Unwetter, Deutschland

Regen, Regen, Regen - seit Tagen ziehen heftige Unwetter über Teile des Landes, fluten Keller und Straßen.

12.06.2018 - 13:56:06

Extremwetter legt Pause ein - Faustgroße Hagelkörner und viel Regen. Wieder hat es den Süden Deutschlands getroffen. Nun soll Schluss damit sein - vorerst.

  • Unwetter in Karlstein am Main - Foto: Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

    Heftiger Regen hat in Karlstein am Main nördlich von Aschaffenburg für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Foto: Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

  • Nach dem Unwetter - Foto: Kohls/Sueddeutsche Mediengesellschaft

    Ein Auto wird in Baden-Württemberg aus einer überfluteten Unterführung gezogen. Foto: Kohls/Sueddeutsche Mediengesellschaft

  • Unwetter in Lorch - Foto: Bulling/Sueddeutsche Mediengesellschaft

    Anwohner in Lorch befreien die Straße nach einem Unwetter von Unrat. Foto: Bulling/Sueddeutsche Mediengesellschaft

Unwetter in Karlstein am Main - Foto: Kreisbrandinspektion AschaffenburgNach dem Unwetter - Foto: Kohls/Sueddeutsche MediengesellschaftUnwetter in Lorch - Foto: Bulling/Sueddeutsche Mediengesellschaft

Berlin/Stuttgart - Das Wetter über Deutschland kommt nicht zur Ruhe. Erneut haben heftige Regenfälle in einigen Landesteilen Straßen und Keller überschwemmt. Betroffen waren in der Nacht zum Dienstag der Süden und Südwesten. Aus der Oberpfalz meldete die Polizei faustgroße Hagelkörner.

Viele Dächer und Fahrzeuge wurden beschädigt. In Regensburg setzte ein Blitz einen Dachstuhl in Brand. Laut Vorhersage legt das Extremwetter nun eine Pause ein - vorerst.

Noch haben die Betroffenen mit den Folgen heftiger Regenfälle zu kämpfen. So mussten nasse Keller getrocknet werden, Feuerwehren räumten Schlamm beiseite. Für diesen Dienstag rechneten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erneut mit schauerartigen Regenfällen in Teilen von Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Südhessen. Punktuell seien auch Unwetter möglich.

Die Feuerwehren kommen also nicht zur Ruhe, wie schon in den Wochen zuvor. In Baden-Württemberg war in der Nacht zum Dienstag besonders die Region südlich und westlich von Stuttgart betroffen. Der Hauptbahnhof der Stadt Reutlingen musste zwischenzeitlich wegen Überflutung gesperrt werden. Ein Baukran wurde unterspült, vom Wasser betroffene Baustromverteiler verursachten einen Stromausfall.

Einen älteren Mann musste die Polizei in Kirchheim unter Teck aus seinem mit Wasser vollgelaufenen Auto befreien. Ein Polizist schlug die Scheibe des Wagens ein und wurde dabei leicht verletzt, der Autofahrer blieb unverletzt. In Teilen Mannheims fiel der Strom aus. Ursache war ein Brand in einem Umspannwerk, wie ein Polizeisprecher sagte. Er vermutete einen Blitzeinschlag als Ursache für das Feuer.

Bereits am Montagabend waren schwere Unwetter über Süd- und Mitteldeutschland hinweggezogen. Sintflutartiger Regen ließ in Südhessen zahlreiche Keller volllaufen. Besonders betroffen war Bürstadt an der Bergstraße. Einige Kellerwohnungen standen hier 60 bis 80 Zentimeter hoch unter Wasser.

Unwetterfolgen auch in Frankreich: Nach einem Erdrutsch entgleiste am Dienstagmorgen ein Vorortzug südwestlich von Paris. Sieben Menschen wurden leicht verletzt, wie der Radionachrichtensender Franceinfo unter Berufung auf Verkehrsministerin Elisabeth Borne berichtete. Der Erdrutsch wurde durch starke Regenfälle ausgelöst.

In Deutschland bringen die nächsten Tage eine Verschnaufpause. Am Mittwoch halte endlich auch im Süden des Landes die langersehnte Wetterberuhigung samt kühleren Temperaturen Einzug, sagte ein DWD-Sprecher. Der Regen ziehe sich immer mehr zum östlichen Alpenrand zurück. Die schwüle Hitze nehme spürbar ab. Am Donnerstag bringt laut Prognose ein Tief viele Wolken, es regnet leicht.

Wenn am kommenden Sonntag die deutsche Elf bei der Fußball-Weltmeisterschaft startet, erwarten die Meteorologen wieder schwül-warmes und wechselhaftes Wetter mit Schauern und Gewittern.

@ dpa.de

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