Konflikte, Saudi-Arabien

Seit einem Monat blockieren Katars Kontrahenten das Emirat.

05.07.2017 - 10:20:05

Krise am Golf - Katars Gegner erhalten Antwort auf ihre Forderungen. Jetzt wollen sie über die Antwort des Wüstenstaates auf ihre weitreichenden Forderungen beraten - und dann die nächsten Schritte entscheiden.

  • Gabriel in Abu Dhabi - Foto: Gregor Fischer

    Außenminister Sigmar Gabriel (l) und der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Zayed Al Nayan, sprechen während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Abu Dhabi. Foto: Gregor Fischer

  • Gabriel in Doha - Foto: Gregor Fischer

    Der Geschäftsführer von Qatar Airways, Al Baker (l-r), der Generalsekretär des Außenministeriums, Al-Hamadi, und der deutsche Botschafter in Katar, Muzel, begrüßen Außenminister Gabriel in Doha. Foto: Gregor Fischer

  • Doha - Foto: Yoan Valat

    Die Skyline der katarischen Hauptstadt Doha. Foto: Yoan Valat

  • Gabriel in Katar - Foto: Gregor Fischer

    Sigmar Gabriel (2.v.l.) und Katars Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani in Doha (Katar). Foto: Gregor Fischer

Gabriel in Abu Dhabi - Foto: Gregor FischerGabriel in Doha - Foto: Gregor FischerDoha - Foto: Yoan ValatGabriel in Katar - Foto: Gregor Fischer

Abu Dhabi - In der Krise am Golf haben Katars Kontrahenten die Antwort des Emirats auf ihren Forderungskatalog erhalten. In einer gemeinsamen Stellungnahme teilten die Staaten mit, sie würden ihrerseits «rechtzeitig» antworten.

In wenigen Stunden treffen sich die Außenminister von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Bahrain und Ägypten in Kairo. Dabei könnten neue Sanktionen gegen Katar beschlossen werden. Der Inhalt des Briefes, der über den Vermittler Kuwait übergeben wurde, ist unbekannt. Da sich Katar wiederholt ablehnend zu den weitreichenden Forderungen äußerte, wird kein Einlenken des Emirats erwartet.

Der katarische Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani wies zuletzt die Forderungen der arabischen Staaten an sein Land als «unrealistisch» zurück. Nach einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen Sigmar Gabriel in Doha warf er Saudi-Arabien und seinen Verbündeten vor, Katar mit Lügen zu diffamieren.

Gabriel sieht nach Gesprächen mit den Außenministern von Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) trotzdem Spielraum für eine Entspannung in der Krise. «Ich glaube, dass es ausreichend Möglichkeiten gibt, eine Verschärfung der Lage zu verhindern», sagte er in Abu Dhabi am zweiten Tag seiner Reise durch die Region.

In der Nacht zu heute lief ein Ultimatum von Saudi-Arabien, Bahrain, den VAE und Ägypten an Katar aus. Die vier Staaten hatten vor vier Wochen alle Beziehungen zu dem Emirat abgebrochen und eine Blockade gegen das Land verhängt.

Sie werfen dem kleinen, aber reichen Wüstenstaat unter anderem vor, Terrorgruppen zu fördern. In einem weitreichenden Forderungskatalog verlangen sie von Katar, seinen TV-Kanal Al-Dschasira zu schließen und die Beziehungen zum schiitischen Iran zurückzufahren. Auch die türkischen Soldaten sollen das Land verlassen.

Der katarische Scheich Mohammed erklärte wiederum, die anderen Staaten benutzten den Terror-Vorwurf gegen Katar nur als Vorwand, um international Sympathie für ihre Maßnahmen zu bekommen. Im Kampf gegen den Terror seien in Katar «gewaltige Anstrengungen» unternommen worden, mehr als in anderen Ländern. VAE-Außenminister Abdullah bin Said Al Nahjan hatte zuvor nach dem Gespräch mit Gabriel den Vorwurf bekräftigt, Katar fördere Extremisten und untergrabe den Kampf gegen den Terror.

Gabriel würdigte Katars zurückhaltende Reaktion auf die Blockade. Das Emirat habe keine Gegenmaßnahmen ergriffen, sondern «von der ersten Minute an versucht, zum Dialog aufzufordern», erklärte er. Gabriel setzt darauf, dass durch dieses Verhalten eine Deeskalationsspirale in Gang kommt. «Unsere Hoffnung ist, dass in der Reaktion darauf genauso angemessen reagiert wird», sagte er. Katars Außenminister erneuerte die Bereitschaft seines Landes zu Verhandlungen.

Gabriel besucht bei seiner Golfreise heute Kuwait, nachdem er zuvor nach Saudi-Arabien, in die VAE und nach Katar gereist war. Gabriel bemüht sich um eine Entspannung in dem Konflikt.

@ dpa.de

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