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Piratenpartei Deutschland

PIRATEN kritisieren geplantes Rasterkonzept in der Psychotherapie

19.05.2021 - 11:57:18

PIRATEN kritisieren geplantes Rasterkonzept in der Psychotherapie. Berlin - +++ Gesetz f?hrt zu Beschneidungen der Behandlungsdauer +++ Beschr?nkung der Psychotherapie gef?hrdet das Patientenwohl +++ Kritik an gravierender ?nderung in nicht?ffentlichen Ausschusssitzungen +++ PIRATEN fordern transparentes und nachvollziehbares Gesetzgebungsverfahren +++ Wie lange eine Therapie maximal dauern darf, soll k?nftig durch ein Raster festgelegt ...

Berlin - +++ Gesetz f?hrt zu Beschneidungen der Behandlungsdauer +++ Beschr?nkung der Psychotherapie gef?hrdet das Patientenwohl +++ Kritik an gravierender ?nderung in nicht?ffentlichen Ausschusssitzungen +++ PIRATEN fordern transparentes und nachvollziehbares Gesetzgebungsverfahren +++

Wie lange eine Therapie maximal dauern darf, soll k?nftig durch ein Raster festgelegt werden: eine Unterteilung rein nach Diagnosen. Dieses Konzept k?nnte in den Entwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) [1] eingef?gt werden - heute ber?t der Gesundheitsausschuss dar?ber. An die Stelle von individuell abgestimmter Therapieplanung tritt demnach ein festes Regelwerk [2]. Aus Sicht der PIRATEN richtet sich dieses Vorhaben gegen das Patientenwohl. Die Partei lehnt eine Einf?gung in das GVWG ab.

"Das Rasterkonzept schafft weitere unn?tige H?rden f?r die Genesung psychisch kranker Menschen", kritisiert Wilk Spieker, Listenkandiat in Nordrhein-Westfalen zur Bundestagswahl und Mitglied der AG Gesundheit und Pflege der Piratenpartei. "Diagnosen alleine sind niemals aussagekr?ftig genug, um beurteilen zu k?nnen, wie lange ein Mensch behandelt werden muss. Das ist Schubladendenken entgegen jeglicher Patientenw?rde! Die Regierung sollte sich sch?men, eine solche ?nderung ?berhaupt in Erw?gung zu ziehen. Wir brauchen keine Beschr?nkung von Psychotherapie, wir brauchen mehr Kassensitze! Anders k?nnen wir die psychischen Folgen der Coronapandemie nicht abfangen. Psychotherapeut*innen arbeiten jetzt schon am totalen Limit, viele Patient*innen finden keinen Therapieplatz und im l?ndlichen Bereich gibt es ?berhaupt keine Versorgung."

Eine eventuell letzte Debatte ?ber das GVWG findet am 21. Mai im Bundestag statt. Sp?testens kommende Woche wird das Gesetz verabschiedet. "Wenn das Konzept ?bernommen wird, bleibt Betroffenen kaum Zeit, dagegen vorzugehen", erg?nzt Spieker. "Eine so kurzfristige Aktion hinter dem R?cken der Betroffenen zeugt von mangelndem Respekt gegen?ber demokratischen und transparenten Prozessen. Die Gesundheitsversorgung wird in diesem Fall nicht weiterentwickelt, sondern verschlechtert! Das zeigt leider deutlich, wie wenig die derzeitige Regierung am Wohl psychisch Kranker interessiert ist."

[1] http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/268/1926822.pdf

[2] https://www.bptk.de/keine-raster-behandlung-in-der-psychotherapie/

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