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K?lner Stadt-Anzeiger

Neubau der Leverkusener Autobahnbr?cke verz?gert sich erneut deutlich - Land NRW zieht Auftrag an Firma nach Querelen zur?ck

13.01.2021 - 03:07:25

Neubau der Leverkusener Autobahnbr?cke verz?gert sich erneut deutlich - Land NRW zieht Auftrag an Firma nach Querelen zur?ck. Leverkusen/D?sseldorf - Der Neubau des ersten Teils der Leverkusener Rheinbr?cke wird sich erheblich verz?gern und wohl auch deutlich teurer werden. Der Landesbetrieb Stra?en NRW hat den am 1. Dezember vergebenen Auftrag an ein Baukonsortium um den Stahlbauer SHG Engineering aus Hannover nach ...

Leverkusen/D?sseldorf - Der Neubau des ersten Teils der Leverkusener Rheinbr?cke wird sich erheblich verz?gern und wohl auch deutlich teurer werden. Der Landesbetrieb Stra?en NRW hat den am 1. Dezember vergebenen Auftrag an ein Baukonsortium um den Stahlbauer SHG Engineering aus Hannover nach Recherchen des "K?lner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe) schon am 22. Dezember zur?ckgezogen. Grund ist die Auseinandersetzung mit dem unterlegenen Mitbieter. Das Konsortium, das den Zuschlag erhalten hatte, hatte mit 176,4 Millionen Euro das preiswerteste Angebot abgegeben und sollte Ende Januar mit dem Weiterbau der Br?cke beginnen. Die Baustelle steht seit Ende April 2020 still. Damals hatte der Landesbetrieb dem ?sterreichischen Baukonzern Porr AG als Generalunternehmer gek?ndigt. Grund waren erhebliche irreparable M?ngel an 22 in China produzierten Stahlbauteilen. Damit ist der ehrgeizige Zeitplan des NRW-Verkehrsministeriums, den ersten Neubauteil der Br?cke Ende November 2023 f?r den Verkehr freizugeben, nicht mehr zu halten. Wie viele Monate verloren gehen werden, kann derzeit niemand sagen.

Hintergrund f?r den R?ckzieher ist ein Streit mit dem unterlegenen Bieter, einem Zusammenschluss von sechs mittelst?ndischen deutschen Bauunternehmen, deren Angebot rund 51 Millionen Euro teurer war. Diese Bietergemeinschaft hat das Verfahren bei der Vergabekammer mehrfach ger?gt, was zu den Zeitverz?gerungen beigetragen hat. Das hatte zur Folge, dass beide Anbieter seit dem 18. Dezember nicht mehr an ihre Preisangebote gebunden sind und deshalb Ende Dezember aufgefordert wurden, neue Angebote abzugeben. Eine Preisbindung mit einer Frist zu versehen, ist bei Vergabeverfahren in der Baubranche ?blich. Sie soll die Bieter vor unkalkulierbaren Kostenrisiken durch zu lange Vergabeverfahren sch?tzen. "Das Projekt ist jetzt wieder auf dem Stand vom September", sagt ein Insider. "In diesem Fall hat keiner geschludert oder etwas auf die lange Bank geschoben." Das Vergabeverfahren sei sehr kompliziert mit der Folge, dass es "am Ende nur dem Steuerzahler schadet".

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