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Neue Osnabr?cker Zeitung

Osnabr?ck - Kekul? fordert Lockdown-Versch?rfung bis zum Jahreswechsel Top-Virologe: An Schulen sofort auf Wechselunterricht umstellen, Ferien vorziehen und Maskenpflicht ausweiten - Ein-Freund-Regel "nicht wirksam, nicht durchsetzbar und nicht notwendig" Osnabr?ck.

21.11.2020 - 03:07:44

Kekul? fordert Lockdown-Versch?rfung bis zum Jahreswechsel

Osnabr?ck - Kekul? fordert Lockdown-Versch?rfung bis zum Jahreswechsel

Top-Virologe: An Schulen sofort auf Wechselunterricht umstellen, Ferien vorziehen und Maskenpflicht ausweiten - Ein-Freund-Regel "nicht wirksam, nicht durchsetzbar und nicht notwendig"

Osnabr?ck. Top-Virologe Alexander Kekul? hat sich nach einer Buch-Pause mit Forderungen nach sch?rferen Anti-Corona-Ma?nahmen bis zum Jahreswechsel in die Lockdown-Debatte eingeschaltet. "Beim n?chsten Bund-L?nder-Treffen am Mittwoch braucht es unbedingt neue Anti-Corona-Beschl?sse. Dazu sollte geh?ren, dass an allen weiterf?hrenden Schulen die Klassen sofort geteilt werden und auf Wechselunterricht umgestellt wird", sagte Kekul? im Interview mit der "Neuen Osnabr?cker Zeitung" (NOZ).

"Zweitens sollten die Weihnachtsferien bundesweit eine Woche vor dem 24. Dezember beginnen. Dadurch w?rde man auch die au?erschulischen Kontakte deutlich reduzieren", so der Virologe in der "NOZ". Das k?nne einen wertvollen Puffer schaffen, um bis zum Jahreswechsel zur?ck in den gr?nen Bereich zu kommen. "Das gro?e Problem ist nicht der Kontakt im Unterricht selbst, wenn die Sch?ler Masken tragen, sondern unkontrollierte Treffen nach Schulschluss. Dabei wird das Virus massiv verbreitet. Und das muss gestoppt werden!"

Anders als weiterf?hrende Schulen sollten Kitas und Grundschulen "unter strengster Beobachtung durchg?ngig ge?ffnet bleiben", betonte der Professor der Universit?t Halle-Wittenberg, dessen Buch "Corona-Kompass" am Montag erscheint. Denn es sei in Studien "hinl?nglich bewiesen", dass "Kinder bis zehn, zw?lf Jahren das Virus selbst bei einer Ansteckung kaum weitergeben".

Neben Wechselunterricht f?r weiterf?hrende Schulen und einem Vorziehen der Ferien forderte Kekul? eine deutliche Ausweitung der Maskenpflicht. "Wo sich zwei Menschen verschiedener Haushalte in Innenr?umen begegnen, m?ssen Mund und Nase bedeckt werden. Das hei?t: Maskenpflicht im B?ro, im Taxi, f?r Handwerker, die zu mehreren im Lieferwagen sitzen", sagte der Virologe und Mikrobiologe. Zu denken sei auch an die Paketzusteller, die vor Weihnachten verst?rkt unterwegs sein w?rden. "Auch f?r sie muss gelten: Maske auf im Treppenhaus."

"Man kann es nicht oft genug sagen, aber es gibt weltweit keinen Massenausbruch unter Maskentr?gern!", begr?ndete Kekul? seine Forderung. 80 Prozent der Infektionen gingen auf Mehrfachansteckungen zur?ck. "Das Unterbinden von Superspreading-Ereignissen ist absolut entscheidend."

Die von Kanzlerin Angela Merkel geforderte Begrenzung der Familienkontakte auf einen anderen Haushalt beziehungsweise auf einen Spielkameraden lehnte der Wissenschaftler hingegen strikt ab. Das Konzept habe in Kanada nur f?r kurze Zeit funktioniert und dann f?r "enorme Verwerfungen" gesorgt, sagte der Forscher. "Das Problem liegt auf der Hand: Bei Familien mit mehreren Kindern kommt es selbst bei nur einem Freund entweder zur Mischung verschiedener Blasen, oder alle anderen Familienmitglieder m?ssten sich isolieren", sagte Kekul? und erg?nzte: "Unsere Bundeskanzlerin ist seit Wochen eine der vern?nftigsten Stimmen im Land, aber dieser Vorschlag ist nicht wirksam, nicht durchsetzbar und nicht notwendig."

Eine besserer Alternative w?re es laut Kekul?, die Zahl der Menschen aus verschiedenen Haushalten, die sich weiterhin treffen d?rfen, von zehn auf f?nf zu halbieren. "Daf?r w?rde ich pl?dieren. Viele Familien machen das ja schon jetzt, weil sie wissen, dass es vern?nftig ist."

Es gebe "?berhaupt keinen Grund f?r Corona-Fatalismus!", erg?nzte der Forscher. Entscheidend werde sein, "dass an Weihnachten und Silvester Vernunft herrscht und katastrophale Massenausbr?che verhindert werden". Wenn das gelinge, "bin ich ?berzeugt, dass wir im Januar auf eine Langzeitstrategie umschalten k?nnen, ja m?ssen, und das normale Leben zur?ckkehrt." Und das hei?e: offene Restaurants, Theater und Fitnessclubs, "aber nat?rlich unter Auflagen. Dazu geh?ren Masken, Tests und eine elektronische Registrierung aller Teilnehmer, um bei Ausbr?chen sofort eingreifen zu k?nnen."

Trotz der ersten Antr?ge auf eine Impfstoffzulassung werde es "mindestens bis Juni dauern", bis breite Bev?lkerungsteile geimpft sein werden und sich erste Effekte einer Herdenimmunit?t zeigen, sagte Kekul?. Die rasanten Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung seien zwar das ersehnte Licht am Ende des Tunnels. "Aber das muss uns Ansporn sein, Infektionen bis dahin umso entschlossener zu verhindern und nicht lockerzulassen. Es ist wie im Krieg: Am letzten Tag vor Kriegsende erschossen zu werden ist das Tragischste und ?berfl?ssigste, was einem passieren kann", so Kekul?. "Die Corona-Qualen haben absehbar ein Ende. Bis es endlich so weit ist, m?ssen wir uns umso konsequenter zusammenrei?en."

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