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Gesundheit, Krankheiten

Nach einem düsteren Corona-Jahr keimt in den USA allmählich etwas Hoffnung.

08.03.2021 - 20:36:10

Corona - Impf-Fortschritte in den USA - mehr soziale Kontakte möglich. Die oberste Gesundheitsbehörde hält nun mehr soziale Kontakte für zulässig.

Washington - Angesichts großer Fortschritte bei den Corona-Impfungen sollen in den USA wieder etwas mehr soziale Kontakte möglich werden.

Nach neuen Empfehlungen der Gesundheitsbehörde CDC können voll geimpfte Menschen in geschlossenen Räumen in kleinen privaten Runden nun wieder ohne Maske und ohne Mindestabstand zusammenkommen. Auf gleiche Weise können sie sich auch mit Ungeimpften treffen - sofern diese nicht zu einer Risikogruppe gehören, etwa wegen ihres Alters oder einer Vorerkrankung.

In der Öffentlichkeit sollen aber auch in den USA weiter strenge Vorgaben eingehalten werden. Experten sehen noch lange keine Entwarnung. CDC-Direktorin Rochelle Walensky betonte, außerhalb von geschlossenen Räumen werde nach wie vor für alle - Geimpfte und Ungeimpfte - dringend empfohlen, Maske zu tragen, Abstand zu halten und größere Menschenansammlungen zu meiden. Auch sei von nicht unbedingt nötigen Reisen abzusehen.

In den Vereinigten Staaten haben der Behörde zufolge bislang etwa 59 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten, etwa 31 Millionen bereits zwei Dosen. Die USA haben annähernd 330 Millionen Einwohner. Erhältlich sind dort bislang drei Impfstoffe. Die Impfstoffe der Unternehmen Moderna sowie Pfizer/Biontech werden in je zwei Dosen verabreicht. Beim Stoff der Firma Johnson & Johnson reicht eine Spritze. Als voll geimpft gelten Menschen zwei Wochen nach der letzten erforderlichen Impfung.

Andy Slavitt, ranghoher Corona-Berater aus dem Weißen Haus, sagte, zuletzt seien im Tagesschnitt 2,2 Millionen Dosen verabreicht worden. Am Samstag seien es sogar 2,9 Millionen gewesen - der bislang höchste Tageswert. Walensky sagte, bei den neuen Empfehlungen handle es sich um einen «wichtigen ersten Schritt». Mit dem Impfprogramm sollten die Empfehlungen nach und nach angepasst werden. Die Lage sei weiter «sehr ernst». Angesichts der Fortschritte bei den Impfungen beginne das Land aber, über den Berg zu kommen.

Die USA sind das Land, das in absoluten Zahlen am heftigsten von der Pandemie getroffen ist. Seit Beginn vor einem Jahr starben mehr als ein halbe Million Menschen mit oder an dem Virus gestorben, wie aus Zahlen der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Mehr als 29 Millionen steckten sich bislang Virus an. Seit einiger Zeit gehen die Infektionszahlen aber deutlich zurück. Im Sieben-Tage-Schnitt seien zuletzt täglich rund 59.000 Neuinfektionen gezählt worden, und weniger als 2000 Todesfälle pro Tag, sagte Walensky. Dies sei immer noch zu viel, betonte die CDC-Chefin. Das Land stecke weiter in einer schweren Krise. Aber sie sei hoffnungsvoll.

Der neue Präsident Joe Biden hat die Bekämpfung der Pandemie zu seinem vorrangigen Ziel erklärt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, kündigte für Donnerstagabend (Ortszeit) eine Ansprache an die Nation an. Biden werde unter anderem darüber sprechen, welche Opfer die Amerikaner im Laufe des Pandemie-Jahres hätten bringen und welche Verluste sie hätten verkraften müssen.

© dpa-infocom, dpa:210308-99-741130/3

@ dpa.de

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