G7, Hunger

Selten gab es so viel Streit auf einem G7-Gipfel.

27.05.2017 - 15:24:08

Trump bleibt unnachgiebig - G7-Gipfel endet im Streit mit USA beim Klimaschutz. Die Differenzen mit Trump überschatteten die Beratungen. Im Klimaschutz sind die USA völlig isoliert. Der Streit über die Handelspolitik ist dagegen zunächst entschärft.

  • Flüchtlingsboote - Foto: Italian Navy Press Office/Archiv

    Von der italienischen Marine im Januar gerettete Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer vor Sizilien. Wieder sind Hunderte Menschen aus Seenot gerettet worden, für einige kam jede Hilfe zu spät. Foto: Italian Navy Press Office/Archiv

  • Verkehr in Peking - Foto: Verkehr in Peking: Die Massenmotorisierung schnürt Chinas Metropolen die Luft ab. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv

    Verkehr in Peking: Die Massenmotorisierung schnürt Chinas Metropolen die Luft ab. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv

  • Wüste - Foto: Bing Han

    Die Wüsten - hier eine Region im Norden Chinas - dehnen sich aus. Foto: Bing Han

  • Dürre und Hunger in Kenia - Foto: Stephen Morrison

    Dürre und Hunger in Kenia: Experten sehen auch im Klimawandel Gründe für die Flüchtlingsströme. Foto: Stephen Morrison

  • G7-Gipfel - Foto: Guido Bergmann/Bundesregierung

    Mühsame Gespräche beim G7-Gipfel, den manche Beobachter für gescheitert halten. Foto: Guido Bergmann/Bundesregierung

  • Arktis - Foto: Das Eis in der Arktis schmilzt - und die neue US-Regierung glaubt nicht, dass das am menschgemachten Klimawandel liegt. Foto: Ulf Mauder

    Das Eis in der Arktis schmilzt - und die neue US-Regierung glaubt nicht, dass das am menschgemachten Klimawandel liegt. Foto: Ulf Mauder

  • Trump - Foto: Michael Kappeler

    Schwieriger Verhandlungspartner: US-Präsident Donald Trump bei einem Gespräch mit Kanzlerin Merkel. Foto: Michael Kappeler

  • TTIP-Gegner - Foto: Stefan Puchner

    TTIP-Gegner protestieren: «Fairer Handel statt Freihandel». US-Präsident Trump formuliert das nicht unähnlich. Foto: Stefan Puchner

  • Werbung für TTIP - Foto: Paul Zinken

    «Ohne TTIP muss ich Zuhause bleiben» - Werbung der Wirtschaftsverbände für das Freihandelsabkommen im Herbst 2016. Mit dem Trump-Wahlsieg hat sich das Thema vorerst erledigt. Foto: Paul Zinken

  • Gerettet - Foto: Migranten und Flüchtlinge in einem Gummiboot mit dem Ziel Europa. Sie wurden nördlich der libyschen Stadt Sabratha aus dem Mittelmeer gerettet. Foto: Emilio Morenatti

    Migranten und Flüchtlinge in einem Gummiboot mit dem Ziel Europa. Sie wurden nördlich der libyschen Stadt Sabratha aus dem Mittelmeer gerettet. Foto: Emilio Morenatti

Flüchtlingsboote - Foto: Italian Navy Press Office/ArchivVerkehr in Peking - Foto: Verkehr in Peking: Die Massenmotorisierung schnürt Chinas Metropolen die Luft ab. Foto: Adrian Bradshaw/ArchivWüste - Foto: Bing HanDürre und Hunger in Kenia - Foto: Stephen MorrisonG7-Gipfel - Foto: Guido Bergmann/BundesregierungArktis - Foto: Das Eis in der Arktis schmilzt - und die neue US-Regierung glaubt nicht, dass das am menschgemachten Klimawandel liegt. Foto: Ulf MauderTrump - Foto: Michael KappelerTTIP-Gegner - Foto: Stefan PuchnerWerbung für TTIP - Foto: Paul ZinkenGerettet - Foto: Migranten und Flüchtlinge in einem Gummiboot mit dem Ziel Europa. Sie wurden nördlich der libyschen Stadt Sabratha aus dem Mittelmeer gerettet. Foto: Emilio Morenatti

