Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Rente, Soziales

Schon seit Anfang Dezember protestieren in Frankreich Hunderttausende gegen die Rentenreform.

10.01.2020 - 07:10:05

Proteste gegen Rentenreform - Frankreichs Premier Philippe empfängt wieder Sozialpartner. Seit einigen Tagen reden Regierung und Sozialpartner wieder miteinander.

  • Streiks in Frankreich - Foto: Daniel Cole/AP/dpa

    Demonstranten versammeln sich in Marseille: Die Wut über die geplante Rentenreform bleibt ungebrochen. Foto: Daniel Cole/AP/dpa

  • Streiks in Frankreich - Foto: Sadak Souici/Le Pictorium Agency/ZUMA/dpa

    Es ist der vierte große Protesttag in der Hauptstadt seit Beginn der Streiks vor mehr als einem Monat. Foto: Sadak Souici/Le Pictorium Agency/ZUMA/dpa

  • Frankreichs Premierminister Édouard Philippe - Foto: Francois Mori/AP/dpa

    Frankreichs Premierminister Édouard Philippe in Paris. Foto: Francois Mori/AP/dpa

  • Protest gegen die Rentenreform in Paris. - Foto: Thibault Camus/AP/dpa

    Protest gegen die Rentenreform in Paris. Foto: Thibault Camus/AP/dpa

Streiks in Frankreich - Foto: Daniel Cole/AP/dpaStreiks in Frankreich - Foto: Sadak Souici/Le Pictorium Agency/ZUMA/dpaFrankreichs Premierminister Édouard Philippe - Foto: Francois Mori/AP/dpaProtest gegen die Rentenreform in Paris. - Foto: Thibault Camus/AP/dpa

Paris - Im Konflikt um die Rentenreform will Frankreichs Premierminister Édouard Philippe heute (08.30 Uhr) in Paris wieder mit den Sozialpartnern zusammenkommen.

Dabei soll es um eine Konferenz zur dauerhaften Finanzierung des Rentensystems gehen - dieser Vorschlag war von der gemäßigten Gewerkschaft CFDT gekommen. Geplant sind Einzelgespräche des Premiers mit Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgebern.

Philippe hatte zuletzt am Dienstag mit den Sozialpartnern gesprochen. Die Proteste gegen das Reformvorhaben von Präsident Emmanuel Macron und der Mitte-Regierung dauern bereits seit fünf Wochen an und lähmen das Land. Stark betroffen sind die Staatsbahn SNCF und die Pariser Verkehrsgesellschaft RATP.

Erst am Donnerstag waren wieder Hunderttausende im ganzen Land gegen die Rentenreform auf die Straße gegangen. Das Innenministerium berichtete von 452.000 Menschen, davon 56 000 in der Hauptstadt. Die Gewerkschaft CGT sprach ihrerseits von 1,7 Millionen Demonstranten im ganzen Land.

Der Generalsekretär des größten Gewerkschaftsbunds CFDT, Laurent Berger, erhöhte vor dem Treffen mit dem Premier den Druck. «Jeder weiß, dass der Ball jetzt im Feld der Regierung liegt», sagte er. Diese müsse die geplante Regelung streichen, nach der die Franzosen erst mit 64 Jahren volle Rentenbezüge erhalten sollen. Nur dann sei die Gewerkschaft weiter gesprächsbereit. Premier Philippe hatte sich zuletzt bei diesem Thema offen gezeigt.

Das gesetzliche Renteneintrittsalter liegt in Frankreich bei 62 Jahren und soll bei der Reform auch nicht verändert werden. Allerdings müssen Arbeitnehmer, die mit 62 in Rente gehen, nach den Plänen mit Abschlägen rechnen. Die Regierung hatte stets betont, dass das Rentensystem finanziell ausgeglichen sein müsse und die Franzosen daher etwas länger arbeiten müssten.

Mit der Reform soll ein universelles Punktesystem ähnlich wie in Deutschland eingeführt werden. Damit würde die Zersplitterung in mehr als 40 Rentenkassen enden. Viele Berufsgruppen fürchten allerdings ein Aus für Sonderrechte und Privilegien. Die Regierung war ihnen bereits mit sehr langen Übergangsfristen entgegen gekommen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Normalität ab Montag? - Streikfront bröckelt in Frankreich - dennoch wieder Proteste. Dazu mischen viel zu viele Gewerkschaften mit. Eine von ihnen macht jetzt allerdings erstmal eine Verschnaufpause. In Frankreich wird es keinen Tag X geben, an dem plötzlich alle Streiks gegen die Rentenreform vorbei sind. (Politik, 19.01.2020 - 18:08) weiterlesen...

Wieder Gewalt bei «Gelbwesten»-Demonstration in Paris. Die Pariser Polizei meldete am Nachmittag mehr als 30 Festnahmen. Zu Spannungen soll es besonders am Pariser Ostbahnhof gekommen sein, berichtete der Sender Franceinfo. Mülltonnen wurden demnach in Brand gesteckt und Scheiben eingeschlagen. Die «Gelbwesten» demonstrieren bereits seit mehr als einem Jahr gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron. Ihr Ärger richtet sich auch gegen die geplante Rentenreform. Paris - Bei Protesten der «Gelbwesten» ist es in Paris zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. (Politik, 18.01.2020 - 17:00) weiterlesen...

Wieder Protest gegen Rentenpläne in Frankreich. Am Nachmittag zogen zahlreiche Demonstranten durch den Süden von Paris, auch in anderen Städten wie Toulouse, Marseille oder Rouen gab es Proteste. Es ist der sechste Massenprotest gegen die Reformpläne seit Beginn der Dauerstreiks vor sechs Wochen. Nach Schätzungen des Innenministeriums demonstrierten diesmal in ganz Frankreich rund 187 000 Menschen, davon 23 000 in der Hauptstadt. Paris - Trotz neuer Zugeständnisse der Regierung sind in Frankreich wieder Zehntausende gegen die Rentenreform auf die Straße gegangen. (Politik, 16.01.2020 - 22:50) weiterlesen...

Protest gegen Rentenpläne in Frankreich. Am Nachmittag zogen Demonstranten durch den Süden von Paris, auch in anderen Städten wie Toulouse, Marseille oder Rouen gab es Proteste. Es ist der sechste Massenprotest gegen die Reformpläne seit Beginn der Dauerstreiks vor sechs Wochen. Die Zahl der Demonstranten war zuletzt aber deutlich zurückgegangen. Auch die Lage im Bahnverkehr hatte sich in den vergangenen Tagen spürbar verbessert. Paris - Trotz neuer Zugeständnisse der Regierung sind in Frankreich wieder Tausende gegen die Rentenreform auf die Straße gegangen. (Politik, 16.01.2020 - 17:00) weiterlesen...

Wieder Großdemonstrationen in Frankreich erwartet. Geplant sind landesweite Demonstrationen und neue branchenübergreifende Ausstände. Der Demonstrationszug in Paris soll am Mittag im Süden der Hauptstadt bei Montparnasse starten. Auch in anderen Städten wie Marseille oder Lyon sind Proteste geplant. Die Blockaden von Häfen sollen ebenfalls weitergehen. Seit Beginn der Streiks Anfang Dezember ist es der sechste landesweite große Massenprotest. Paris - Frankreich steht ein neuer Massenprotest gegen die geplante Rentenreform bevor. (Politik, 16.01.2020 - 04:56) weiterlesen...