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Schalke-Boss Clemens Tönnies wird mal Rassismus, mal Diskriminierung vorgeworfen.

07.08.2019 - 13:40:06

Begriffsbestimmung - Rassismus und Diskriminierung - was ist das eigentlich?

Gelsenkirchen - Die einen finden keine Wohnung, andere keinen passenden Job - und das wegen ihrer Hautfarbe, Religion oder Herkunft. Ob Bildung oder Arbeitsmarkt, Gesundheitswesen oder Wohnungssuche: Studien belegen, dass Rassismus in Form subtiler Vorurteile für Menschen mit Migrationshintergrund noch häufig zum Alltag gehört.

Rassismus, sagt der Duden, ist eine Theorie, nach der Menschen oder Bevölkerungsgruppen «mit bestimmten biologischen Merkmalen hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus über- beziehungsweise unterlegen sein sollen». Rassisten geht es also stets darum, Menschen anderer Hautfarbe oder Religion durch die Zuordnung vermeintlich typischer Merkmale abzuwerten. Rassismus ist eine spezielle Form der Diskriminierung.

Anders als in der Rassenideologie der Nationalsozialisten zeige sich Rassismus heute seltener «offen und unverhohlen», heißt es bei der Heinrich-Böll-Stiftung. Aber: «Er erscheint in Gestalt alltäglicher Floskeln und scheinbar plausibler Unterscheidungen». An die Stelle biologischer seien mittlerweile kulturelle Unterscheidungen getreten, erläutert auch die Amadeu Antonio Stiftung. Rassisten fürchteten um die vermeintliche «kulturelle Identität» ihres Volkes und wollten diese vor «fremden» Einflüssen schützen.

Allgemeine Diskriminierung hingegen kann jeden treffen - jenseits von Religion oder Hautfarbe. In Definitionen ist von «ungerechtfertigter Ungleichbehandlung» die Rede. Gründe dafür können soziale, familiäre oder auch körperliche Merkmale sein: persönliche Lebensumstände, sexuelle Orientierung, Sprache, Alter, Geschlecht, Übergewicht, geistige oder körperliche Behinderung.

Jede Form von Diskriminierung ist mit sozialen Hierarchien und dem Verlust kultureller und gesellschaftlicher Privilegien verbunden. Von «Ideologien der Ungleichheit» spricht der Tübinger Soziologe und Rassismusforscher Floris Biskamp. «So lange es Ungerechtigkeit auf der Welt gibt, so lange wird es ein Ungerechtigkeitsdenken geben.»

@ dpa.de