Gewitter, Sommer

Nach der Hitze kommt das Donnerwetter: In weiten Teilen Deutschlands kracht und regnet es am Donnerstag.

09.08.2018 - 13:25:22

Osten bleibt noch heiß - Gewitter und Starkregen bringen Abkühlung. Im Osten bleibt es hingegen trocken, die Temperaturen steigen dort noch mal auf über 30 Grad.

  • Blitze über der Autobahn - Foto: Frank Rumpenhorst

    Bei schweren Gewittern in Hessen sind Keller vollgelaufen und auch Bäume umgestürzt. Foto: Frank Rumpenhorst

  • Wolkenbrüche in Hessen - Foto: Bernd März

    Entweder zu wenig oder zu viel: Das hessische Stadtallendorf nach einem kurzen, aber heftigen Regenguss. Foto: Bernd März

  • Wetter auf der Zugspitze - Foto: Peter Kneffel

    Kinder spielen auf dem letzen Zipfel der Schneerodelbahn auf der Zugspitze unterhalb des Schneefernergletschers. Foto: Peter Kneffel

  • Heißeste Stadt Deutschlands - Foto: Andreas Arnold

    Mineralwasser, so viel es geht: Das hessische Bad Nauheim war in den vergangenen Wochen mehrfach die heißeste Stadt Deutschlands. Foto: Andreas Arnold

  • Abkühlung am Pool-Messestand - Foto: Armin Weigel

    Monteure eines Messestands für Pools erfrischen sich während einer Pause auf dem Gelände der Ostbayernschau in Straubing. Foto: Armin Weigel

  • Sommer in Sachsen - Foto: Monika Skolimowska

    Badegäste und Wassersportler genießen das sommerliche Wetter am Geierswalder See in Sachsen. Foto: Monika Skolimowska

  • Sommerhitze in Freiburg - Foto: Patrick Seeger

    Auf einem Sofa in der fast ausgetrockneten Dreisam in Baden-Würtemberg verbringen Sandro und Antonia ihre Mittagspause. Foto: Patrick Seeger

  • Blitz bei Alsfeld - Foto: Frank Rumpenhorst

    Ein Blitz durchzuckt den dunklen Gewitterhimmel. Foto: Frank Rumpenhorst

  • Gewitterfront über Stuttgart - Foto: Christoph Schmidt

    Eine dunkle Gewitterfront zieht über dem Stuttgarter Kessel auf. Foto: Christoph Schmidt

Blitze über der Autobahn - Foto: Frank RumpenhorstWolkenbrüche in Hessen - Foto: Bernd MärzWetter auf der Zugspitze - Foto: Peter KneffelHeißeste Stadt Deutschlands - Foto: Andreas ArnoldAbkühlung am Pool-Messestand - Foto: Armin WeigelSommer in Sachsen - Foto: Monika SkolimowskaSommerhitze in Freiburg - Foto: Patrick SeegerBlitz bei Alsfeld - Foto: Frank RumpenhorstGewitterfront über Stuttgart - Foto: Christoph Schmidt

Offenbach/Berlin - Nach der Hitze der vergangenen Tage erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) heute vielerorts kräftige Gewitter und Starkregen. Von Westen her ziehen die Unwetter demnach mit teils starkem Wind über Deutschland hinweg.

In Nordrhein-Westfalen müsse vom Mittag an mit schweren Sturmböen, teils auch mit orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten von 105 Kilometern pro Stunde gerechnet werden, teilte der DWD am Morgen mit.

Mancherorts könnten sich womöglich sogar Tornados bilden. Hinzu kommen heftiger Starkregen und Hagel. Über mehrere Stunden seien Regenmengen von bis zu 75 Liter pro Quadratmeter möglich, sagte ein Sprecher des DWD. Welche Regionen besonders betroffen sind, ließ sich zunächst noch nicht absehen.

Der Osten bleibt dabei noch weitgehend sonnig mit Höchsttemperaturen von bis zu 34 Grad. Im Norden und Westen dürften die Maximalwerte zwischen 25 und 30 Grad liegen. Erst in der Nacht zum Freitag verlagern sich die Gewitter dann auch in den Osten und Südosten des Landes.

Am Mittwoch wurden die höchsten Werte in der Region Berlin-Brandenburg gemessen. Am heißesten war es demnach in Langenlipsdorf, etwa 70 Kilometer südlich von Berlin, mit 38,4 Grad. Den Jahresrekord hält mit 39,5 Grad weiterhin Bernburg in Sachsen-Anhalt, gemessen am 31. Juli.

Bereits in der Nacht zum Donnerstag zogen vor allem im Südosten erste Gewitter auf. Am frühen Morgen sanken die Temperaturen im Nordosten auf 21 Grad, im Emsland auf 13 Grad.

Über eine baldige Abkühlung dürften sich nicht nur die Landwirte, sondern auch einige Stromerzeuger freuen. «Es gibt zahlreiche konventionelle Kraftwerke vor allem im Südwesten Deutschlands, die aufgrund des warmen Kühlwassers ihre Leistung gedrosselt haben», sagte Energieökonomin Claudia Kemfert der Deutschen Presse-Agentur. Der Sonnenschein habe aber auch etwas Gutes: «Tagsüber produzieren Solaranlagen aufgrund der wirklich im Moment ja sehr beständigen Sonneneinstrahlung große Mengen an Strom, sehr viel mehr als bisher.»

Nach kräftigen Unwettern am Donnerstag beruhigt sich das Wetter zum Wochenende vielerorts wieder. Wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Donnerstag mitteilte, bleibt es nur noch im Südosten Bayerns und vom Emsland bis nach Schleswig-Holstein regnerisch. Gar stürmisch kann es an der Nordseeküste werden. Der Rest Deutschlands steht unter dem Einfluss von Hoch «Kevin», das wieder trockene Luft mitbringt. Die Temperaturen bewegen sich mit angenehmen 20 Grad an der Nordsee und bis zu 27 Grad im Osten und Südwesten aber weit unter den Werten der Vortage.

In der Nacht zum Samstag lohnt es sich, in aufgeheizten Wohnungen zu lüften: Die Temperaturen sinken auf frische 14 bis 7 Grad. Bis auf den Norden und Nordwesten kommt der Sonnenschein tagsüber überall zurück. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 23 und 27 Grad. Der Sonntag verläuft wieder wolkig und regnerisch an der See, aber trocken und heiter in den restlichen Gebieten. Die Temperaturen erreichen im Norden 22 Grad, im Süden 31 Grad.

Das hochsommerliche Wetter geht damit aber noch nicht zu Ende, erklärte DWD-Meteorologe Simon Trippler. «Es kann noch bis in den Oktober hinein heiße Tage von 30 Grad oder mehr in Deutschland

@ dpa.de