Konflikte, Friedensgespräche

Sanaa - Nach der Ausreise von verletzten Huthi-Kämpfern in das Sultanat Oman ist der Weg für die Jemen-Friedensgespräche frei.

04.12.2018 - 10:08:07

Weg für Friedensgespräche frei - Huthi-Rebellen aus dem Jemen ausgeflogen. UN-Sondervermittler Martin Griffiths bestätigte auf Twitter, dass 50 Rebellen «aus humanitären Gründen» aus der jemenitischen Hauptstadt Sanaa ausgeflogen worden seien.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hatte am Montagmorgen der Ausreise der Verletzten zugestimmt. Deren Behandlung im benachbarten Oman war eine Bedingung der Huthis für die Teilnahme an den Friedensgesprächen.

Griffiths traf am Montag in Sanaa ein, um von dort mit der Delegation der Huthis nach Schweden zu fliegen, wo die Verhandlungen stattfinden sollen. Informationen deuten darauf hin, dass die Gespräche Mitte der Woche beginnen könnten.

Im Jemen kämpfen die Huthis gegen die international anerkannte Regierung des Landes, die von der saudisch geführten Militärkoalition unterstützt wird. Das sunnitische Saudi-Arabien sieht in den Rebellen einen Verbündeten seines schiitischen Erzfeindes Iran.

Das Bündnis kontrolliert den Luftraum über dem Jemen und hat mit seinen Luftangriffen maßgeblich zur Eskalation des Konflikts beigetragen. Seit 2015 starben in dem Bürgerkrieg mehr als zehntausend Menschen. Die UN bezeichnen die Situation im bitterarmen Jemen als derzeit schwerste humanitäre Krise der Welt.

Die mit Saudi-Arabien verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sehen in den Friedensgesprächen eine «wegweisende Gelegenheit» für ein tragfähige politische Lösung. Diese sei die beste Chance, um die Krise zu beenden, twitterte VAE-Vizeaußenminister Anwar Karkasch.

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