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Deutsche Umwelthilfe e.V.

Nord Stream 2: Deutsche Umwelthilfe will Pipeline-Projekt aus Klimaschutzgr?nden stoppen

07.09.2020 - 18:57:19

Nord Stream 2: Deutsche Umwelthilfe will Pipeline-Projekt aus Klimaschutzgr?nden stoppen. Berlin - - Mit j?hrlich 100 Millionen Tonnen CO2 steht Nord Stream 2 in direktem Widerspruch mit den Klimazielen - DUH erneuert Forderung nach Stopp des Projektes und verweist auf die im Juli eingeleiteten rechtlichen Schritte gegen Nord Stream 2 - Auch ...

Berlin -

- Mit j?hrlich 100 Millionen Tonnen CO2 steht Nord Stream 2 in direktem Widerspruch mit den Klimazielen - DUH erneuert Forderung nach Stopp des Projektes und verweist auf die im Juli eingeleiteten rechtlichen Schritte gegen Nord Stream 2 - Auch rechtliches Vorgehen gegen Fl?ssigerdgas-Terminals zum Import von Fracking-Gas setzt die DUH fort

Angesichts der aktuellen Debatte um die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 erneuert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ihre Forderung, den Bau der Pipeline zu stoppen. Nord Stream 2 w?rde gigantische ?berkapazit?ten f?r den Transport von fossilem Erdgas schaffen, das in Deutschland und Europa nicht ben?tigt wird. Die Kapazit?t der Pipeline mit j?hrlich 55 Milliarden Kubikmetern entspricht etwa der H?lfte des j?hrlichen Erdgasbedarfs in Deutschland und knapp 100 Millionen Tonnen CO2. Wird Nord Stream 2 zu Ende gebaut und in Betrieb genommen, w?rde dies eine Einhaltung der Klimaziele in Deutschland und eine Begrenzung der globalen Erderw?rmung auf 1,5 Grad unm?glich machen.

Dazu Sascha M?ller-Kraenner, Bundesgesch?ftsf?hrer der DUH: "Nord Stream 2 ist das Relikt aus einer fossilen Vergangenheit. Ungeachtet der Klimakrise sollen damit gewaltige Mengen an fossilem Erdgas nach Deutschland transportiert werden. Das ist falsch: Die Klimaziele von Paris lassen sich nur erreichen, wenn wir fossiler Infrastruktur eine Absage erteilen und konsequent auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen. Dies gilt auch f?r die geplanten Fl?ssigerdgas-Terminals in Brunsb?ttel, Wilhelmshaven und Stade, mit denen amerikanisches Fracking-Gas nach Deutschland transportiert werden soll. In der Energiepolitik m?ssen wir die Klimaziele an erste Stelle setzen: Es darf nur noch Infrastruktur errichtet werden, die uns hilft, die Klimaziele zu erreichen. Energiepolitik darf nicht auf die Wahl zwischen Putins Pipeline-Gas und Trumps Fracking-Gas verk?rzt werden."

Die DUH setzt sich vehement und auch mit rechtlichen Schritten daf?r ein, dass Nord Stream 2 nicht zu Ende gebaut und die Errichtung der Fl?ssigerdgas-Terminals an der K?ste abgesagt wird. Zu den geplanten Fl?ssigerdgas-Terminals in Brunsb?ttel und Wilhelmshaven hat die DUH Rechtsgutachten ver?ffentlicht, die belegen, dass die Anlagen nicht genehmigungsf?hig sind. Zum Standort Stade ist ein weiteres Gutachten in Vorbereitung. Gegen Nord Stream 2 hatte die DUH im Juli rechtliche Schritte in die Wege geleitet, um die bereits erteilte Genehmigung ?berpr?fen zu lassen. Hintergrund sind neue Erkenntnisse zu Methan-Emissionen aus F?rderung, Verarbeitung und Transport des Erdgases. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas und extrem klimasch?dlich, wenn es ?ber Lecks direkt in die Atmosph?re entweicht.

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz bei der DUH: "Wir sind uns sicher, dass Nord Stream 2 heute so nicht mehr genehmigt werden k?nnte. Bei der Genehmigung durch das zust?ndige Bergamt Stralsund wurden die extrem klimasch?dlichen Methan-Emissionen aus der Erdgas-F?rderung gar nicht ber?cksichtigt. Die Pr?fung der Folgen des Pipelinebaus auf das Klima ist deshalb unvollst?ndig und l?ckenhaft. Mit unserer Klage m?chten wir erreichen, dass die Pr?fung dieser sch?dlichen Emissionen nachgeholt und die Genehmigung des Projektes widerrufen wird."

Die Klage der DUH ist derzeit beim Oberverwaltungsgericht Greifswald anh?ngig. Zuvor hatte das Bergamt Stralsund einen Antrag der DUH auf ?berpr?fung der Genehmigung abgelehnt.

Links:

- Zur Klageschrift: http://l.duh.de/p200805 - Mehr zum Thema Nord Stream 2: https://www.duh.de/projekte/keine-neuen-leitungen-fuer-fossiles-gas/ - Mehr zum Thema LNG: http://www.duh.de/lng

Pressekontakt:

Sascha M?ller-Kraenner, Bundesgesch?ftsf?hrer 0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz 0160 4334014, zerger@duh.de

DUH-Pressestelle:

Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe 030 2400867-20, presse@duh.de

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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/4700107 Deutsche Umwelthilfe e.V.

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