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Neue Osnabr?cker Zeitung

Osnabr?ck - Gunda Voigts, Mitglied der Kinder- und Jugendkommission Niedersachsen, ?u?ert Unverst?ndnis ?ber Aufhebung der Impfpriorisierung - Kritik an Schulschlie?ungen Osnabr?ck.

28.05.2021 - 03:53:31

Jugendexpertin fordert Impfvorfahrt f?r junge Menschen. In die Debatte um das Impfen von Kindern und Jugendlichen hat sich jetzt auch die renommierte Jugendforscherin Gunda Voigts eingeschaltet.

Osnabr?ck - Gunda Voigts, Mitglied der Kinder- und Jugendkommission Niedersachsen, ?u?ert Unverst?ndnis ?ber Aufhebung der Impfpriorisierung - Kritik an Schulschlie?ungen

Osnabr?ck. In die Debatte um das Impfen von Kindern und Jugendlichen hat sich jetzt auch die renommierte Jugendforscherin Gunda Voigts eingeschaltet. "Meine klare Forderung dazu lautet: Jetzt sind die 16- bis 27-J?hrigen und wenn m?glich auch die ab Zw?lfj?hrigen dran. Ich w?rde mir statt der Aufhebung der Priorisierung w?nschen, dass nun die jungen Menschen geimpft werden, damit sie wieder ihren Hobbys nachgehen k?nnen, sich mit ihren Freunden treffen k?nnen. Junge Menschen brauchen ihre Freir?ume zur?ck, um gesund aufwachsen zu k?nnen", erkl?rte die Professorin der Hochschule f?r Angewandte Wissenschaften Hamburg im Interview mit der "Neuen Osnabr?cker Zeitung" (NOZ).

Gleichzeitig betonte die 49-j?hrige Wissenschaftlerin, die auch Mitglied der Kinder- und Jugendkommission Niedersachsen ist, dass sie bei ihrer eigenen Impfung auch gern einem jungen Menschen den Vortritt gelassen h?tte. "Ich habe mit vielen jungen Menschen zu tun, auch in der eigenen Familie. Wenn ich die Wahl h?tte, tr?te ich meine Impfung auf jeden Fall an sie ab. Ich finde es wichtiger, dass sie geimpft sind." Wenn es sein m?sse, k?nne sie auch noch weiter online lehren. "Aber f?r die Studierenden am anderen Ende der Online-Leitung w?re das eine Katastrophe. Sie kennen die Hochschule zum Teil noch gar nicht von innen, haben kaum Chancen, andere Studierende kennenzulernen", f?gte die Professorin hinzu.

?berdies nannte Voigts, die Ex-Mitglied der Sachverst?ndigenkommission des Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung (2014-2017) ist und zu deren aktuellem Lehrgebiet die "Kinder- und Jugendhilfe in Corona-Zeiten" geh?rt, die Schlie?ung von Schulen w?hrend der Pandemie einen Fehler. "Ich habe von Anfang an daf?r geworben, die Schulen offen zu halten, und zwar komplett und unabh?ngig von Inzidenzen", sagte sie und f?gte hinzu: "F?r die meisten Jugendlichen w?re es schlimm, wenn die Schulen erneut geschlossen werden m?ssten. Das darf nicht passieren. Schulen m?ssen in Pandemiezeiten Orte f?r junge Menschen sein, die ihnen das Treffen mit ihren Freunden und Freundinnen erm?glichen. Dazu braucht es offene Schulkantinen, Schulgel?nde und Turnhallen." Es gelte, Schulen herauszuholen aus ihren begrenzten R?umen und Zeiten. Vorderstes Ziel m?sse es sein, dass Kinder und Jugendliche auch in Pandemiezeiten aufeinandertreffen k?nnten.

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