Gesellschaft, Sieben

Sieben Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben im Jahr 2017 in einer überbelegten Wohnung gelebt.

14.01.2019 - 08:26:54

Sieben Prozent der Bevölkerung leben in überbelegten Wohnungen

Die bundesweite Überbelegungsquote war im Vergleich zum Vorjahr stabil, teilte das Statische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Überbelegt heißt dabei, dass der Haushalt über zu wenige Zimmer im Verhältnis zur Personenzahl verfügte.

Besonders von Überbelegung betroffen waren in Deutschland armutsgefährdete Personen sowie Alleinerziehende und ihre Kinder (jeweils 19 Prozent). Erwachsene mit ausländischem Pass (17 Prozent) lebten ebenfalls deutlich häufiger auf engem Raum als Erwachsene mit deutschem Pass (sechs Prozent). In Städten war die Bevölkerung mit einem Anteil von elf Prozent rund drei Mal so häufig von Wohnraummangel betroffen wie in ländlichen Gebieten (vier Prozent). Vergleichsdaten der EU-Statistikbehörde Eurostat zeigen, dass in den Nachbarländern der Wohnraummangel im Jahr 2017 zum Teil noch deutlich größer war. So lebten zum Beispiel in Polen 41 Prozent der Bevölkerung in einer überbelegten Wohnung. In Österreich waren es 15 Prozent und in Frankreich acht Prozent der Bevölkerung. Niedriger als in Deutschland lag die Quote in den Niederlanden (vier Prozent), so die Statistiker weiter. EU-weit am geringsten waren die Überbelegungsquoten in Zypern und Malta (je drei Prozent). Der EU-Durchschnitt betrug 16 Prozent. Ebenso wie in Deutschland war im EU-Durchschnitt die Überbelegungsquote unter armutsgefährdeten Personen und Erwachsenen mit ausländischem Pass (je 27 Prozent) sowie Alleinerziehenden und ihren Kindern (23 Prozent) überdurchschnittlich hoch.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Frauenmarsch Tausende demonstrieren in Los Angeles mit einem Frauenmarsch gegen sexuelle Gewalt und die Politik der Trump-Regierung. (Media, 20.01.2019 - 09:44) weiterlesen...

Von der Leyen offen für Paritätsgesetz Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zeigt sich offen für ein Paritätsgesetz für eine stärkere Vertretung von Frauen in der Politik. (Politik, 18.01.2019 - 16:42) weiterlesen...

Kipping kritisiert Heil wegen Festhalten an Hartz-IV-Sanktionen Linken-Chefin Katja Kipping hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wegen dessen Festhalten an den Hartz-IV-Sanktionen scharf kritisiert und eine Behinderung von Rot-Rot-Grün vorgeworfen: "Wer bei der Abschaffung der menschenunwürdigen Sanktionen in der Vergangenheit verharrt, vergibt die Chance auf neue fortschrittliche Mehrheiten für die Zukunft des Landes", sagte Kipping der "Neuen Osnabrücker Zeitung". (Politik, 16.01.2019 - 14:51) weiterlesen...

Klingbeil hält Abschaffung aller Hartz-IV-Sanktionen für falsch Anlässlich der Verhandlungen des Bundesverfassungsgerichts über die Rechtmäßigkeit von Hartz-IV-Sanktionen hat SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil die generelle Abschaffung der Strafmaßnahmen ausgeschlossen. (Politik, 15.01.2019 - 14:17) weiterlesen...

Erneut mehr Kleine Waffenscheine beantragt Der Trend zur Selbstbewaffnung hält in Deutschland an: Die Zahl der Bürger mit Kleinem Waffenschein ist auch 2018 erneut gestiegen. (Politik, 15.01.2019 - 10:58) weiterlesen...

Ex-Verfassungsrichter kritisiert Kretzschmar-Äußerungen Nach Äußerungen des früheren Handball-Nationalspielers Stefan Kretzschmar ist eine Debatte um Meinungsfreiheit in Deutschland entbrannt. (Politik, 14.01.2019 - 23:01) weiterlesen...