Kriminalität, Kalifornien

Sie wollten nur feiern und tanzen.

08.11.2018 - 18:31:24

Blutbad bei Tanzparty - 13 Tote nach Schüssen in kalifornischer Bar. Doch plötzlich schießt ein Mann in einer Bar in Kalifornien auf College-Studenten. Es gibt viele Tote. Augenzeuge schildern dramatische Szenen.

  • Auf Gäste geschossen - Foto: KABC

    Polizeifahrzeuge sperren eine Kreuzung in der Nähe der Bar, in der mehrere Schüsse gefallen sind. Foto: KABC

  • Polizeieinsatz - Foto: KABC/AP

    Polizisten haben sich nahe dem Tatort postiert. Foto: KABC/AP

  • Schüsse in Bar in Kalifornien - Foto: Mark J. Terrill/AP

    Menschen stehen außerhalb der Bar, in der ein Mann auf die Gäste schoss. Foto: Mark J. Terrill/AP

  • Nach der Attacke - Foto: Mark J. Terrill/AP

    Eingehüllt in eine Decke, verlassen zwei Frauen den Tatort in Thousand Oaks. Foto: Mark J. Terrill/AP

  • Spurensuche - Foto: Mark J. Terrill/AP

    Mitarbeiter der Spurensicherung in Tousand Oaks. Foto: Mark J. Terrill/AP

  • Spurensicherung - Foto: Mark J. Terrill/AP

    Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen den Bereich nahe der Bar, in der der Täter auf die Gäste schoss. Foto: Mark J. Terrill/AP

Auf Gäste geschossen - Foto: KABCPolizeieinsatz - Foto: KABC/APSchüsse in Bar in Kalifornien - Foto: Mark J. Terrill/APNach der Attacke - Foto: Mark J. Terrill/APSpurensuche - Foto: Mark J. Terrill/APSpurensicherung - Foto: Mark J. Terrill/AP

Thousand Oaks - Country-Musik, Bier und Tanz mit Hunderten Menschen - es soll ein fröhlicher Abend für College-Studenten im «Borderline Bar & Grill» im Nordwesten von Los Angeles werden.

Doch dann peitschen plötzlich Schüsse, und es entfaltet sich ein Horror-Szenario, das für Amerikaner auf grausame Art und Weise inzwischen fast Alltag geworden ist: Ein Mann schießt auf Gäste in der Tanzbar, ersten Angaben zufolge sterben mindestens 13 Menschen.

Einsatzkräfte hätten in dem Lokal elf tote Gäste gefunden, sagt ein Sprecher des Sheriff-Büros in Ventura County nach dem Vorfall. Ein Polizist, der nach ersten Notrufen in der Bar eintraf, sei niedergeschossen worden und seinen Verletzungen erlegen. Auch der mutmaßliche Schütze, laut Polizeisprecher «der einzige Verdächtige», sei tot. Mehr als ein Dutzend andere Gäste seien mit Verletzungen aus dem Lokal gebracht worden oder hätten sich selbst gerettet.

Bei dem Täter handelt es sich laut Polizei um den 28 Jahre alten Ian David Long. Die Polizei gehe davon aus, das er sich selbst erschossen hat, sagte Sheriff Geoff Dean. Sein Motiv für die Tat sei noch nicht bekannt.

Den Ermittlern zufolge lebte Long bei seiner Mutter in Kalifornien. Es sei den Behörden zuvor mehrere Male aufgefallen, sagte Dean. Der Sheriff sprach von geringfügigen Vorfällen, etwa im Straßenverkehr. Zuletzt seien Beamte im April wegen eines häuslichen Vorfalls zu seinem Elternhaus gerufen worden. Seine Waffe habe Long legal erworben, berichteten US-Medien unter Berufung auf Ermittlungskräfte.

Der Vorfall ereignete sich am späten Mittwochabend um etwa 23.20 Uhr (Ortszeit) im «Borderline Bar & Grill» in Thousand Oaks, einem relativ reichen Vorort etwa 60 Kilometer von Los Angeles entfernt, nahe Malibu. In dem beliebten Country-Lokal gab es eine Veranstaltung für College-Studenten, zu der Zeugen zufolge Hunderte Menschen gekommen waren.

Wie die Zeitung «Ventura County Star» berichtete, soll der Schütze mindestens 30 Schüsse abgefeuert haben. Ein Zeuge sagte laut Sender ABC, der Täter habe auf einen Wachmann geschossen und Rauchbomben geworfen. Dann habe er das Feuer auf die anderen Menschen in dem Lokal eröffnet. «Er hat einfach weitergeschossen», sagte der Zeuge. Ein anderer berichtete, der Mann habe mit einer Handfeuerwaffe auf die Kassiererin geschossen.

Eine junge Frau beschrieb, wie sie sich von der Tanzfläche zum Hintereingang flüchtete. «Die Leute haben mit Stühlen die Fenster eingeschlagen, um rauszukommen», sagte sie dem Sender ABC7.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass Polizisten und Feuerwehrleute rund eine Stunde nach den Schüssen das Gebäude betraten. Bilder von ABC7 zeigten Einsatzkräfte, die Verletzte versorgten. Auch Ermittler der Bundespolizei FBI waren vor Ort. Sheriff-Sprecher Garo Kuredjian beschrieb die Gegend als normalerweise sehr sicher.

US-Präsident Donald Trump bedankte sich bei den Rettungskräften. Er sei über die Einzelheiten des Vorfalls informiert worden, schrieb Trump beim Kurznachrichtendienst Twitter. «Die Polizei hat großen Mut gezeigt», schrieb Trump. «Möge Gott die Opfer und ihre Familien segnen. Dank an die Rettungskräfte.»

@ dpa.de