Deutschland, Hintergruende

Offenbach - In Deutschland ist seit Monaten Dauersommer mit viel Sonnenschein.

07.08.2018 - 09:02:06

Hintergrund - Der Sommer der Extreme - heiß und trocken

- Von Anfang April bis Ende Juli war es dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge noch nie so warm seit Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen im Jahr 1881. Demnach war es 3,6 Grad wärmer als im langjährigen Vergleich. Rekordniveau erreichten vor allem die Monate April und Mai.

- 39,5 Grad war die bisherige Temperaturspitze in diesem Sommer. Der Wert wurde am 31. Juli in Bernburg in Sachsen-Anhalt gemessen. Den Hitzerekord seit Beginn der Aufzeichnungen hält allerdings Kitzingen in Bayern. Sowohl am 5. Juli 2015 als auch am 7. August 2015 registrierte der DWD an seiner dortigen Messstation 40,3 Grad.

- Sogenannte Tropennächte, bei denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt, gab es in diesem Frühjahr und Sommer bereits eine ganze Reihe. Besonders warm war es in der Nacht zum 1. August. So erlebte Berlin mit einem Tiefstwert von 24,4 Grad an zwei Messstellen seine bislang wärmste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

- Noch nie wurde zwischen April und Juli so wenig Niederschlag registriert. Im Vergleich zur vieljährigen (1961-1990) mittleren Niederschlagssumme betrug das Defizit 110 Millimeter. Besonders trocken war es in Sachsen-Anhalt, so die Experten vom DWD.

- In den vier Monaten gab es überdurchschnittlich viele Sonnenstunden. Der Juli war nach 2006 mit vielerorts 300 bis 350 Stunden der zweitsonnigste seit Messbeginn im Jahr 1950.

- Im Juli erreichte die Nordsee nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie die zweithöchste Oberflächentemperatur seit 50 Jahren: 16,3 Grad im Schnitt. Im Juli 2014 war das Wasser nur 0,1 Grad wärmer. Die Ostsee stellte mit einer mittleren Oberflächentemperatur von 20,0 Grad sogar einen neuen Rekord auf.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Fragen und Antworten - Trockenheit in Deutschland steuert auf Ausnahmewert zu. Niedrigwasser am Rhein macht der Schifffahrt zu schaffen, auch Bauern und Waldbesitzer kämpfen nach wie vor mit den Folgen der Trockenheit. Die Auswirkungen werden wohl bis ins nächste Jahr zu spüren sein. Blauer Himmel, Sonnenschein - aber noch immer kein Regen in Sicht. (Politik, 19.10.2018 - 14:20) weiterlesen...

Trockenheit in Deutschland steuert auf Ausnahmewert zu. Rund 70 Prozent der Fläche Deutschlands sei derzeit von extremer Trockenheit betroffen, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. «Was die Wärme angeht, fahren wir auf der Überholspur - was den Regen angeht, auf der Standspur», sagte Agrarmeteorologe Hans Helmut Schmitt in Offenbach. 1947 sei «bisher das Maß aller Dinge» gewesen. Auch 1921, 1976 und 1991 waren ungewöhnlich trockene Jahre. Offenbach - Das Jahr 2018 könnte nach Einschätzung von Meteorologen eines der fünf trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen 1884 werden. (Politik, 19.10.2018 - 12:10) weiterlesen...

Ungewöhnlich wenig Regen - Trockenheit in Deutschland steuert auf Ausnahmewert zu. Rund 70 Prozent der Fläche Deutschlands sei derzeit von extremer Trockenheit betroffen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Offenbach - Das Jahr 2018 könnte nach Einschätzung von Meteorologen zu den fünf trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen 1884 werden. (Politik, 19.10.2018 - 08:24) weiterlesen...

Bauernverband: Dürrehilfe kommt nicht an. Das Verfahren lasse eine schnelle und effektive Dürrehilfe nicht zu, erklärte Rukwied. Die Präsidenten der Landesbauernverbände fordern deshalb von Bund und Ländern, das Hilfsprogramm zu vereinfachen. Die Bauern in Deutschland hatten aufgrund zu geringer Regenfälle und hoher Temperaturen die schlechteste Ernte seit Jahren eingefahren. Bund und Länder haben Hilfen von insgesamt 340 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Berlin - Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, hat die Umsetzung der zwischen Bund und Ländern beschlossenen Dürrehilfe für Bauern kritisiert. (Politik, 18.10.2018 - 11:34) weiterlesen...

König trauert mit Mallorca um Opfer der Überschwemmungen. An der Messe in Manacor nahmen auch Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia teil. Die 13. Leiche, die eines kleinen Jungen, war erst wenige Stunden vor der Messe neben einem Bach entdeckt worden. Auch seine Mutter war bei den Überschwemmungen umgekommen, eine Schwester konnte gerettet werden. Durch die Wassermassen waren auch drei Deutsche ums Leben gekommen. Manacor - Auf Mallorca haben die Menschen acht Tage nach der Flutkatastrophe bei einem Trauergottesdienst Abschied von den 13 Toten genommen. (Politik, 17.10.2018 - 22:38) weiterlesen...

Nach Mallorca-Unwetter: Vermisster Junge tot geborgen. Die Leiche sei unweit des besonders schlimm betroffenen Ortes Sant Llorenç des Cardassar entdeckt worden, berichtete die spanische Zeitung «El País» unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Hunderte Helfer hatten mehr als eine Woche lang unter anderem mit Spürhunden und Booten nach dem Achtjährigen gesucht. Die Familie sei bereits benachrichtigt worden, hieß es. Damit ist die Zahl der Opfer der Sturzflut auf 13 gestiegen, darunter drei Deutsche. Palma - Ein nach der schweren Unwetterkatastrophe auf Mallorca vermisster Junge ist tot geborgen worden. (Politik, 17.10.2018 - 13:46) weiterlesen...