Gesundheit, Krankheiten

Nach Weihnachten gelten vielerorts strengere Corona-Regeln.

27.12.2021 - 17:02:10

Pandemie - Unklare Corona-Lage nach Feiertagen - Neue Maßnahmen. Die Regierung rechnet weiterhin mit einem steilen Anstieg der Ansteckungen durch Omikron. Die aktuellen Zahlen sagen aber nicht viel aus.

Berlin haben den Angaben zufolge zusätzlich einen «Booster» erhalten. 61,4 Millionen Menschen (73,9 Prozent) sind mindestens einmal geimpft.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 13.908 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 16.086 Ansteckungen. Das RKI weist aber darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der gemeldeten Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche - stieg nach langem Sinken im Vergleich zum Vortag wieder leicht von 220,7 auf 222,7 an.

Eine Verlängerung der Weihnachtsferien als Vorsichtsmaßnahme zeichnet sich nach derzeitigem Stand nicht ab. Erklärtes Ziel von Bund und Ländern «ist und bleibt es, dass die Kitas und Schulen offen bleiben und der für Kinder und Jugendliche so wichtige Präsenzunterricht weiterhin stattfinden kann», sagte ein Regierungssprecher in Berlin auf die Frage, inwiefern die Bundesregierung den Ländern einen solchen Schritt empfehlen würde. Er verwies auf «psychische und soziale Herausforderungen und Folgen möglicher Schließungen».

Ein Sprecher des Bundesbildungsministeriums sagte, an der Auffassung von Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP), die Schulschließungen immer nur als letztes und auch regionales Mittel sehe, habe sich nichts geändert.

In der Hälfte der Bundesländer beginnt nach derzeitigem Ferienplan in der kommenden Woche wieder der Unterricht. Zuletzt war immer wieder über eine mögliche Verlängerung der Ferien diskutiert worden. Entscheidungen darüber treffen die Bundesländer selbst, da sie für Bildung und ihre Schulen selbst zuständig sind.

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU), die im neuen Jahr den Vorsitz die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz übernimmt, sagte im «Handelsblatt» zum Thema: «Für eine solche flächendeckende Schulschließung in allen Bundesländern gibt es aus meiner Sicht weder eine Rechtsgrundlage, noch eine sachliche Begründung.»

© dpa-infocom, dpa:211227-99-511614/7

@ dpa.de

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