Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Mittelbayerische Zeitung

Regensburg - Hansi Flick, dem Trainer des FC Bayern M?nchen, w?rde es nicht im Traum einfallen, seinen besten St?rmer, den zurzeit verletzten Robert Lewandowski, in einem entscheidenden Spiel auf der Bank sitzen zu lassen.

16.04.2021 - 18:32:15

Den Besten nicht auf die Bank setzen/ Die ungekl?rte Kandidatenk?r schadet vor allem der CDU. Dass es daf?r kein vern?nftiges Verfahren gab, hat auch Angela Merkel zu verantworten.

Regensburg - Hansi Flick, dem Trainer des FC Bayern M?nchen, w?rde es nicht im Traum einfallen, seinen besten St?rmer, den zurzeit verletzten Robert Lewandowski, in einem entscheidenden Spiel auf der Bank sitzen zu lassen. Wenn es um alles geht, dann muss der Mann auf den Platz, der in der Lage ist, das entscheidende Tor zu machen. Nun ist die Politik nur bedingt mit dem Spiel auf dem gr?nen Rasen zu vergleichen. Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff, der vor der Landtagswahl im Juni steht, h?lt Markus S?der f?r den besseren Kanzlerkandidaten der Union. Er erhofft sich vom bayerischen Umfragespitzenreiter die wichtigen Tore auch f?r die Christdemokraten zwischen Harz und Elbe.So wie Haseloff und die Landes-CDU in Magdeburg r?cken auch andere Christdemokraten von ihrem Parteichef Armin Laschet ab. Dem freundlichen, aber nicht sonderlich beliebten CDU-Vorsitzenden trauen sie einfach nicht zu, dass er bei der Bundestagswahl im September die entscheidenden Punkte holt. Die Unterst?tzung f?r Laschet br?ckelt, trotz oder gerade wegen des Votums der Parteigremien f?r ihn. Das macht die Entscheidung in der K-Frage, die "an diesem Wochenende" - wann ist das eigentlich genau, bereits am Freitag oder erst am Sonntagabend? - nun endlich gef?llt werden soll, der Union so schwierig und doch so einfach zugleich. Schwierig, weil sich die beiden Kandidaten-Kandidaten offenbar auch in langen Gespr?chen unter vier Augen nicht einigen k?nnen, wer es machen und wer zur?ckstehen soll. Jedenfalls sah es bisher nicht danach aus. Aber Wunder sollte man ja auch in der Politik nicht v?llig ausschlie?en. Einfach, weil eigentlich in jeder Mannschaft der beste St?rmer nicht auf der Bank sitzen, sondern Tore schie?en sollte.Bei dem Hickhack um die Unions-Spitzenkandidatur ger?t zudem etwas aus dem Blick, dass Angela Merkel an der Malaise nicht ganz unschuldig ist. Die Langzeitkanzlerin hatte zwar ihren R?ckzug aus dem Kanzleramt f?r das Ende dieser Wahlperiode erkl?rt. Ein geordnetes, von beiden Unionsparteien akzeptiertes Verfahren hatte sie jedoch nicht vorgelegt. Und gleich gar nicht einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin aufgebaut. Zumindest hat Merkel relativ teilnahmslos zugeschaut, wie ihre Nachfolgerin an der CDU-Spitze, Annegret Kramp-Karrenbauer, nach und nach demontiert und als Nicht-Kanzlerinnen-tauglich abserviert wurde.Dabei war Merkel vor knapp 20 Jahren selbst klug genug, um dem aussichtsreicheren Edmund Stoiber den Vortritt als Kanzlerkandidat der Union zu lassen. Im legend?ren Fr?hst?ck in Wolfratshausen am 11. Januar 2002 ?bertrug die junge CDU-Chefin dem CSU-Chef diese Verantwortung. Stoiber scheiterte damals nur denkbar knapp - mit bundesweit rund 6000 fehlenden W?hlerstimmen - an Amtsinhaber Gerhard Schr?der. Zu solch einem gro?en und im Sinne der Gesamt-Union klugen Schritt, wie Merkel seinerzeit in Oberbayern, scheint Laschet offenbar nicht in der Lage.Dabei nagt die nervige H?ngepartie um die Kandidaten-Besetzung l?ngst an der Zustimmung zur Union. Die Geschlossenheit, auf die vor allem Konservative so viel Wert legen, ist zum Teufel. Der Riss geht vor allem mitten durch die CDU. Und je l?nger die Auseinandersetzung, Laschet oder S?der, andauert, umso schlimmer wird es. Auf der anderen Seite wird der Druck auf die Union auch durch die Gr?nen erh?ht. Die wollen n?mlich am Montag verk?nden, wer von den beiden Vorsitzenden Kanzlerkandidat(in) wird. Auch wenn bei den in Umfragen relativ hoch gehandelten Gr?nen kaum etwas nach au?en dringt, scheint vieles auf die scharfz?ngige Annalena B?rbock hinzudeuten. Auch f?r die Gr?nen w?re der Macher S?der eine gr??ere Herausforderung als der z?gerliche Merkel-Fortsetzer Laschet.

Pressekontakt:

Mittelbayerische Zeitung Redaktion Telefon: +49 941 / 207 6023 nachrichten@mittelbayerische.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/62544/4891244 Mittelbayerische Zeitung

@ presseportal.de