Taormina - Die großen Industriestaaten haben auf ihrem Gipfel die Differenzen mit den USA im Klimaschutz nicht überbrücken können. In der Abschlusserklärung wurde deutlich gemacht, dass sich die USA nicht klar zum bekennen, hieß es beim G7-Gipfel aus diplomatischen Kreisen.

Die anderen bekräftigen hingegen, die Verpflichtungen zur Verringerung der Treibhausgase schnell umsetzen zu wollen.

US-Präsident Donald Trump kündigte für die kommende Woche eine Entscheidung zum Verbleib der USA im Klimaschutzabkommenan. Das schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter.

Den Streit über die Handelspolitik konnten die G7 zunächst entschärfen. Die Staats- und Regierungschefs rangen sich auf dem G7-Gipfel zu einer Formulierung zum Kampf gegen den Protektionismus durch, hieß es aus Diplomatenkreisen.

Die G7 wollen am Nachmittag noch über die Sanktionen gegen Russland beraten, das wegen der Annexion der Krim seit 2014 nicht mehr bei den Treffen dabei ist.

Die Staats- und Regierungschefs kamen am letzten Tag des zweitägigen Gipfels mit Vertretern aus Äthiopien, Kenia, Niger, Nigeria, Tunesien und Guinea zusammen, um über Flüchtlinge und Hungersnöte in Afrika zu sprechen.

Entwicklungsorganisationen appellierten eindringlich an die G7, mehr Finanzmittel für den aktuellen Kampf gegen Hunger bereit zu stellen. «Die Kinder sterben jetzt», sagte Silvia Holten von World Vision. Die großen Industrienationen könnten nicht länger warten. «Es ist ein Desaster.» Die Hilfsorganisationen fordern, dass der UN-Appell für den Kampf gegen die Hungersnöte in Höhe von 6,9 Milliarden US-Dollar auch erfüllt wird. Bisher liegen nur Zusagen über 30 Prozent vor.

Aktivisten kritisierten die G7 wegen Untätigkeit in der Flüchtlingskrise. «Der Skandal des Gipfels ist, dass die G7-Führer direkt hier nach Sizilien ans Meer kommen, wo 1400 Menschen allein seit Jahresanfang ertrunken sind, und nichts ernsthaft dagegen tun», sagte Edmund Cairns von Oxfam. Es müsse mehr Hilfe für Flüchtlinge und mehr Unterstützung für Entwicklungsländer geben, die allein 90 Prozent von ihnen beherbergten.

Auch müssten sichere Wege für Zuwanderer geschaffen werden, forderte Cairns. Es sei «eine der größten Enttäuschungen des Gipfels», dass Italien mit seinem Plan für einen geordneten Umgang mit den Flüchtlingen am Widerstand der USA gescheitert sei. Der Gastgeber habe die Welt daran erinnern wollen, dass Zuwanderer auch Vorteile für die Länder brächten, die sie aufnehmen. «Das scheint völlig vergessen worden zu sein.» Die USA bestanden schon im Vorfeld des Gipfels darauf, dass die Initiative der Italiener gekippt wird.

Trump zeigte auch . Während der Ansprache des Gipfelgastgebers bei dem Treffen mit den afrikanischen Ländern trug Trump keine Kopfhörer für eine Simultanübersetzung. Gentiloni sprach auf Italienisch. Trump war schon mit einer satten Verspätung zu der Sitzung erschienen. Italiens Ministerpräsident sprach sich dabei dafür aus, beim G20-Gipfel in Hamburg die Beziehungen mit Afrika ins Zentrum zu stellen.

@ dpa.de

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