Verteidigung, Bundeswehr

Sie wollten Elite-Kämpfer werden, doch bei der Ausbildung sollen sie gedemütigt worden sein: Junge Soldaten in Baden-Württemberg.

28.01.2017 - 10:02:05

Kaserne in Pfullendorf - Soldaten wegen sadistischer «Aufnahmerituale» suspendiert. Die Ermittlungen laufen.

Berlin - Wegen zweifelhafter Aufnahmerituale in einer baden-württembergischen Bundeswehr-Kaserne sind Ermittlungen gegen mehrere Soldaten eingeleitet worden. Sieben Soldaten seien vom Dienst suspendiert worden, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

«Spiegel online» berichtete zuerst darüber. Laut dem Bericht gab es in der Kaserne in Pfullendorf unter anderem «sexuell-sadistische Praktiken» sowie Gewaltrituale. Eine Sprecherin des Ausbildungskommandos sagte der Deutschen Presse-Agentur, geprüft würden unter anderem sogenannte Aufnahmerituale unter Mannschaftsdienstsoldaten.

Die Bundeswehr stellte Anzeige gegen mehrere Soldaten, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hechingen mitteilte. Bei den Anzeigen gehe es um den Verdacht auf Freiheitsberaubung und Nötigung. Die Bundeswehr habe die Fälle bereits intern untersucht, formelle Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gebe es derzeit aber noch nicht. «Das wird noch geprüft», sagte der Sprecher der Anklagebehörde.

Es habe auch Versetzungen innerhalb und jenseits des Ausbildungszentrums gegeben, so die Sprecherin des Ausbildungskommandos. Ermittlungen liefen. Im vergangenen halben Jahr seien verschiedene Vorfälle bekannt geworden.

«Viele Sachen sind dazuerfunden», sagte die Sprecherin über den Artikel. Im Kern treffe allerdings doch zu, dass es sowohl bei den Mannschaftsdienstsoldaten als auch bei der Sanitätsausbildung Untersuchungen gebe. «Zu Details können wir nichts sagen.» So würden unter anderem noch Soldaten vernommen.

«Spiegel online» berichtete, es gehe auch um Erniedrigungen von Rekruten sowie sexuelle Nötigung. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) habe sich persönlich eingeschaltet, so das Online-Magazin.

Bei den Wachsoldaten geht es bei den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nach «Spiegel»-Informationen um den Verdacht der Freiheitsberaubung, gefährlichen Körperverletzung sowie um Gewaltdarstellungen und Nötigung. Im Oktober 2016 habe sich ein weiblicher Leutnant aus dem Sanitätsbereich an den Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels (SPD) und direkt an die Ministerin gewandt.

Die Frau habe beschrieben, dass sich Rekruten bei der Ausbildung vor den Kameraden nackt ausziehen mussten. «Vorgesetzte filmten mit, angeblich zu Ausbildungszwecken», so «Spiegel online». Die Rede ist auch von medizinisch unsinnigen, sexuell motivierten Übungen.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Nach Sondierungsverhandlungen - Bundeswehrverband «erschüttert» über GroKo-Pläne. «Ich bin enttäuscht und erschüttert vom Ergebnis der Sondierungen», sagte Verbandschef André Wüstner der Deutschen Presse-Agentur. Berlin - Der Bundeswehrverband hat die Pläne von Union und SPD für die Truppe scharf kritisiert und als unverantwortlich zurückgewiesen. (Politik, 14.01.2018 - 09:10) weiterlesen...

Bundeswehrverband «erschüttert» über GroKo-Pläne. «Ich bin enttäuscht und erschüttert vom Ergebnis der Sondierungen», sagte Verbandschef André Wüstner der dpa. Die ausgehandelten Etatsteigerungen für die Bundeswehr reichten bei weitem nicht aus. Zum Ergebnis der Sondierungsverhandlungen über eine große Koalition gehört die Erhöhung des Etats für Verteidigungs-, und für Entwicklungsausgaben von zwei Milliarden Euro bis 2021. Welcher Anteil des Betrags an die Bundeswehr geht, bleibt im Papier unklar. Berlin - Der Bundeswehrverband hat die Pläne von Union und SPD für die Truppe scharf kritisiert und als unverantwortlich zurückgewiesen. (Politik, 14.01.2018 - 04:56) weiterlesen...

Bericht: Bundeswehr muss alte Rettungshubschrauber nutzen. Die Neubeschaffung der Helikopter verzögere sich, weil sich die Hersteller Bell und Airbus vor der Vergabekammer des Bundes streiten. Nach Schätzungen der Rüstungsabteilung sei mit neuen SAR-Hubschraubern frühestens im Jahr 2020 zu rechnen. Bis dahin müsse sich die Truppe weiter mit den altersschwachen Bell-Hubschraubern behelfen - ein Modell, das seit dem Ende der sechziger Jahre im Einsatz ist. Berlin - Die Bundeswehr muss nach einem «Spiegel»-Bericht weiter auf ein Nachfolgemodell für ihre alten Rettungshubschrauber vom Typ Bell UH-1D warten. (Politik, 13.01.2018 - 10:52) weiterlesen...