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Neue Osnabr?cker Zeitung

Osnabr?ck - Soziales Europa: Heil will mehr Schutz vor "unanst?ndigen L?hnen" Bundesarbeitsminister: Besch?ftigte nicht die Zeche der Krisenbew?ltigung zahlen lassen Osnabr?ck.

15.09.2020 - 14:22:17

Soziales Europa: Heil will mehr Schutz vor unanst?ndigen L?hnen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) dr?ngt auf faire L?hne und Mindestl?hne in ganz Europa und warnt davor, Arbeitnehmer in der Corona-Krise zus?tzlich zu belasten.

Osnabr?ck - Soziales Europa: Heil will mehr Schutz vor "unanst?ndigen L?hnen"

Bundesarbeitsminister: Besch?ftigte nicht die Zeche der Krisenbew?ltigung zahlen lassen

Osnabr?ck. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) dr?ngt auf faire L?hne und Mindestl?hne in ganz Europa und warnt davor, Arbeitnehmer in der Corona-Krise zus?tzlich zu belasten. Heil sagte der "Neuen Osnabr?cker Zeitung": "Die Besch?ftigten, die in der Krise Enormes geleistet haben, d?rfen nicht die Zeche der Krisenbew?ltigung zahlen. Wir m?ssen vermeiden, dass Menschen aus verschiedenen Mitgliedstaaten gegeneinander ausgespielt werden." Soziale Spaltung schw?che die EU, Solidarit?t und Zusammenhalt machten die EU stark, betonte der SPD-Politiker. Sein Ministerium veranstaltet an diesem Mittwoch im Rahmen der deutschen EU-Ratspr?sidentschaft eine internationale Online-Konferenz zum Thema "Soziales Europa".

Handlungsbedarf sieht der Minister unter anderem bei den Mindestl?hnen innerhalb der EU. Er kritisierte: "In 21 Mitgliedstaaten liegen die Mindestl?hne unter 60 Prozent des Durchschnittslohns. Zudem ist das Gef?lle der L?hne in den EU-Mitgliedstaaten sehr gro?." Gegen "unanst?ndige L?hne" sch?tzen nach den Worten des Arbeitsministers am besten starke Sozialpartner und Tarifvertr?ge. Deshalb spreche man in der EU nicht nur ?ber gemeinsame Kriterien f?r Mindestl?hne, sondern auch ?ber die St?rkung der Sozialpartnerschaft.

Heil sprach sich au?erdem daf?r aus, das Instrument der europ?ischen Jugendgarantie noch besser zu nutzen. Nach dieser Garantie der EU-Mitgliedstaaten haben junge Menschen unter 25 einen Anspruch darauf, vier Monate nach der Arbeitslosigkeit einen Arbeitsplatz, eine Weiterbildung, eine Lehrstelle oder ein Praktikum zu bekommen. Aktuell geht es nach den Worten von Heil vor allem darum, mehr junge Menschen an den Ma?nahmen teilhaben zu lassen, und sie noch besser auf den Arbeitsmarkt von morgen vorzubereiten. "Hier?ber verhandeln wir derzeit mit den Mitgliedstaaten. Ich bin zuversichtlich, dass wir zeitnah zu einem guten Ergebnis gelangen werden." Es gebe ein breites gemeinsames Verst?ndnis daf?r, dass das soziale Europa vor allem f?r junge Menschen kein leeres Versprechen sein d?rfe.

Seit 2014 haben sich j?hrlich mehr als f?nf Millionen junge Menschen in Jugendgarantie-Programmen registriert, hei?t es in einer Bilanz der EU-Kommission. Und weiter: "Seitdem haben jedes Jahr ?ber 3,5 Millionen von ihnen ein Stellen-, Weiterbildungs-, Praktikums- oder Ausbildungsangebot angenommen." Mehr als 2,4 Millionen junge Menschen in der EU haben demnach im Rahmen des Programms schon direkte Unterst?tzung erhalten.

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