Presse- und Informationszentrum Sanitätsdienst

Schulterschluss auf der Festung Ehrenbreitstein

04.09.2019 - 15:26:25

Schulterschluss auf der Festung Ehrenbreitstein. Koblenz - - Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/bilder - Die Zusammenarbeit der militärischen Sanitätsdienste auf NATO- und EU-Ebene führte bisher über zwei separate Gleise. Am 3. September 2019 haben die höchsten Vertreter der Sanitätsdienste aus 14 Nationen eine ...

Koblenz -

- Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/bilder -

Die Zusammenarbeit der militärischen Sanitätsdienste auf NATO- und EU-Ebene führte bisher über zwei separate Gleise. Am 3. September 2019 haben die höchsten Vertreter der Sanitätsdienste aus 14 Nationen eine Erklärung unterzeichnet, die beide Gleise zusammenführen sollen. Die Feststellung der "Initial Operational Capability" (IOC), also der Erstbefähigung des Multinational Medical Coordination Centre/European Medical Command (MMCC/EMC), bildet den eigentlichen Startschuss der Kooperation. "Die Veranstaltung ist deshalb so wichtig, weil die höchsten Repräsentanten der Sanitätsdienste mit ihrer Unterschrift die Verbundenheit mit und auch die Verpflichtung für dieses so wichtige Projekt der Sanitätsdienste der NATO und EU dokumentieren", erklärt Generalarzt Dr. Stefan Kowitz, Direktor des (MMCC/EMC).

MMCC/EMC

Das MMCC/EMC fungiert als Bindeglied zwischen NATO und EU. Seit der Aufstellung im Dezember 2017 hat das multinationale Zentrum die Aufgabe, sanitätsdienstliche Fähigkeiten der verschiedenen Nationen zu koordinieren. Auch gilt es, die verschiedenen Anforderungen an die sanitätsdienstlichen Einsatzkräfte nach NATO-, EU- und VN-Mandat zu harmonisieren, um für alle Mandate gleichsam gewappnet sein zu können. Zukünftig wird das MMCC/EMC auch Dienstleistungen im Bereich Verwundetensteuerung und Sanitätslogistik anbieten.

Runder Tisch

Der "runde Tisch" im Kuppelsaal der Festung Ehrenbreitstein war zwar rechteckig, hatte aber durchaus Signalwirkung. So sollen die beteiligten Nationen das in Koblenz beheimatete MMCC/EMC gleichberechtigt mit Leben füllen. Bisher besteht das multinationale Element MMCC/EMC neben den deutschen Anteilen, aus einem niederländischen, einem französischen und einem norwegischen Verbindungsoffizier. Nach dem Erreichen der IOC wird das Zentrum durch die Entsendung weiterer Verbindungsoffiziere der beteiligten Nationen nach Koblenz weiter aufwachsen.

Formelle Bestätigung

Am 4. August wurde die IOC dann vor den Vertretern der teilnehmenden 14 Staaten und zahlreicher Gäste mit einem militärisches Zeremoniell in der Koblenzer Rheinkaserne bestätigt und formell festgestellt. Vor den Augen der Vertreter der beteiligten Sanitätsdienste erklärte der stellvertretende Inspekteur des Sanitätsdienstes, Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps, das MMCC/EMC als "operationell erstbefähigt". Anschließend richtete auch der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, David Langner ein Grußwort an die multinationalen Vertreter und Besucher des Appells.

Zusammen sind wir stark

"Die Anwesenheit der höchsten Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Nationen unterstreicht die Wichtigkeit dieses Projektes. 90 % der Bürgerinnen und Bürger der EU leben in einem NATO-Staat. Dies resultiert in einem gemeinsamen Sicherheitsbedürfnis. Deshalb müssen wir die Interoperabilität zwischen diesen Staaten fördern, denn gemeinsam sind wir stark," erläutert Generalstabsarzt Dr. Schoeps abschließend die Bedeutung des MMCC/EMC.

OTS: Presse- und Informationszentrum Sanitätsdienst newsroom: http://www.presseportal.de/nr/122038 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_122038.rss2

Pressekontakt: Presse- und Informationszentrum Sanitätsdienst Telefon: 0261 869 13103 pizsanitaetsdienst@bundeswehr.org

@ presseportal.de