Konflikte, Südkorea

Seoul / Singapur - Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea stoppen zu wollen, hat in Seoul überrascht.

12.06.2018 - 16:02:05

Überraschung in Seoul - Südkorea will Trumps Ankündigung zum Manöver-Stopp klären. An diesem Punkt sei es nötig, die «Bedeutung und Absicht» der Bemerkungen Trumps zu klären.

Das teilte ein Sprecher des Präsidialamts in Seoul mit. Trump hatte im Anschluss an das Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Singapur erklärt, die «Kriegsspiele» seien sehr teuer. Südkorea leiste seinen Beitrag für die Manöver, «aber nicht 100 Prozent». Sie sollten eingestellt werden, sagte Trump, ohne aber Einzelheiten zu nennen.

Auch wolle er die in Südkorea stationierten US-Soldaten zurückholen. Doch diese Frage sei «jetzt nicht Teil der Gleichung», sagte er mit Blick auf seine Gespräche mit Kim über eine Lösung des Streits um das nordkoreanische Atomprogramm und eine Friedenslösung für die koreanische Halbinsel.

Südkoreas Präsident Moon Jae In würdigte den Gipfel Trumps mit Kim als bedeutenden Schritt hin zum Frieden. Er äußerte sich aber nicht zu den Manövern, die ein wichtiger Bestandteil des Bündnisses mit den USA sind. Diese haben derzeit 28 500 Soldaten in Südkorea als Abschreckung gegen Bedrohungen durch Nordkorea stationiert. Nordkorea warf den USA in der Vergangenheit regelmäßig vor, durch ihre gemeinsamen Manöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was von beiden stets bestritten wurde.

Es gebe keine «aktualisierte Weisung zur Durchführung oder Einstellung der Übungen», hieß es in einer Stellungnahme der US-Streitkräfte Korea (USFK). Das gelte auch für die Übung «Ulchi Freedom Guardian», die für den Herbst geplant sei.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Atom-Abrüstung bis 2021 - Dialog der USA mit Nordkorea kommt in Fahrt. Nach den Fortschritten auf dem Korea-Gipfel sind rasch weitere Gespräche geplant. Die USA setzen Nordkorea eine Frist zur atomaren Abrüstung: Januar 2021. (Politik, 20.09.2018 - 14:44) weiterlesen...

Nach Korea-Gipfel - Kim wünscht Besuch Pompeos in Nordkorea und Gipfel mit Trump Seoul - Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wünscht einen baldigen Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo in Pjöngjang und einen neuen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump. (Politik, 20.09.2018 - 13:08) weiterlesen...

Atom-Abrüstung bis 2021 - USA nehmen Dialog mit Nordkorea wieder auf. Nach dem Korea-Gipfel sind Gespräche in New York und Wien geplant. Die USA setzen Nordkorea eine Frist zur atomaren Abrüstung: Januar 2021. (Politik, 20.09.2018 - 11:33) weiterlesen...

Südkoreas Präsident reist nach Korea-Gipfel zurück. Moon sei nach dem Besuch des von den Koreanern als heilig verehrten Bergs Paektu an der Grenze zu China wieder auf dem Rückflug nach Seoul, sagte ein Sprecher des Präsidenten. Beim dreitägigen Treffen in Pjöngjang hatte Kim neue Abrüstungsangebote im Streit um das Atomwaffenprogramm des Landes gemacht. Pjöngjang - Nach einem gemeinsamen Ausflug zum höchsten Berg auf der koreanischen Halbinsel haben Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In ihr drittes Gipfeltreffen beendet. (Politik, 20.09.2018 - 09:58) weiterlesen...

USA nehmen Dialog mit Nordkorea wieder auf. US-Außenminister Mike Pompeo lud seinen Kollegen Ri Yong Ho aus Nordkorea zu einem Treffen nächste Woche am Rande der UN-Vollversammlung in New York ein. Auch sind weitere Gespräche hoher Beamter in Wien geplant. Pompeo setzte eine Frist: Den USA gehe es um eine rasche Denuklearisierung, die bis Januar 2021 abgeschlossen sein solle, so wie es Machthaber Kim Jong Un selbst zugesagt habe. Dann läuft die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ab. Pjöngjang - Die neuen Abrüstungsangebote Nordkoreas auf dem Korea-Gipfel bringen auch den Dialog des Landes mit den USA wieder in Gang. (Politik, 20.09.2018 - 07:52) weiterlesen...

Posen am Paektu Auf einer Aussichtsplattform des Vulkans Paektu richten nordkoreanische Soldaten ihre Hüte für ein Foto. (Media, 20.09.2018 - 07:50) weiterlesen...