommissionschefin werden. Vorher muss sie ihre Kommissare aussuchen und ihre politische Agenda vorbereiten.

  • Von der Leyen hält ihre Bewerbungsrede in Straßburg - Foto: Michael Kappeler

    Ursula von der Leyen hält ihre Bewerbungsrede vor den Abgeordneten des Europaparlaments in Straßburg. Foto: Michael Kappeler

  • Von der Leyen spricht vor Europaparlament - Foto: Jean-Francois Badias/AP

    In ihrer Bewerbungsrede für das Amt der EU-Kommissionspräsidentin hat sich Ursula von der Leyen für vollständige geschlechtliche Gleichberechtigung ausgesprochen. Foto: Jean-Francois Badias/AP

  • Von der Leyen spricht in Straßburg - Foto: Michael Kappeler

    Ursula von der Leyen will im Fall ihrer Wahl zur EU-Kommissionspräsidentin einen neuen Versuch unternehmen, den Streit um die EU-Migrationspolitik zu lösen. Foto: Michael Kappeler

  • Handschlag - Foto: Marijan Murat

    Parlamentspräsident David Sassoli und Ursula von der Leyen reichen sich die Hand. Foto: Marijan Murat

  • Manfred Weber - Foto: Michael Kappeler

    Eigentlich hätte er gerne das Amt bekleidet - jetzt unterstützt er Ursula von der Leyen: Manfred Weber, ehemaliger Spitzenkandidat der EVP. Foto: Michael Kappeler

  • Beklebt - Foto: Michael Kappeler

    Nach der Bewerbungsrede von Ursula von der Leyen vor dem EU-Parlament spielt der Abgeordnete Nico Semsrott (Die Partei) mit Aufklebern auf seinen Kleidern auf die Berateraffäre der Noch-Verteidigungsministerin an. Foto: Michael Kappeler

  • Stimmabgabe - Foto: Michael Kappeler

    EU-Parlamentarier stellen sich an, um ihre Stimme abzugeben. Foto: Michael Kappeler

  • Ursula von der Leyen - Foto: Michael Kappeler

    Geschafft: Ursula von der Leyen wird neue Präsidentin der EU-Kommission. Foto: Michael Kappeler

  • Im Fokus - Foto: Marijan Murat

    Ursula von der Leyen wird nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse von Fotografen umringt. Foto: Marijan Murat

  • Umarmung - Foto: Michael Kappeler

    Der niedersächsische CDU-Politiker David McAllister, Abgeordneter im Europäischen Parlament, umarmt Ursula von der Leyen nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses im Plenarsaal. Foto: Michael Kappeler

  • Gratulation - Foto: Michael Kappeler

    Auch der heutige EU-Abgeordnete Silvio Berlusconi gehört zu den Gratulanten. Foto: Michael Kappeler

  • Ursula von der Leyen - Foto: Marijan Murat

    60 Jahre nach Walter Hallstein wird mit Ursula von der Leyen wieder eine Deutsche EU-Kommissionspräsidentin. Foto: Marijan Murat

  • Letzter Kabinettstag für von der Leyen - Foto: Wolfgang Kumm

    In Berlin überreicht Kanzlerin Merkel der scheidenden Verteidigungsministerin von der Leyen an ihrem letzten Kabinettstag einen Blumenstrauß. Foto: Wolfgang Kumm

  • Von der Leyen und Sassoli - Foto: EU-Parlamentspräsident David Sassoli (r.) mahnt: Ursula von der Leyen muss jetzt Tempo machen. Foto: Zhang Cheng/XinHuaJ

    EU-Parlamentspräsident David Sassoli (r.) mahnt: Ursula von der Leyen muss jetzt Tempo machen. Foto: Zhang Cheng/XinHuaJ

