Wahlen, Emnid

Nach dem TV-Duell hat die Union leicht verloren und die AfD leicht zugelegt - die anderen Parteien bleiben laut Emnid unverändert.

10.09.2017 - 00:02:36

Emnid: Union verliert nach TV-Duell - AfD gewinnt

Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut wöchentlich für "Bild am Sonntag" erhebt, kommt die SPD wie in der Vorwoche auf 24 Prozent. CDU/CSU verlieren dagegen einen Punkt auf 37 Prozent.

Dafür verbessert sich die AfD auf 9 Prozent (plus 1). Unverändert gegenüber der Vorwoche bleiben die Linke mit 9 Prozent, sowie Grüne und FDP mit jeweils 8 Prozent. Auf die sonstigen Parteien entfallen erneut 5 Prozent. Bei der Direktwahlfrage kann SPD-Herausforderer Martin Schulz leicht zulegen. Er kommt auf jetzt auf 27 Prozent, in der Vorwoche waren es 25 Prozent. Angela Merkel verliert dagegen zwei Zähler und sinkt von 50 Prozent auf 48 Prozent. Der Berliner Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer geht nicht davon aus, dass die SPD ihren Rückstand noch aufholen kann. "Bei nahezu allen derzeit wichtigen Themen hält eine klare Mehrheit die Union für kompetenter als die SPD. Sogar in der Flüchtlingspolitik", sagte Niedermayer der "Bild am Sonntag". Es sei deshalb unwahrscheinlich, dass die SPD kurzfristig noch sehr viele Wähler mobilisieren könne. "Wenn nichts Dramatisches passiert, gewinnt die Union die Wahl." Völlig offen sei dagegen das Rennen um Platz drei. Niedermayer: "Es kommt jetzt darauf an, wer auf den letzten Metern die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann." Für die Grünen dürfte das angesichts der aktuellen Themen am schwierigsten werden. Die Vorteile würden bei FDP und AfD liegen. Für den Sonntagstrend hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid zwischen dem 31. August und dem 06. September genau 1.869 Personen befragt. Frage: "Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären?" Für die Direktwahlfrage hat Emnid am 07. September rund 500 Personen befragt. Frage: "Angenommen, Sie könnten den Bundeskanzler direkt wählen und hätten die Wahl zwischen Angela Merkel und Martin Schulz. Für wen würden Sie sich entscheiden?" Die Auswahl der Befragten sei "repräsentativ", teilte das Umfrageinstitut mit.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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