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Konflikte, Ghassem Soleimani

Seit Tagen versammeln sich im Irak die Menschen.

07.01.2020 - 12:02:05

Opferzahl könnte noch steigen - Massenpanik bei Soleimani-Trauerzug: Mindestens 30 Tote. Erst Zehntausende, dann Hunderttausende, in Teheran sogar Millionen. Am letzte Tag der Trauerfeierlichkeiten kommt es zu einer Massenpanik - mit verheerenden Folgen.

  • Trauerfeier Soleimani - Foto: Amir Hesaminejad/Tasnim News Agency/AP/dpa

    Die Särge des iranischen Generals Ghassem Soleimani und weiterer Getöteter werden durch die schiitische Hochburg Ghom gefahren. Foto: Amir Hesaminejad/Tasnim News Agency/AP/dpa

  • Trauerfeier Soleimani - Foto: Erfan Kouchari/Tasnim News Agency/AP/dpa

    Der Trauerzug in Soleimanis Geburtsstadt Kerman im Süden des Iran. Foto: Erfan Kouchari/Tasnim News Agency/AP/dpa

Trauerfeier Soleimani - Foto: Amir Hesaminejad/Tasnim News Agency/AP/dpaTrauerfeier Soleimani - Foto: Erfan Kouchari/Tasnim News Agency/AP/dpa

Kerman - Bei einer Massenpanik während des Trauerzugs für den iranischen General Ghassem Soleimani in Kerman sind am Dienstag mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen.

Nach offiziellen Angaben iranischer Behörden wurden außerdem Dutzende Menschen verletzt. Die Opferzahl könnte noch steigen, erklärten Behörden nach Angaben des staatlichen Fernsehens. Auf den sozialen Medien war von mindestens 35 Toten die Rede. war in der Nacht zum Freitag in der irakischen Hauptstadt Bagdad bei einem US-Angriff getötet worden.

In Kerman hatten sich nach Medienangaben Hunderttausende Menschen versammelt, um den Trauerzug durch den Geburtsort Soleimanis zu begleiten. Der Marsch führte am Dienstag durch das Zentrum der Stadt im Südosten des Landes zum Märtyrer-Friedhof, wo Soleimani später beerdigt werden sollte. Die Zeremonie wurde erneut auf fast allen Fernsehkanälen live übertragen.

Anwesend beim Trauerzug war auch der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden (IRGC), Hussein Salami. «Wir werden Rache nehmen und die wird konsequent und hart sein, so dass die Amerikaner ihre Tat », sagte Salami. Die Masse erwiderte den Aufruf mit «Rache, Räche»- und «Allahu Akbar»-Rufen («Gott ist der Größte»).

Wegen des erwarteten Massenandrangs war der Dienstag in Kerman zum örtlichen Feiertag erklärt worden - wie zuvor schon der Montag in der Hauptstadt Teheran. Damit wollte die Regierung möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, sich von dem als Märtyrer verehrten General zu verabschieden.

Zuvor hatte es in mehreren iranischen Städten große Trauerzüge gegeben. Allein in Teheran nahmen am Montag nach Medienberichten Abschied von Soleimani. Zuvor hatten Hunderttausende an Trauerzeremonien in Ahwas, Maschad und Ghom teilgenommen. Die Bilder der von unzähligen Menschen gesäumten Straßen gingen um die Welt.

Washington rechtfertigte den Luftschlag gegen Soleimani damit, dass der Chef der Al-Kuds-Einheiten folgenschwere Angriffe auf US-Bürger geplant habe. Soleimani war der wichtigste Vertreter der iranischen Streitkräfte im Ausland und galt als Architekt der iranischen Militärstrategie in den Nachbarländern.

@ dpa.de