Von der Leyen hält ihre Bewerbungsrede in Straßburg - Foto: Michael KappelerVon der Leyen spricht vor Europaparlament - Foto: Jean-Francois Badias/APVon der Leyen spricht in Straßburg - Foto: Michael KappelerHandschlag - Foto: Marijan MuratManfred Weber - Foto: Michael KappelerBeklebt - Foto: Michael KappelerStimmabgabe - Foto: Michael KappelerUrsula von der Leyen - Foto: Michael KappelerIm Fokus - Foto: Marijan MuratUmarmung - Foto: Michael KappelerGratulation - Foto: Michael KappelerUrsula von der Leyen - Foto: Marijan MuratLetzter Kabinettstag für von der Leyen - Foto: Wolfgang KummVon der Leyen und Sassoli - Foto: EU-Parlamentspräsident David Sassoli (r.) mahnt: Ursula von der Leyen muss jetzt Tempo machen. Foto: Zhang Cheng/XinHuaJ

Straßburg - Nach der knappen Wahl Ursula von der Leyens sind die Erwartungen hoch, dass die neue EU-Kommissionschefin rasch ein Team zusammenstellt und im Herbst ihre Versprechen angeht.

Es gebe viel zu tun, sagte EU-Parlamentspräsident David Sassoli am Mittwoch und nannte den für Oktober angekündigten Brexit und die komplizierten EU-Finanzverhandlungen. «Ich hoffe, dass die Kommission deshalb so schnell wie möglich die Arbeit aufnehmen kann», sagte Sassoli.

Von der Leyen war am Dienstagabend im EU-Parlament mit einer Mehrheit von wenigen Stimmen gewählt worden und kann damit zum 1. November als erste Frau in der Geschichte der EU an die Spitze der Kommission rücken.

Am Mittwoch übergab sie in Berlin ihr Amt als Verteidigungsministerin an CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ab. In den nächsten Wochen muss sie aus Vorschlägen der EU-Länder ihre Kommission mit insgesamt 28 Mitgliedern zusammenstellen. Das Kollegium muss sich Anhörungen und einer Wahl im Parlament stellen.

Bei der Wahl hatten die Grünen und etwa ein Drittel der 153 Sozialdemokraten von der Leyen die Stimme verweigert, unter anderem, weil sie keine Spitzenkandidatin zur Europawahl war. Stattdessen erhielt sie offenbar etliche Stimmen von EU-Kritikern. So sagte Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, seine Regierungspartei PiS sei das «Zünglein an der Waage» gewesen. Die PiS streitet seit Jahren mit der EU-Kommission über Rechtsstaatlichkeit in Polen.

Die sozialdemokratische Fraktionschefin im EU-Parlament, Iratxe García Pérez, spielte die Bedeutung der Stimmverteilung am Mittwoch herunter. Mehrheitlich habe ihre Fraktion die Kandidatin unterstützt. «Wir haben beschlossen, dass das jetzt der Moment ist, sich verantwortungsvoll zu verhalten», sagte die Spanierin. Sie lobte die Pläne von der Leyens für ein grünes und soziales Europa und betonte, man erwarte eine schnelle Umsetzung der weitreichenden Zusagen: «Wir werden sehr wachsam sein.»

Unter anderen hatten die 16 SPD-Abgeordneten der neuen EU-Kommissionschefin die Stimmen verweigert, was in der großen Koalition in Berlin für Unmut sorgt. CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer kündigte in der ARD an, dass sie mit den Sozialdemokraten darüber sprechen wolle. «Die Sozialdemokraten müssen jetzt den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland erklären, warum sie an diesem Tag für jemanden aus der eigenen Regierung, aus der großen Koalition nicht die Hand heben konnten», sagte Kramp-Karrenbauer.

Hauptkritikpunkt der SPD-Europaabgeordneten war, dass nicht - wie von Christdemokraten und Sozialdemokraten angekündigt - einer ihrer Spitzenkandidaten zur Europawahl Kommissionschef werden sollte.

@ dpa.de