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Neue Osnabr?cker Zeitung

Osnabr?ck - Streeck: Lockdown-Sch?den sollten erfasst werden Virologe wirbt f?r ganzheitliche Sicht auf Pandemiebek?mpfung Osnabr?ck.

01.02.2021 - 03:07:38

Streeck: Lockdown-Sch?den sollten erfasst werden. Der Virologe Hendrik Streeck pl?diert daf?r, die gesellschaftlichen Sch?den durch den Kampf gegen Corona nicht zu vernachl?ssigen und systematisch zu erfassen.

Osnabr?ck - Streeck: Lockdown-Sch?den sollten erfasst werden

Virologe wirbt f?r ganzheitliche Sicht auf Pandemiebek?mpfung

Osnabr?ck. Der Virologe Hendrik Streeck pl?diert daf?r, die gesellschaftlichen Sch?den durch den Kampf gegen Corona nicht zu vernachl?ssigen und systematisch zu erfassen. In einem Interview mit der "Neuen Osnabr?cker Zeitung" (NOZ) sagte der Mediziner: "Wir haben harte Fakten zum Virus. Aber wir haben sehr wenige Fakten zu Kollateralsch?den und Nebenwirkungen. Das sollte im gleichen Ma?e ?berpr?ft und erfasst werden, damit auch diese Daten in die Entscheidungen der Politik mit einflie?en."

"Die Politik muss abw?gen und darf sich nicht nur von Virologen, Epidemiologen und Physikern leiten lassen. Kinder?rzte, Psychologen und Soziologen warnen vor den Kollateralsch?den, die Wirtschaft und K?nstler leiden: All dies gilt es zu bedenken", sagte Streeck, der das Institut f?r Virologie der Universit?tsklinik Bonn leitet. Bis heute sei au?erdem nicht ?berpr?ft, welche Einschr?nkungen der bisherigen Lockdowns tats?chlich welche Wirkung gehabt h?tten.

Das Ziel, das Virus Richtung null zur?ckzudr?ngen, h?lt der Professor f?r unrealistisch. "No Covid, Zero Covid: Wenn man die Konzepte liest, sind die Unterschiede letztlich nicht sehr gro?." Dass Corona nicht ausgemerzt werden k?nne, sei aber eine Realit?t, mit der es klarzukommen gelte.

Streeck sprach Modellrechnungen eine wichtige, aber begrenzte Bedeutung zu. "Sie sind ein wichtiges Instrument, aber wir k?nnen uns nicht alleine auf sie verlassen." Angaben aus dem vergangenen Fr?hjahr, dass jede Form der Lockerung zu dramatischen Zahlen f?hren w?rden, seien etwa unzutreffend gewesen. "Die Argumentation derer, die sie immer wieder anf?hren, ist h?ufig auch sehr emotional getrieben und blendet auch unsere Lebenserfahrungen mit Coronaviren aus." So rechne er auch in diesem Fr?hjahr mit einer stark d?mpfenden Wirkung der Jahreszeit.

Der Virologe lobte die Stufenpl?ne aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen. "Wir sollten Korridore entwickeln, die festlegen, ab welchen Inzidenzwerten was zugelassen werden kann, oder ab wann doch noch mal nachgesch?rft werden m?sste." Dies er?ffne den B?rgern eine klare Perspektive und motiviere sie, die Regeln einzuhalten. "Mit regionalen Stufenpl?nen k?men wir deutlich besser in den Sommer als mit immer neuen Verordnungen im Wochenrhythmus."

Der Wissenschaftler regte an, weitere Kriterien als die reine Infektionslage in die Exit-Pl?ne einflie?en zu lassen. "Neben Inzidenzwert, R-Faktor und der jeweiligen Teststrategie muss auch die Auslastung der Krankenh?user ber?cksichtigt werden." Auch das Alter der Erkrankten sollte erfasst werden. "Die Zahl der Neuansteckungen allein sagt viel zu wenig aus", erkl?rte Streeck. Eine wachsende Zahl an Geimpften w?rde die Aussagekraft dieses Wertes nochmals senken.

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In die Breite gehen: Streeck pl?diert f?r ?nderung der Impfstrategie

Osnabr?ck. Der Virologe Hendrik Streeck hat sich f?r eine ver?nderte Impfstrategie ausgesprochen. Der "Neuen Osnabr?cker Zeitung" (NOZ) sagte er: "Die Menschen mit den meisten Kontakten k?nnen sich am ehesten anstecken und das Virus schneller weitergeben. W?rde man also die sozial aktivste Gruppe impfen - also eher die J?ngeren -, w?rde die Corona-Verbreitung auch schneller gebremst."

?ber diese Frage m?sse diskutiert werden. "Die Zulassung des Astra-Zeneca-Impfstoffes ist daf?r der richtige Zeitpunkt", sagte Streeck, der das Institut f?r Virologie der Universit?tsklinik Bonn leitet. Der Impfstoff sei zu etwa 33 Prozent weniger wirksam als die Mittel von Biontech und Moderna und erst gar nicht f?r die ?ltere Bev?lkerung zugelassen. "Es k?nnte durchaus sinnvoller sein, mit dem Astra-Zeneca-Vakzin in die Breite zu gehen und dort zu impfen, wo das Infektionsgeschehen am st?rksten ist", argumentierte der Medizinprofessor.

"Experten der Weltgesundheitsorganisation betonen, die Pandemie werde sich au?erhalb der Saisonalit?t erst substanziell verlangsamen, wenn die J?ngeren immun sind. Daher braucht es eine Impfstrategie, in der es nicht nur von den ?lteren nach unten geht, auch wenn es absolut richtig ist, mit den ersten Impfstoffen von Biontech und Moderna zun?chst die besonders Gef?hrdeten zu immunisieren", sagte Streeck.

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