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Neue Osnabr?cker Zeitung

Osnabr?ck - Lohngef?lle zwischen Ost und West: DGB ruft nach dem Gesetzgeber "30 Jahre deutsche Einheit eine Erfolgsgeschichte, aber eine mit Schattenseiten" Osnabr?ck.

16.09.2020 - 03:07:26

Lohngef?lle zwischen Ost und West: DGB ruft nach dem Gesetzgeber. Angesichts weiterhin h?chst unterschiedlicher L?hne im Westen und Osten Deutschlands fordert der DGB den Gesetzgeber zum Handeln auf.

Osnabr?ck - Lohngef?lle zwischen Ost und West: DGB ruft nach dem Gesetzgeber

"30 Jahre deutsche Einheit eine Erfolgsgeschichte, aber eine mit Schattenseiten"

Osnabr?ck. Angesichts weiterhin h?chst unterschiedlicher L?hne im Westen und Osten Deutschlands fordert der DGB den Gesetzgeber zum Handeln auf. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der "Neuen Osnabr?cker Zeitung": "Der Gesetzgeber k?nnte es zum Beispiel erleichtern, Tarifvertr?ge f?r allgemein verbindlich zu erkl?ren. Auch k?nnte er vorschreiben, dass nur noch solche Unternehmen bei der ?ffentlichen Auftragsvergabe zum Zug kommen, die auch Tarifl?hne zahlen. Das ist in vielen Bundesl?ndern bereits der Fall, aber leider noch nicht in allen."

Die Bundesregierung berichtet am Mittwoch (16.9.) ?ber 30 Jahre deutsche Einheit. Diese sei grunds?tzlich eine Erfolgsgeschichte, aber eine mit Schattenseiten, sagte Hoffmann. Er beklagte, "dass Menschen in den neuen Bundesl?ndern deutlich l?ngere Arbeitszeiten haben und deutlich geringere L?hne". Das vertrage sich nicht mit der angestrebten Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen in Deutschland.

Das Problem liegt nach den Worten von Hoffmann unter anderem darin, dass die Tarifbindung im Osten noch niedriger sei als im Westen. Er beklagte, dass sich viele Arbeitgeber weigerten, einem Arbeitgeberverband beizutreten. Auch machten viele von sogenannten OT-Mitgliedschaften Gebrauch, also von Mitgliedschaften ohne Tarifbindung. "Wenn die Arbeitgeber das nicht von sich aus stoppen, dann brauchen wir gesetzlichen Flankenschutz", forderte Hoffmann.

Zahlen aus dem Arbeitsministerium hatten zuvor belegt, wie gro? die Unterschiede auf dem deutschen Arbeitsmarkt noch immer sind. Das Durchschnittseinkommen sozialversicherungspflichtig Besch?ftigter lag 2019 im Westen bei 3526 Euro. Im Osten waren es 2827 Euro und damit jeden Monat 699 Euro oder 19,8 Prozent weniger. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine AfD-Anfrage hervor, die der "NOZ" vorliegt. Demnach sind die Unterschiede von 2018 bis 2019 etwas geringer geworden, weil L?hne und Geh?lter im Osten mit 120 Euro monatlich etwas st?rker stiegen als im Westen mit 92 Euro.

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