Gesundheit, Nahrungsmittel

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eine gezielte Steuer auf dick machende Lebensmittel als eine Möglichkeit genannt, Übergewicht bei Kindern zu bekämpfen.

09.10.2018 - 08:30:22

SPD-Fraktionsvize Lauterbach für Zuckersteuer

"Als erstes müssen wir die Eltern aufklären. Dann brauchen wir eine Lebensmittelkennzeichnung in Ampel-Form, die auch Kinder verstehen", sagte der Fraktionsvize der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe).

"Für eine Zuckersteuer bin ich, wenn sie gezielt auf Lebensmittel erhoben wird, die für Kinder produziert werden, wie Soft-Drinks, und wenn das zusätzlich eingenommene Geld in gleicher Höhe in preiswerte Alternativen fließt", sagte Lauterbach. Auch die Ärzteschaft in Deutschland spricht sich für eine Zuckersteuer aus. Der Deutsche Ärztetag forderte die Bundesregierung bereits im Frühjahr auf, "geeignete gesetzgeberische Maßnahmen der Besteuerung und Lebensmittelkennzeichnung zu ergreifen, um den Verzehr ungesunder Lebensmittel, insbesondere durch Kinder und Jugendliche, zu reduzieren". Die Mediziner verwiesen in diesem Zusammenhang auch darauf, dass 15,4 Prozent der Kinder übergewichtig und allein 5,9 Prozent adipös, also fettleibig, seien.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Ärztin Kristina Hänel kritisiert SPD wegen 219a-Kompromiss Die Gießener Ärztin Kristina Hänel, die wegen angeblicher Werbung für Abtreibungen zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden war und den Koalitionsstreit über den Paragrafen 219a ins Rollen gebracht hatte, hat wegen des jetzt gefundenen Kompromisses die SPD scharf kritisiert. (Politik, 14.12.2018 - 05:03) weiterlesen...

Giffey glaubt an SPD-Zustimmung zu 219a-Kompromiss Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) glaubt an die Zustimmung ihrer Fraktion zu dem mit der Union ausgehandelten Kompromiss zu Paragraf 219a. (Politik, 13.12.2018 - 23:02) weiterlesen...

Kirchen unterstützen Kompromiss zu Paragraf 219a Die Kirchen in Deutschland unterstützen den von der Bundesregierung vorgelegten Kompromiss zum Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche. (Politik, 13.12.2018 - 21:11) weiterlesen...

SPD-Abgeordnete stellen Zustimmung zu 219a-Kompromiss infrage Der familienpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sönke Rix, hält den Ausgang der Einigung innerhalb der Koalition auf den Regierungsvorschlag zum Abtreibungs-Werbeverbot für offen. (Politik, 13.12.2018 - 16:47) weiterlesen...

Spahn hält Kompromiss zu Paragraf 219a für tragfähig Im Streit um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche hält Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) das vorgelegte Eckpunktepapier mehrerer Minister der Großen Koalition für eine gute Arbeitsgrundlage, um ein entsprechendes Gesetz vorlegen zu können. (Politik, 13.12.2018 - 12:51) weiterlesen...

SPD-Frauen gegen Koalitionseinigung zu Paragraf 219a In der SPD gibt es scharfe Kritik an der Koalitionseinigung zum Paragrafen 219a. (Politik, 13.12.2018 - 12:26) weiterlesen...