Prozesse, Kriminalität

Premiere bei der Augsburger Justiz: Erstmals müssen sich Autofahrer dort wegen des neuen Paragrafen gegen illegale Autorennen verantworten.

11.07.2018 - 05:08:05

Neuer Paragraf in Kraft - Zwei Fahrer wegen illegalen Autorennens vor Gericht. Die Männer sollen sich das Rennen geliefert haben - einen Tag nachdem das neue Gesetz in Kraft getreten war.

Augsburg - Wegen eines illegalen Autorennens müssen sich zwei junge Männer heute vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten.

Die beiden Angeklagten sollen sich am 14. Oktober 2017 - einen Tag, nachdem ein neues Gesetz gegen Autorennen in Kraft getreten war - zusammen mit einem dritten Fahrer auf einer Bundesstraße in Augsburg ein Rennen geliefert haben. Eine Zivilstreife der Polizei hatte dies damals beobachtet.

Wegen der zunehmenden Zahl von unerlaubten Autorennen auf öffentlichen Straßen hatte der Gesetzgeber im vergangenen Jahr einen neuen Straftatbestand geschaffen. Bis dahin wurden die Rennen nur als Ordnungswidrigkeit geahndet, wenn es zu keinen Unfällen kam. Der neue Paragraf 315d des Strafgesetzbuches, nach dem die Männer nun in Augsburg angeklagt sind, trat am 13. Oktober in Kraft.

Die 23, 24 und 27 Jahre alten Männer erhielten nach dem mutmaßlichen Rennen durch Augsburg Strafbefehle über 4500 bis 6000 Euro, die Führerscheine wurden eingezogen und eine Sperre zur Neuerteilung einer Fahrerlaubnis von sieben Monaten festgelegt. Alle drei Männer legten gegen die Strafbefehle Einspruch ein, so dass die Vorwürfe nun in einem öffentlichem Prozess verhandelt werden. Der jüngste der drei Fahrer hat wenige Tage vor der Verhandlung seinen Strafbefehl allerdings akzeptiert und den Einspruch zurückgezogen. Deshalb stehen nun nur noch zwei Angeklagte vor Gericht.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Prozess um Mord an 15-jähriger Mia in Kandel geht weiter. Dabei sollen acht Zeugen gehört werden. Die Verhandlung wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt, da der Angeklagte Abdul D. zur Tatzeit womöglich noch minderjährig war. Der mutmaßlich aus Afghanistan stammende Flüchtling war der Ex-Freund von Mia. Er soll das Mädchen am 27. Dezember 2017 in einem Drogeriemarkt erstochen haben. Seine Motive dafür sollen Eifersucht und Rache gewesen sein. Landau - Der Prozess um den Mord an der 15-jährigen Mia im pfälzischen Kandel wird heute vor dem Landgericht Landau fortgesetzt. (Politik, 20.07.2018 - 02:06) weiterlesen...

58 Menschen erschossen - Hotelkette in Las Vegas will Massaker-Ansprüche abwehren. Das Unternehmen habe eine entsprechende Klage eingereicht, um sich bestätigen zu lassen, dass es nicht haften müsse, teilte Sprecherin Debra DeShong auf Facebook mit. Las Vegas - Die US-Hotelkette MGM Resorts will sich nach dem Las-Vegas-Massaker von 2017 vor Ansprüchen schützen. (Politik, 18.07.2018 - 14:46) weiterlesen...

Prozess in Mömchengladbach - Polizistin totgefahren: Lkw-Fahrer zu Haftstrafe verurteilt. Stattdessen betrank er sich, fuhr weiter, bis es krachte - und eine Polizistin in den Trümmern ihres Autos starb. Nun wird der 49-Jährige zu einer Haftstrafe verurteilt. Eigentlich wollte der Lastwagenfahrer nur eine Ruhepause einlegen. (Politik, 17.07.2018 - 17:46) weiterlesen...

Brennender Tanklaster - 3200 Euro Strafe für «Held von Schrobenhausen» Pfaffenhofen an der Ilm - Er steuerte seinen mit 34.000 Litern Benzin und Diesel beladenen, brennenden Sattelzug aus bewohntem Gebiet bei Schrobenhausen in Bayern, um eine Katastrophe zu verhindern. (Politik, 17.07.2018 - 16:58) weiterlesen...

Polizistin totgefahren - Fast drei Jahre Haft für Lkw-Fahrer. Der 49-Jährige habe im Dezember 2017 betrunken ein Polizeiauto gerammt, in dem drei Polizisten auf den Lkw aus der Ukraine gewartet hatten, wie die Richter feststellten. Die 23-jährige Polizistin starb unmittelbar nach dem Aufprall auf der A61 bei Viersen, ihre beiden Kollegen wurden verletzt. Die Richter sprachen den Lkw-Fahrer aus der Ukraine der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung schuldig. Mönchengladbach - Nach dem Tod einer jungen Polizistin ist ein Lkw-Fahrer in Mönchengladbach zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. (Politik, 17.07.2018 - 16:14) weiterlesen...